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Classics Blind Guardian (Deutschland) "Somewhere Far Beyond [Remastered]" CD

Blind Guardian - Somewhere Far Beyond [Remastered] - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
perfekt - ein absolutes Meisterwerk!!!
 
Kaufwertung für Euch:
Kauf den zukünftigen Klassiker!!!


Label: EMI  (97 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 15.6.2007   (1418 verwandte Reviews)
Spieldauer: 66:17
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Fantasy Metal
Homepage: http://www.blind-guardian.com
 Leserwertung
8.67 von 10 Punkten
bei 3 Stimmen
 

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Weitere Infos zu Blind Guardian:
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Diskussion zum Review
im Forum

Auf ihrem vierten Studioalbum schaffen Blind Guardian das unglaublich hohe Level des Vorgängers "Tales From The Twilight World" locker zu halten. Verpackt in einem endgeilen Marschall Coverartwork stecken achteinhalbe Lieder, die zusammen eines der besten Fantasy (Metal) Alben aller Zeiten bilden. Wieder ist ein Lied geiler als das andere. Der Opener, "Time What Is Time" beginnt mit einem Akustik Gitarren Intro und geht dann in einen schnellen Banger über, der fast alles hat, was Blind Guardian so geil macht. Feinste Gesangs- und Gitarren Melodien, ein paar dramatische Tempowechsel, treibendes Schlagzeug, treibender Bass und treibende Gitarren. Der Chorus oberfett wie immer, zig Gitarrenleads, die alle eine eigene kleine und passende Randgeschichte zu erzählen haben, und überhaupt gefühlte 10.000 Details und Höhepunkte. Als Sahnehäubchen setzt sich "Time What Is Time" textlich mit "Blade Runner" auseinander; was braucht man mehr zum Glücklich Sein? Genau! Titel Numero zwei, "Journey Through The Dark", auf das im Groben auch das eben geschriebene zutrifft. Nur das die Reise durch das Dunkle noch schneller und rasender ist. Mit "Black Chamber" gibt es dann eine kleine stimmige Verschnaufpause, die nur eine knappe Minute währt und ausschließlich von Piano und Gesang getragen wird. Es ist der perfekte Übergang zum "Theatre Of Pain", mit dem BG für sich stilistisches Neuland erkunden. Es ist orchestral (alles aus der Dose) und pompös angelegt und kommt über das Midtempo nicht hinaus. Im ersten Moment ist es sicher gewöhnungsbedürftig, aber die mitreißenden Melodien lassen auch "Theatre Of Pain" zu einem Ohrenschmaus werden. "The Quest For Tanelorn" hebt den Metalfaktor darauf wieder sachte an, entpuppt sich aber auch als eher getragene Nummer mit viel Atmosphäre und hymnenhaften Chorus. Den Gitarren kann man anhören, dass Kai Hansen hier mitzockt. Textlich lässt zudem mal wieder Michael Moorcock grüßen. Wer an diesem Punkt des Albums ob der etwas ruhigen Ausrichtung der letzten drei Lieder quengeln will, bekommt das Maul umgehend mit "Ashes To Ashes" gestopft. Hier rappelt und es zappelt es nämlich wieder in bester Manier; natürlich wiederum in Hit-Manier. Hit ist die perfekte Einleitung für die folgende Ballade "The Bard's Song: In The Forest", weltweit besser bekannt - ganz schlicht - als "The Bard's Song". Das Lied ist verträumt, entführt den Geist ganz weit weg und ist der maximale Höhepunkt eines jeden BG Konzertes. Es wird wohl täglich auf tausenden großen und kleinen Feiern von vielen Kehlen gesungen. Wenn unser verkackter Planet nicht komplett mit Mann und Maus draufgehen sollte, wird "In The Forest" ein Denkmal für die Ewigkeit sein. Der zweite "Bard's Song", "The Hobbit", natürlich auf Tolkiens Werk basierend, ist eine in Metal gegossene Fantasy Ballade. Genau so entrückt wie sein Vorgänger nur viel aufregender, abwechslungsreicher, und es ist kompositorisch die reifste Leistung des Albums. In nur 3:53 Minuten wird die Hörerin auf eine zauberhafte Reise geschickt, die Höhen und Tiefen hat. Wie fast alles von Guardian: Zum stillen Genießen und zum frenetischen Mitgrölen perfekt geeignet. Danach folgt "The Piper's Calling", das ein schönes Dudelsack Intro zu dem Titelstück "Somewhere Far Beyond" ist. Es ist die längste Nummer und fährt den dicksten, epischsten Chorus auf. Eine Fantasy Geschichte im ganz großen Rampenlicht, mit coolem Dudelsack-Marsch Mittelteil. Ist auch nur angemessen, legt dem ganzen doch Steven Kings Epos um den Dunklen Turm zugrunde.
Auf "Somewhere Far Beyond" stehen also ausschließlich großartige Lieder bei denen Abwechslung ganz groß geschrieben wird. Diese beruht nicht nur auf stilistischer Vielfalt, sondern auch auf der extrem hohen Individualität jeder einzelnen Komposition. Jeder Song ist ein kleines Universum für sich, das sich in seiner Abgeschlossenheit mit nichts anderem vergleichen lassen muss. Im Gesamtvergleich zum bisherigen Schaffen von Blind Guardian, v. a. zu "Tales From The Twilight World" muss man der Band attestieren gereift zu sein. Neben dem wiederum verstärkten Feintuning in Details, wie den noch wuchtigeren Chören und dem klarer akzentuierten Songwriting, wird hier endgültig den ruhigeren Klängen mehr Freiraum gelassen. Mit "Ashes To Ashes", "Time What Is Time", "Journey Through The Dark" und "Somewhere Far Beyond" sind nur vier Songs vertreten, die mehr oder minder von vorne bis hinten durchrappeln. Dem gegenüber steht eine Übermacht gesetzterer Nummern. Extrembeispiele dafür sind "Black Chamber", "The Piper's Calling" und natürlich "In The Forest". Die restlichen Nummern schweben irgendwo zwischen Metal und irgend was Anderem. So manchen wird die ungestüme Wildheit der vorherigen Alben wohl fehlen; selbst der Sound ist viel klarer und glatter geworden. Auf der anderen Seite sprechen genau diese Punkte auch viele Nicht-Metal Fans (und Noch-Nicht-Metal Fans) an. Blind Guardian etablieren sich mit "Somewhere Far Beyond" endgültig als autarke Größe im musikalischen Universum, mit einer Zugkraft, die weit über die des Metalgenres hinausgeht.
Als CD-Bonus finden sich noch drei weitere Songs. Neben der völlig überflüssigen (angeblich) orchestraleren Version von "Theater Of Pain", die nicht viel anders klingt als die normale Version, stehen zwei gelungene Coverversionen. Sowohl "Spread Your Wings" als auch "Trial By Fire" sind nahe an den Originalen von Queen und Satan gehalten und wissen auch mit BG Vibes bestens zu gefallen. Ansonsten passen sie aber gar nicht zum Album und wären als B-Seiten sicher besser aufgehoben.
Die Remastered Edition hat sogar noch zwei Bonustracks mehr, nämlich Demoversionen von "Ashes To Ashes" und "Time What Is Time". Letztere ist eher langweilig; klingt einfach wie das Original mit schlechterem Sound. "Ashes To Ashes" hingegen hat sich vom Demo zur Endversion noch ganz schön gewandelt und birgt spannende Vergleichsmöglichkeiten. Zum Mastering kann ich nur sagen: Der Sound war geil und ist immer noch geil. Ansonsten sind für die neue Edition noch kurze Linernotes von Marcus Siepen und Michael Rensen (Rock Hard) zu verbuchen. Die Lyrics der Eigenkompositionen (von den Demos abgesehen) sind auch wieder enthalten.
Wer das Album schon besitzt kann auf den Neuerwerb getrost verzichten. Alle anderen greifen zu dieser Neuauflage. Damit meine ich auch ALLE anderen, denn "Somewhere Far Beyond" gehört zu den großartigsten Alben der Musikgeschichte, und sollte von aufgeschlossenen Geistern keinesfalls ignoriert werden.


