Klassischen US Metal präsentieren uns Crescent Shield. Die Band besteht aus einigen durchaus bekannten Nasen: Gitarrist Daniel De Lucie verdiente seine Brötchen einst bei Destiny’s End, während man Sänger Michael Grant vielleicht noch von Onward kennt. Auch Bassistin Melanie Sisneros (ehemals Eden und Sinergy) und Trommler Craig Andersson (Ex-Ignite und Ex-Engine) haben nicht gänzlich unbekannte Gesichter. Die langjährige Erfahrung dieser Musiker ist auf „The last of my kind“ in jeder einzelnen Note zu hören. Crescent Shield präsentieren und erdigen US Power Metal der Marke Omen und frühe Jag Panzer, rau und dreckig in anspruchsvollen Kompositionen mit epischen Momenten verfasst. Etwas ungewöhnlich für diese Art von Musik sind die Ausflüge in mittelalterliche Stilelemente, die jedoch sehr spartanisch betrieben werden und das Album angenehm auflockern („The passing“). Ansonsten muss man schon sehr im alten US Metal verwurzelt sein, um seinen Spaß an „The last of my kind“ zu haben. Mir persönlich fällt das leicht, doch jüngere Power Metal Fans werden an diesem Album zu knabbern haben. Allein die traditionelle Produktion oder der Gesang zwischen Ozzy und J.D. Kimball (R.I.P.) dürfte nicht jedermanns Sache sein. Aber wer weiß? Wer sich darauf einlässt, bekommt vielleicht Lust, danach die alten Helden aus den Achtzigern neu zu entdecken. Die Songs im Gewand der alten Klassiker laden auf jeden Fall dazu ein. Da wären der schnelle Opener „Above mere mortals“, das mystische „Rise of the red crescent moon“, der enorm breit angelegte Titelsong oder der anspruchsvolle Schunkler „North for the winter“, zu dem man durchaus mal einen Krug Met leeren kann. Nicht alles ist gelungen. Die Uptempo Nummer „Slaves to the metal horde“ beispielsweise kann mich gar nicht begeistern, und „The path once chosen“ ist mir etwas zu plakativ. Insgesamt macht so ein Album einem alten Sack wie mir aber jede Menge Spaß. Nehmt das bedrohliche „The great devoid“ als Anspieltipp. Ich finde es unglaublich, wie viel Arbeit in den Songs von „The last of my kind“ steckt und freue mich einfach darüber, dass heutzutage noch jemand Zeit, Geld und Leidenschaft opfert, um solche Musik zu machen.
Tracklist:
Lineup:
1. Above Mere Mortals
2. Slaves To The Metal Horde
3. Rise Of The Crescent Moon
4. Burn With Life
5. The Last Of My Kind
6. North For The Winter
7. The Path Once Chosen
8. The Great Devoid
9. Unfinished Ashes
10. Await The Champion
11. The Passing
8.5 Punkte von Christian (am 19.01.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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