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 Chris Caffery (USA) "Faces / God damn War" CD

Chris Caffery - Faces / God damn War CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
Kaufwertung für Euch:
Eine Kaufaufforderung :)!!


Label: Black Lotus Records  (48 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2004   (795 verwandte Reviews)
Spieldauer: 119:3
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: anspruchsvoller Power Metal
Homepage: http://www.chriscaffery.com
Weitere Links: http://www.black-lotus-recs.com
 Leserwertung
9 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Chris Caffery:
REVIEWS:
Chris Caffery W.a.r.p.e.d.
Chris Caffery Faces / God Damn War
Chris Caffery Pins And Needles
Chris Caffery House Of Insanity
INTERVIEWS:
Chris Caffery - Metal Is Always Underground!
Mehr über Chris Caffery in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Savatage sind längst eine lebende Legende. Die wohl herausragendste Band im progressiven Power Metal Bereich ist jedoch leider nicht sehr releasefreudig. Viele Nebenprojekte der einzelnen Mitglieder und vor allen Dingen das Trans-Siberian Orchestra halten die Amerikaner davon ab, endlich ein neues Album zu veröffentlichen. Man denke nur einmal: Zachary Stevens Nachfolger Damond Jiniya ist bereits seit März 2001 in der Band und hat noch nicht ein Album für die Jungs aus Florida eingesungen. Sei’s drum. Die Savalegions können sich bis zum nächsten Longplayer nun erst einmal mit einem ordentlich langen Soloalbum des Übergitarristen Chris Caffery trösten. Der sprüht derartig vor Kreativität, dass er gleich eine Doppel CD veröffentlicht. Eine CD, die es durchaus in sich hat. Doch blicken wir zunächst ein wenig in die Geschichte.
Am 17. Oktober 1993 starb Christopher Michael "Criss" Oliva. Für mich und viele andere war er der größte Metal Gitarrist aller Zeiten. Sein ungewöhnlicher, einzigartiger Stil verzückte uns auf so klasse Alben wie „Hall of the mountain king“, „Gutter ballet“ oder „Ege of thorns“, die in keinem Metal Regal dieser Welt fehlen dürfen. Savatage überstanden den Schock und den Schmerz. 1994 veröffentlichten sie mit Alex Skolnick „Handful of rain“. Diese CD ist wie jede der Amerikaner eine Hammerscheibe. Aber sie schlägt etwas aus der Reihe. Skolnick ist ein wunderbarer Gitarrist, genial in seinem Spiel und überlegen in seiner Technik. Doch sein charismatischer Umgang mit den sechs Saiten unterscheidet sich sehr von dem Spiel eines Criss Oliva und ist eigentlich nicht das, was ich bei Savatage hören möchte. Ein Jahr später erschien das Konzeptalbum „Dead winter dead“ und nun waren es zwei Fingerartisten, die die Lücke, die der Tod von Criss hinterließ, füllen wollten: Al Pitrelli und ein Herr namens Christopher Caffery. Dieser war bereits ein alter Bekannter. 1987 zählte er noch nicht ganz zwanzig Lenze. Paul O’Neill himself versuchte sich bei „Hall of the mountain king“ gerade an seiner ersten Produktion und arrangierte ein Meeting zwischen Chris und der Band. Die war gerade auf der Suche nach einem zweiten Gitarristen für die bevorstehende Tour und hatte wohl eigentlich schon jemanden im Auge. Chris machte sich dennoch auf den Weg von New York in den Süden und suchte eigenmächtig den Savatage Proberaum auf. Er muss die vier mächtig beeindruckt haben, denn kurze Zeit später ging er mit der Band auf Tour. So recht Fuß fassen konnte er nicht und verließ die Gruppe bald. 1989 klopften Savatage erneut an und baten ihn, die „Gutter ballet“ Tour zu unterstützen. Doch mit dem festen Einstieg wurde es wieder nichts. Nach dem Tod des Gitarrengottes Criss Oliva nahmen Jon Oliva und Caffery 1994 das markante Dr. Butcher Album auf. 1995 steigt Chris dann entgültig bei Savatage ein und ist seitdem aus dem gesamten Bandumfeld nicht mehr wegzudenken. Mit den Jahren strampelt er sich frei, entwickelt einen beeindruckenden Gitarrenstil und kann sich sogar erfolgreich der Herausforderung stellen, Criss Olivas Parts auf den Livekonzerten zu meistern. Ich erinnere mich allzu gerne an diverse Gänsehautmomente beim Summer Metal Meeting in Berlin oder dem Wacken Open Air. Momente, die Chris mit seinem einzigartigen Spiel entscheidend mitprägte.
