Pausen scheinen die nicht zu kennen. Nach der TANZWUT Doppel CD und dem Bombastwerk "Cantus Buranus" sind die Könige der Spielleute mit dem neuen Studioalbum "Venus Vina Musica" pünktlich zu den Mittelaltermärkten und Burgfesten am Start. Die Spielleute nehmen den Zuhörer mit auf eine musikalische Zeitreise ins 13. Jahrhundert, in deren Mittelpunkt die Odyssee eines fahrenden Spielmanns steht. Er will die indische Tänzerin Sanyogita finden, von der es damals heißt, sie sei die schönste Frau der Welt. Während dieser jahrelangen Wanderschaft bereist er Europa, Nordafrika, Kleinasien und den Fernen Osten. Dabei lernt er nicht nur fremde Kulturen, sondern auch völlig neue Instrumente und Melodien kennen, die er zukünftig in seinen Liedern verarbeiten wird. 800 Jahre später erwecken CORVUS CORAX diese sagenhafte Fahrt zu neuem Leben.
Die Reise beginnt nach einem alten Zauberspruch in der Heimat unseres Helden irgendwo zwischen dem heutigen Deutschland und Ungarn. "Venus, Vina, Musica" ist gewissermaßen seine persönliche Hymne, denn wie alle Spielleute ist er kein Kind von Traurigkeit. "Tuska" ist an die Musik der Zigeuner angelehnt, die dem Spielmann immer wieder begegnen und einen Teil des Weges mit ihm ziehen. Seine Auserwählte ist ebenfalls ständig unterwegs, daher hört er die unterschiedlichsten Berichte, wo sie gesehen worden wäre. So verschlägt es ihn in den südlichen Balkan, wo er bei einem Saufgelage die Melodie "Katrinka" kennenlernt. Wenige Monate später in der Bretagne kommt ihm die Idee zu "Terzio". Die weitesten Wege führen ihn in den Himalaya, dort unterweist man ihn in die Kunst des Trommelns, während er im arabischen Raum einen Gelehrten trifft, der ihm als Dank für lange Gespräche das Lied "Urmawi" mit auf den schier unendlichen Weg gibt. Im Land seiner Träume, dem Geburtsort seiner Angebeteten, entdeckt er indische und tibetanische Klänge, aus denen er das Lied "Sanyogita" komponiert. Die Weise "Lamentatio Coelibatus" lernt er unter besonderen Bedingungen kennen. Er ist eine Weile mit einigen Mönchen unterwegs, die zu seinem großen Unverständnis Probleme mit seinem ausschweifenden Leben haben. Immer wenn sie durch sein schlechtes Vorbild von der Fleischeslust ergriffen werden, singen sie ein altes, von Augustinus überliefertes Lied: die Klage über die Enthaltsamkeit, "Lamentatio Coelibatus". Ob unser wackerer Fahrensmann am Ende seine Prinzessin gefunden hat ist nicht überliefert.
CORVUS CORAX gelingt es mit Dudelsäcken, Trommeln und Instrumenten aus den verschiedenen Ländern, die Reise des Spielmanns lebendig werden zu lassen. Mit entsprechender Phantasie enstehen Bilder von fernen Welten vor dem geistigen Auge. Bei einigen Liedern ist Oliver Pade von FAUN an der Harfe zu hören. "Venus Vina Musica" bedeutet "Lust Wein Musik". Die Musik dazu liefern CORVUS CORAX, um den Rest muß sich jeder selbst kümmern.
Tracklist:
Lineup:
01. Anti Dolores Capitis
02. Venus Vina Musica
03. Urmawi
04. Tuska
05. Qui Nous Demaine
06. Bibit aleum
07. Katrinka
08. Terzio
09. Feralis Saltare
10. Sanyogita
11. Scotus
12. Lamentatio Coelibatus
8.0 Punkte von Armin (am 02.07.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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