Sear Bliss (Ungarn) "The Arcane Odyssey" CD
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Mein Gott, ist das ein geiler Bastard von einem Album !!!
SEAR BLISS aus Ungarn veröffentlichen dieser Tage mit „The Arcane Odyssey“ mittlerweile auch schon ihr sechstes Studioalbum (leider bislang von der einschlägigen Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, aber das könnte sich nun ändern !) und haben nach diversen Labelwechslen nun bei „Candlelight Records“ einen Unterschlupf gefunden.
Das Quintett aus dem südosteuropäischen Land spielt fesselnden epischen Bombast-Black-Metal mit einer Vielzahl weiterer Einflüsse, von welchen die herausragenden räudiger Thrash Metal im Stile der 1980er Jahre und Viking- bzw. Pagan Metal eher neuzeitlicher Prägung sind
Zusammen mit dem absolut genialen Songwriting, einem nahezu perfektem Sound, allerlei Hall- und Klangeffekten bis hin zu getragenen fast schon soundtrackartigen Sequenzen (A Deathly Illusion, Intros von Thorns Of Deception und Omen Of Doom ...), schönen Passagen mit akustischen Gitarren (Somewhere) und klassischen Stampfpassagen entsteht eine nahezu unwiderstehliche und weithin völlig geniale Mischung, die ich vorläufig – und restlos begeistert – als „Modern Black Metal“ bezeichnen möchte (im Forum können ja dann alle Alternativvorschläge machen ...;-))).
Dieses zweite Stück hat es sowieso in sich – das Stück steigert sich crescendoartig in ungeahnte Höhen ... ein tolles stampfendes Schlagzeug gesellt sich zu düsterem Krächzgesang, während Totentrompeten (nicht die Pilze !!) die Apokalypse einläuten – und eignet sich, nicht zuletzt auch wegen seiner omnipräsenten Abwechslung, somit perfekt als Anspieltip.
Aber auch der Rest dieses superben Silberlings hat es in äußerst intensiver Manier mehr als in sich – das Album greift nach dem Zuhörer, packt ihn mit eisigem Griff und läßt ihn so schnell nicht mehr los ...
Thorns Of Deception ist so richtig düster-morbid und hat so eine leichte abgedrehte dissonante Note in gewissen Untertönen, während sich erneut im Hintergrund die schon erwähnten Trompeten austoben dürfen – ich liebe das !!
Steigerung gefällig? - Omen Of Doom ist das wohl beste Pagan Viking Metal-Stück im Stampfstil der neueren BATHORY (Alben „Nordland I + II“) seit langer Zeit und auch hier dürfen natürlich die mittlerweile schon obligatorischen getragenen Trompeten nicht fehlen.
Aber auch dazu gibt es noch – unglaublich aber wahr – eine Steigerung:
Somewhere, das vorletzte Stück auf „The Arcane Odyssey“ ist definitiv nicht von dieser Welt (sic !) – das Stück verursacht sowohl bei voller Lautstärke über die Stadion- (schön wär’s !!) äh Zimmerlautsprecher als auch im Auto und unterm Kopfhörer ganze kaskadiernde Bündel von Schauern – einfach nur absolut genial !!!
Das wunderschöne stimmige Cover ist erneut von dem begnadeten ungarischen Künstler Jozsef Tari gezeichnet worden und zeigt eine Szene aus der alten ungarischen Mythologie, nämlich der Saga von 'Hadak Utja', was soviel bedeutet wie "Straße der Krieger".
Fazit: Die Ungarn haben mit „The Arcane Odyssey“ ein kleines Meisterwerk abgeliefert und – zumindest in meinen Ohren – so etwas wie einen eigenen neuen Stil kreiert.
Wer auf melodischen Black Metal mit nostalgischen Thrash Metal- und eher modernen Viking und Pagan Metal-Einflüssen steht, der kann eigentlich bedenkenlos zugreifen – „The Arcane Odyssey“ ist ein funkelndes Juwel zeitgenösssicher Extremmusik geworden – Hut bzw. Wikingerhelm ab und absolut verdiente 9 Punkte für dieses meiner unmaßgeblichen Meinung nach eines der fünf besten Metalalben 2007 gezückt !!
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Blood On The Milky Way
2. A Deathly Illusion
3. Lost And Not Found
4. Thorns Of Deception
5. The Venomous Grace
6. Omen Of Doom
7. Somewhere
8. Path To The Motherland
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9.0 Punkte von WARMASTER (am 13.10.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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