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 Canvas Solaris (USA) "Penumbra Diffuse" CD

Canvas Solaris - Penumbra Diffuse CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Überdurchschnitlich
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung mit Abstrichen


Label: Sensory  (11 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1970   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 48:39
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: keine Popmusik - Avantgarde/Death/Gefrickel
Homepage:
 Leserwertung
8 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Canvas Solaris:
REVIEWS:
Canvas Solaris Penumbra Diffuse
Mehr über Canvas Solaris in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Rezension
Masochisten hergehört! Es gibt eine tolle neue Selbstverstümmelungstechnik. Sie ist komplett akustisch, nennt sich Penumbra Diffuse und ist das zweite Album der US Boys Canvas Solaris. Hinter diesem Namen stehen mit Nathan Sapp, Ben Simpkins und Hunter Ginn drei Ausnahmemusiker, die sich der rein instrumentalen und hochkomplexen Musik der eher destruktiven Art verschrieben haben. Fernab von Popmusik und geraden Takten lehren sie den MusikliebhaberInnen in sieben Stufen das Fürchten. Stufe Eins, "Panoramic Long-Range Vertigo" (3:45): "Aha, spähte Death", denkt sich der Redakteur. Ziemlich vertrackter technischer Death Metal, eigenwillig aufbereitet mit moogigen Synthesizern, akustischen Gitarren und Percussions. Ein sperriger aber interessanter Einstieg ins Album. Stufe Zwei, "Horizontal Radiant" (11:24): Der Titel klingt irgendwie nach Physik oder Mathematik, dabei fängt die Nummer scheinbar harmlos mit Frank Schulze-Hypnotik-Gedächtnis Synths und etwas Percussiongeklapper an. Dazu kommt dann eine recht simple Synthsmelodie. Aber dann krachen auch schon die ersten E-Gitarren Klänge wie Einschläge ins Szenario, und die Band steigert sich in ein Technikgefrickel, garniert mit einem Gitarrensolo, zu dessen Unterlegung auch mal ein Ton stehen gelassen wird. Es folgt ein abgespaceter Moog-Part, zu dem es erst nur ein Beckenspiel gibt, dann leichte akustische Gitarren und Bassläufe, die als Untermalung für eine recht cheesige Synthsmelodie dient. Als Schlussparts kommen noch eine kurze Metaleruption, weiteres dezentes Akustisches, zum Finale dann ein fettes Synthesizer- oder Gitarrensolo. Die Komplexität des Stückes verlangt dem Hörer einiges ab. Konzentriertes Lauschen wird aber, wie eigentlich bei allen Titeln, mit dem Entdecken vieler kleiner Details belohnt. Stufe Drei, "Accidents In Mutual Silence" (4:18): Jetzt wird es wieder schwerer verdaulich. Mit technischem DM gibt es wieder ordentlich was auf die Mütze. Breaks und Taktwechsel sorgen für Schwindelgefühle. Erstaunlicherweise taucht dazwischen immer wieder dasselbe, eigentlich nette, melodisches Gitarrenriff auf. In der Mitte des Songs gibt es als Verschnaufpause bedrohlich tiefes für sich alleine stehendes Synthesizerwabern, das die darauffolgende Metalattacke aber nur um so heftiger erscheinen lässt. Stufe Vier, "Vaihayasa" (4:22): Das ist wohl Sanskrit und bedeutet "durch die Luft fliegen". So klingt es auch, und zwar geht die Reise per Flugteppich Air. Hier gibt es den Orient größtenteils auf Speed. Links und rechts je eine Akustik Gitarre, in der Mitte den Bass, Percussions und eine Mandoline, und im Hintergrund ab zu einen entrückten Schlangenbeschwörer