 
Tracklist: Lineup:
01. Time What Is Time (5:42)
02. Journey Through The Dark (4:45)
03. Black Chamber (0:56)
04. Theatre Of Pain (4:15)
05. The Quest For Tanelorn (5:53)
06. Ashes To Ashes (5:58)
07. The Bard's Song: In The Forest (3:09)
08. The Bard's Song: The Hobbit (3:52)
09. The Piper's Calling (0:58)
10. Somewhere Far Beyond (7:28)
11. Spread Your Wings (4:13)
12. Trial By Fire (3:42)
13. Theatre Of Pain (4:13)
14. Ashes To Ashes (demo) (5:36)
15. Time What Is Time (demo) (5:09)

 
Gesang, Bass: Hansi Kürsch
Gitarren, Backing Vocals: Andrè Olbrich
Gitarren, Backing Vocals: Marcus Siepen
Schlagzeug: Thomen (The Omen) Stauch
(Gast) Effekte, Gitarre: Piet Sielck
(Gast) Effekte, Bass bei: Mathias Wiesner
(Gast) Backing Vocals: Rolf Köhler
(Gast) Backing Vocals: Kalle Trapp
(Gast) Scotish and Irish Bagpipes: Peter Rübsam
(Gast) Lead Gitarre auf: Kai Hansen

 
10.0 Punkte von chicken (am 28.08.2007)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
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