Doch kommen wir nun endlich zu dem Grund dieses Schreibens: „Faces“ ist ein Klassealbum geworden. Caffery wird unterstützt von Dave Z am Bass (Trans-Siberian Orchestra), Jeff Plate an den Drums (Savatage, TSO) und Paul Morris an den Tasten (Rainbow, Doro). Tja, und den Gesang übernimmt der Maestro persönlich. Dabei gibt er ein überraschend gutes Bild ab. Besonders seine rauen Töne kommen energiegeladen und heavy rüber. Doch auch mit seinem cleanen Gesang muss er sich nicht verstecken. Natürlich reicht er an die drei Megashouter, die sich über die Jahre bei Savatage verdient gemacht haben, nicht heran. Aber Respekt. Und wenn der Meister zum Solieren ansetzt, bleibt einem sowieso nur der genüssliche Zungenschnalz. Das tut er im übrigen für ein Soloalbum eines Gitarrenhelden erfreulich selten. Bei Caffery stehen die Songs als Ganzes im Mittelpunkt. Wir haben es hier nicht mir der Griffbrettonanie eines Egozentrikers zu tun. Danke dafür.
Die Songs auf „Faces“ spiegeln viele Facetten von Cafferys musikalischer Seele wieder. Energiegeladene Power Metal Kracher („The mold“, „Faces“), zügige Stampfer („Fade into the X“, „Evil is as evil does“), und akustische Klänge („Bag o’Bones“, „Music man“) bilden den soliden Rahmen für Cafferys Solokünste. Das nervige „Pisses me off“ stellt eigentlich den einzigen Ausfall der Scheibe dar. Manchmal klingen die Stücke sogar ein wenig nach Savatage, wie in „Fade into the X“ oder „Remember“, obwohl Caffery in diesen Momenten etwas sanfter zu Werke geht als seine Hauptband. Mit „Life, crazy life!!!“ und “The fall” sind auch zwei Rocker vertreten, die mir persönlich nur mäßig zusagen, aber im großen und ganzen in Ordnung sind. Herausragend ist das megagewaltige „Abandoned“ und die Ballade „Never“, die es durchaus auch auf das „Streets“ Album geschafft hätte.
Nach einem Durchlauf von einer wirklich stattlichen Spieldauer von fast 77 Minuten ist jedoch die letzte Note noch lange nicht gespielt. Mit dem Bonus „God damn war“ geht Caffery in die nächste Runde. Diese zweite CD ist ein Konzeptalbum zum Thema Krieg und ebenso wie „Faces“ sehr gelungen. Ich möchte hier keinen einzelnen Song herausstellen, denn das Werk steht als ganzes. Ich bin ziemlich begeistert von dem Teil und möchte empfehlen, die Songs per Kopfhörer zu genießen, denn Caffery gelingt es hier wirklich, den Hörer einzufangen und ihn mit seiner kritischen Sichtweise zum Nachdenken zu bringen. Man wird hier wirklich mit dem ganzen Elend der Gewalt und des Hasses konfrontiert und so schnell nicht wieder entlassen. Die Musik ist deutlich härter als auf der ersten CD und schlüssig komponiert.
Der Ausnahmegitarrist liefert hier eine Vollbedienung ab. Das Album wird irgendwann im September erscheinen. Vorher gibt es aber noch eine Single Auskopplung. Die CD gibt es dann als normale Doppel CD, Doppel Digi Pack, Doppel CD in Lederhülle und als Ulta Limited Edition in einem Holz / Metall Case. Wer es braucht... Auf jeden Fall kommt auch eine Tour und Wacken 2005 scheint bereits gebucht. Das heißt dann wohl, es wird noch etwas dauern mit einer neuen Savatage CD.


 
9.0 Punkte von Christian (am 01.08.2004)
 
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[ Seit dem 01.08.04 wurde der Artikel 6491 mal gelesen ]
 
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