Synthesizer. Das ganze hat auch ruhige Zwischentöne, aber meistens tönen alle Instrumente zugleich, und das mit vielen Anschlägen, gipfelnd in einem furiosem treibenden Finale. Stufe Fünf: "To Fracture" (7:45): So, die Schonzeit ist endgültig vorbei. Der Titel gibt die Richtung vor. Nun heißt es ran ans Hirn mit einem technischen Metal Inferno. Ein abgedrehter Part jagt den nächsten. Permanent zwei Gitarren links und rechts, die häufig sehr unterschiedliche Figuren und merkwürdigen Kram spielen, genau wie es Bass und Schlagzeug tun. Zum Solo schaltet sich zudem eine dritte Gitarre ein. Im Mittelteil liegt mal wieder ein etwas ruhiger Part, gespickt mit coolen Basseffekten und Synthy-Solo, doch dann wird brutalst weiterseziert. Die vielen hektischen Parts sind einfach nur nervenaufreibend. Welch’ Erlösung, als unvermittelt nach dem letzten Break eine Akustikgitarre das Ende bezeichnet. Stufe Sechs, "Psychotropic Resonance" (4:56): Der Titel lässt keine Verschnaufpause vermuten, doch die ersten Töne sind überraschend ruhig. Doch irgendwer hat in diese Ruhe eine Tüte Mücken eingeschleust, die mit vielen kleinen Stichen und leisen unheilvollen Piepsstimmen die Seele weitermalträtieren. Schließlich wird wieder ganz unsubtil auf Metalgemetzel gesetzt, welches den Synopsen wiederum effektiv zusetzt, und auch die eingesetzte Laut/Leise Dynamik knallt vollends rein. Stufe Sieben, "Luminescence" (12:00): Mit der Gewissheit, dass eh alles kaputt ist, wird hier auf eher ruhige Art die Hoffnungslosigkeit zelebriert. Es gibt Percussions, Synthy-Gewabere, akustische Gitarren, etwas E-Piano und leichte Bassläufe. Stellenweise lässt mich der Song an Metallicas "Sanatorium" denken. Ein anderer Part erinnert dagegen frappierend an Tool. Zur Abwechslung gibt es sogar mal ein paar warme und harmonische Klangfarben, und die Metalparts in der Songmitte sind nicht allzu heftig ausgefallen. Der Ausstieg aus dem Album ist also relativ leicht verdaulich. Trotzdem hinterläst er ein bedrohliches Gefühl. Auf das Verbinden der vorher zugefügten Wunden wird bei aller Ruhe verzichtet.
Was ist das Fazit? Das musikalische Niveau der Scheibe ist sehr hoch, der Zugang zu ihr aber extrem schwer. Konzentriertes Lauschen unter dem Kopfhörer erleichtert den Einstieg etwas. Ich fühlte mich aber auch noch beim finalen Hördurchlauf stellenweise völlig von dem Material überfordert; die meisten Parts bleiben einfach sperrig. Andererseits macht genau das einen möglichen Reiz an diesem Album aus, welches übrigens grundsolide produziert ist. Die einzelnen Songs ergeben auf jeden Fall Sinn und sind fernab jeglicher Technikonanie. Schmerzfreie, offene Geister mit Hang zu brutaler abgehackter Musik sollten Canvas Solaris unbedingt mal anchecken, alle anderen machen besser einen ganz weiten Bogen um die Scheibe, denn sie beisst wirklich.

Band
Nathan Sapp - Gitarren, Synthesizer, Keyboards
Ben Simpkins - Bass, Gitarren, Synthesizer, Keyboards
Hunter Ginn - Schlagzeug, Percussion, Glockenspiel, Gong

Gast:
Jeff Wagner - Synthesizer auf "Luminescene"

Tracklist
01. Panoramic Long-Range Vertigo (3:54)
02. Horizontal Radiant (11:24)
03. Accidents In Mutual Silence (4:18)
04. Vaihayasa (4:22)
05. To Fracture (7:45)
06. Psychotropic Resonance (4:56)
07. Luminescene (12:00)

 
6.5 Punkte von chicken (am 09.05.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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