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 Blind Guardian (Deutschland) "A Twist In The Myth" CD

Blind Guardian - A Twist In The Myth - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Genial!!
 
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Label: Nuclear Blast  (218 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1.9.2006   (1295 verwandte Reviews)
Spieldauer: 51:50
Musikstil: Progressive Metal/Rock   (1175 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Symphonischer, Progressiver Metal
Homepage: http://www.blind-guardian.com
 Leserwertung
7.57 von 10 Punkten
bei 14 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Blind Guardian:
REVIEWS:
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Blind Guardian - Von Der Vergangenheit, über Die Auftritte, Bis Zu Den Aufnahmen
Mehr über Blind Guardian in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Vier Jahr haben Blind Guardian gebraucht, um den Nachfolger von dem kontrovers aufgenommenen "A Night In The Opera" zu veröffentlichen; also alles im Zeitrahmen. Ihr neues, achtes Studiowerk heißt "A Twist In The Myth", und statt auf Nummer Sicher zu gehen und wieder auf massenkompatibleren straighteren Metal zu setzen, haben die Krefelder ihren Sound weiter verfeinert und erweitert. Auch ich gehöre zu den Meckerfritzen, die "ANITO" sehr wenig abgewinnen können und sich nach den alten kraftvollen Guardian zurücksehnen. Die erste Tuchfühlung mit dem neuen Material, in Form der vor ein paar Monaten veröffentlichten Maxi "Fly", war auch extrem enttäuschend. Genau so waren auch die ersten paar Durchläufe von "A Twist In The Myth": Zu viele Chöre, zu progressiv, keine Power in den viel zu hohen Vocals, nichts Mitreißendes, zu viele Keyboards, kein Metal.

Doch dann begann das Wunderbare; das Album fing an zu wachsen und zu wachsen. Mit jedem Durchlauf wurde es spannender und geiler. Gleich der noch relativ heftig metallische Opener "This Will Never End" glänzt durch packendes Songwriting, einem herrlich melodischen Chorus und einem traumhaften, typischen BG-Soloteil. Und auch das folgende "Otherland" erschien immer erhabener, mit ungewöhnlichen, ruhigen Strophen und diesen Sahne-Chören; und das, obwohl er stilistisch sehr in die orchestrale "ANITO"-Richtung geht. Track drei, "Turn The Page", ist ein harmonisches Freudenfest geworden, mit schönen Melodien, zu denen man meint, die Ewoks vom Ende der Episode III die Vernichtung des Todessternes zelebrieren zu sehen. Selbst das verruchte "Fly" entpuppt sich im Albumkontext als packend und schön. Es ist die höchste Spitze der bisherigen Bandevolution, mit einem recht unvorhersehbaren Songaufbau, der mit der Zeit aber immer stimmiger wird. Im wieder festlich melodischen "Carry The Blessed Home" feiert der Dudelsack sein Comeback. "Another Stranger Me" entpuppt sich dann als ziemlich sperrig. Es ist verschachtelt und spannungsgeladen und benötigte bei mir die längste Reinhörzeit. Ich bin schon auf den dazugehörigen Videoclip gespannt. Die Vocals von "Straight Through The Mirror" sind fast unerträglich hoch, doch die geilen Harmonien des Chorus und die ungewöhnliche Gitarrenarbeit in den Strophen wissen mehr als nur zu entschädigen. Zudem enthält dieser Song den schönsten Solopart der Platte. "Lionheart" stellt dann mal wieder den guardianischen Overkill in Sachen mehrstimmigen Vocals dar. Schon die Strophen scheinen mehr Stimmen aufzuweisen als die Refrain-Chöre anderer Genrevertreter; atmosphärisch und gut. Eine mittelalterliche Ballade darf natürlich auch nicht fehlen, und "Skalds And Shadows" entpuppt sich als würdig. Die Melodien und die Stimmung sind wunderbar, und v. a. die Übergänge zwischen den einzelnen Songparts sind besonders fließend und gelungen. "The Edge" erweist sich als ziemlich metallisch, mit diversen hektischen Keyboardparts, garniert mit einem eher ruhigen, natürlich melodischen Chorus. Eher ruhig ist dann auch der letzte Track ausgefallen. "The New Order" ist fast schon etwas zu straight und zahm. Prinzipiell ist der Song zwar saugut gemacht (oh wunder, mit dickem Chorus), doch für den Abschluss eher zahnlos und langweilig. Wenn er verklungen ist, überkommt mich immer ein Gefühl, als würde noch irgendetwas fehlen.

Insgesamt muss ich "A Twist In The Myth" ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Der Sound entpuppt sich mit der Dauer als absolut passend. Es macht sich spürbar positiv bemerkbar, dass Blind Guardian sich in Sachen Aufnahme-Spurverbrauch wenigstens etwas zurückgehalten haben. Die Gesangslinien sind allesamt melodisch und packend, obwohl viel zu hoch. Wieso nur? In tieferen Stimmlagen hat Hansi doch viel mehr Power. Die Instrumentalarbeit stimmt auch. Alles ist tight und spannend gespielt. Der neue Drummer Frederik Ehmke liefert auch eine richtig gute Arbeit ab. Er versteht es tatsächlich neben neuen Akzenten Thomens Stil gebührend zu berücksichtigen. Für den Hörer gibt es sehr viele Sound-Informationen zu verarbeiten, so dass für die Meisten langes Reinarbeiten angesagt sein dürfte. Doch das lohnt sich, denn sämtliche Titel sind atmosphärisch und mitreißend, melodisch und komplex. Die Platte ist eine bunte Tüte, in der es sauviel Leckeres zu entdecken gibt. Das Songwriting ist wirklich weltspitzenklasse (Krefeld!). Die Höchstnote gibt es nur nicht, weil Blind Guardian noch geiler sein können. Es fehlt der arschtretende Powermetal Faktor, der mich in der Vergangenheit so oft hat ausrasten lassen. Ansonsten freue ich mich schon auf die Verkaufsversion des Albums, denn mit den Lyrics in der Hand wachsen Guardian immer noch um eine Stufe. Niemals hätte ich damit gerechnet noch mal ein neues Blind Guardian Album zu lieben, doch nun ist es vollbracht.

 
Tracklist: Lineup:
01. This Will Never End (5:08)
02. Otherland (5:16)
03. Turn The Page (4:19)
04. Fly (5:46)
05. Carry The Blessed Home (4:05)
06. Another Stranger Me (4:39)
07. Straight Through The Mirror (5:51)
08. Lionheart (4:18)
09. Skalds And Shadows (3:14)
10. The Edge (4:30)
11. The New Order (4:50)

12. Dead Sound Of Misery (5:18) (nur LimEd)
 
Gesang: Hansi Kürsch
Gitarre: Andrè Olbrich
Gitarre: Marcus Siepen
Schlagzeug, Percussion, Flöte, Dudelsack: Frederik Ehmke
(Gast) Bass: Oliver Holzwarth
(Gast) Keyboards: Martin G. Meyer
(Gast) Keyboards: Pat Benzner
(Gast) Chöre (The Choir Company): Olaf Senkbeil
(Gast) Chöre (The Choir Company): Rolf Köhler
(Gast) Chöre (The Choir Company): Thomas "Hacky" Hackmann

 
9.0 Punkte von chicken (am 27.08.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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