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 Lost Life Trouble (Deutschland) "Born in Duality" CD

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Überdurchschnitlich
 
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Label: Unstoppable Media  (4 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2006   (1293 verwandte Reviews)
Spieldauer:
Musikstil: Diverse/Stilübergreifend   (529 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: noch nicht ganz Death Metal
Homepage: http://www.lostlifetrouble.com/
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Weitere Infos zu Lost Life Trouble:
REVIEWS:
Lost Life Trouble Born In Duality
Mehr über Lost Life Trouble in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

So, eine neue, junge Band hab ich hier vorliegen (Altersdurchschnitt 18 Lenze). Gegründet 2005 in Rheine, will die Band Life Lost Trouble also die kompromisslose Härte des Hardcore mit den technischen Finessen des extremen Metals verbinden. Das bedeutet nach ihren eigenen Aussagen soviel wie: Eine Melange aus The Black Dahlia Murder, Between The Buried and Me, Hatebreed, Misery Index und Cannibal Corpse soll zu einem Stil verschmolzen werden.

In der Infobeilage zur Band heißt es weiter, man hätte einen neuen Sound, der sich als musikalische Mischung extremer Musik auszeichnet, ohne dabei kopiert oder altbekannt zu wirken. Zu dieser Aussage kann ich vorweg erstmal sagen, dass dem nicht so ist. Der Sound ist nicht neu, sondern in seiner Art schon diverse male gehört. Seltsamer Weise muss ich gerade beim Snaresound des Schlagzeuges beim ersten Song des 4 Trackers zunächst auch mal an etwas Uraltes denken, nämlich an Piledriver. Die hatten damals einen recht nervigen Snaresound und so möchte ich den Snaresound der Drums in diesem Falle auch einmal bezeichnen. Die Gitarren sind vom Sound her gut produziert, allerdings schleicht sich gerade beim letzten Song der Verdacht bei mir ein, dass die Gitarren keinesfalls bundrein sind, denn gerade am Ende des letzten Songs klingts irgendwie etwas schief. Problematisch finde ich bei den Songs zudem den Gesang, der die Sparte Metalcore vielleicht gut bedient, aber zu dem hier vorliegenden Songmaterial undienlich in permanent gleicher Tonart daher geschrien, wird.

Die Songs selber bieten trotz oben erwähnten Makeln viel Abwechslung und sind in ihrer Weise tatsächlich recht eigen. Musikalisch gesehen passiert hier eine ganze Menge und das rechne ich den Jungs hier mal groß an. Noch besser wäre es, sie hätten einen eher zum Death Metal passenden Shouter. Denn sieht man einmal von kleinen Aussetzern ab, haben die Jungs das Zeug dazu guten Death Metal zu spielen. In Punkto Songwriting steht dem nichts im Wege, außer vielleicht auf Dauer ihre eigene Zielsetzung bezüglich ihres angestrebten Stils (siehe erster Absatz).

Der erste Song knallt dann auch recht amtlich und flott daher, abzüglich des Sänger Maluses und der nervenden Snare. Im hinteren Drittel des Songs wird es dann auch noch experimentell und eine kleine Jazzsession wird bestritten. Zwar fragt man sich nach dem Sinn eines solchen Konstrukts in diesem Song, aber wenn die Band auf Dauer weitere Songs schreibt, die diesen eher ungewöhnlichen Aufbau verfolgen, dann wird so etwas in Zukunft sicher schlüssigeren Einzug ins Songwriting halten.

Der zweite Song schlägt ebenfalls gut zu Buche, wirkt in sich aber etwas schlüssiger. Schönes Riffing in mir gefallender uneingängiger Weise.

Das dritte Stück ist ein Instrumental und hier ist es, wie bei vielen Instrumentalstücken: Sowas braucht kein Mensch, wenn es nicht wirklich gut ist. Typischer Füller und Zeitschinder.

Das letzte Stück führt dann wieder die anfänglich eingeschlagene Kerbe fort und wird am Ende sogar ansatzweise schleppend, wäre nicht der Schreigesang, der diesen Weg leider etwas plättet. Zu diesem Song noch einmal kurz zurück zum Sound, der ja eigentlich laut Bandaussage ein eigener sein soll: Mittendrin klingts bei den Gitarren dann sogar ganz kurz wie bei Running Wild in den Frühneunzigern, wobei daran das entsprechende Riff vielleicht auch nicht ganz unschuldig sein mag. Am Ende machen sich die nicht bundreinen Gitarren stark bemerkbar, denn hier klingts dann doch etwas schief und das auch noch auf der Zielgeraden. Schade, aber letztlich kein Weltuntergang.

Fazit: Lost Life Trouble sind im Ganzen gesehen eine gute, ausbaufähige junge Band, die technisch bereits ein gutes Handwerk beherrscht. Sofern es der Band möglich ist, sollte sie sich schnell davon distanzieren, den Versuch zu wagen die Musik ihrer Vorbilder zu einem Stil zu „verschmelzen“ und besser konsequent ihren eigenen Weg gehen. Das bedeutet meines Erachtens: Hardcore Elemente weiter drücken und den Metalcoreeinschlag verbannen. Die Ansätze zu eigenständiger Musik sind vorhanden und könnten fortgeführt werden, wenn sich der Shouter ebenfalls einen eigenen Stil erarbeiten würde. Weder die Musik, noch der dazugehörige Sound können neu erfunden werden, aber sie können verfeinert werden und bis dahin ist es auch noch ein kleiner Weg für die Jungspunde von Lost life Trouble.
Am Ende möchte ich für diesen ersten Gehversuch dann folgende Note erteilen:

6,5 Punkte

Line Up
Timo Lohmann (Guitar)
Nima Naghashzadeh (Vocals)
Roman Balster (Drums)
Philipp Ortmann (Bass)


Zu Erwerben ist das Kleinod direkt über die Band Homepage oder über www.unstoppablemedia.de .

 
Tracklist: Lineup:
1. The Cartel
2. Hass bekommt Gestalt
3. Interlude
4. Welcome to your Tragedy

 

 
6.5 Punkte von Maaak (am 21.09.2006)
 
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musikalischer Background des Verfassers
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4. Forbidden "Twisted into Form"
5. Running Wild "Black Hand Inn"
6. Die erste allgemeine Verunsicherung "Spitalo Fatalo"

[ Seit dem 21.09.06 wurde der Artikel 3250 mal gelesen ]
 
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