Lang, lang ist es her, aber Samael lassen sich nun nicht unterkriegen. Nach vielen Gigs ohne je etwas neues veröffentlicht (ausgenommen DVD) zu haben und einem neuen Label endlich das neuste Werk aus der Schweiz. Und siehe da, die Jungs präsentieren sich von ihrer guten und bekannten Seite. Die Richtung, die mit „Passage“ eingeläutet und mit „Eternal“ bedeutsam weiterentwickelt wurde, findet im „Reign of Light“ anscheinend den derzeitigen Höhepunkt. Zu all der Power, den Electro-Samples und Loops haben die Jungs mehr Melodie und ´Düsterheit´ eingesetzt. Tracks wie u.a. „Moongate“, „On earth“, „As the sun", "Telepath“ sowie „Further“ strotzen nur so vor gelungenen Melodien, dunklen Spritzigkeit und dem Wiedererkennungswert.
Natürlich gibt es hier kein typischen Black Metal der vergangenen Jahre, aber ich glaube, dass Samael die alten Fans der „Blood Ritual“-Zeit bereits vor Jahren verloren haben, wobei sie durchaus viele neue Fans dazugewinnen konnten. Ich selbst hatte ja auch so meine Probleme mit u.a. "Passage" (gehört doch „Ceremony of Opossites“ zu meinem Favorit dieser Combo). Aber ich denke, dass dieses Problem hauptsächlich auf den Einsatz des Drumcomputers zurückzuführen war, denn die dunkle und kraftvolle Ader ist ja weiterhin verfolgt worden und somit vorhanden.
Im Punkto Sound und Produktion haben die Jungs diesmal einen großen Schritt nach vorn gewagt und können eine gelungene Aufnahme präsentieren, die auch noch als Leckerbissen im HDCD-Format abspielbar ist.
Fazit: Ist „Reign of Light“ nun Electro-, Black- oder gar Indie Rock/Metal? Keine Ahnung wie und wozu diese Scheibe in eine bestimmte Schublade gesteckt werden sollte, daher ist es nur als Samael zu benennen und zu behandeln. Hier trifft dunkle Melancholie auf Computersynths und eine röchelnde Stimme, die sehr düster und tight klingt. Das ist Samael anno 2004.
Lange überlegt wie ich diese Scheibe ganz kurz beschreiben soll, doch vielleicht passen hier am besten folgende Worte: Ein sehr gelungener ´Neuanfang´ für Samael!!!
7.5 Punkte von Arturek (am 29.09.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Wenn es sein muss: Death, Gothic, Doom, Grind, 70er Rock, Alternative, Blues, Prog usw!!!
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