Endlich ist Marco Kehren wieder da; seine alten Mitstreiter (Giuseppe Orlando – Novembre, Jürgen Bartsch – Bethlehem) ebenfalls weiterhin im Boot. Und erneut erschaffen die Macher eine Atmosphäre, die nur in den dunkelsten Ecken zu finden ist.
Seit etlichen Jahren schon erkennt man, dass Marco sich kaum etwas sagen lässt und somit sein Ding durchzieht. Dies trifft nun auch auf das neuste Werk „Warfare machines“ zu; übrigens, das siebte Album des Holländers. Der wohlbekannte Mix aus Doom, Black, Death und Avantgarde hat es eben in sich und wir bei selten einer Band derart heftig und doomig in Szene gesetzt wie eben hier.
Was ist nun anders? Anders ist vielleicht die Tatsache, sollten einige zum allerersten Mal die Berührung mit Deinonychus bekommen, so würden sie meinen, dass Herr Kehren so einiges aus der dunkeln 90er Jahre Death/Black Metal-Phase abkupfert. Aber denen sei gesagt, dass Deinonychus seit 1992 besteht und eben diesen death-depressiven, suiziden sowie doomig-aggressiven Sound á la Mix aus Pungent Stench, Hollenthon, December Moon und alten Edge of Sanity verinnerlicht. Aber was sollen schon irgendwelche Vergleiche Deinonychus stehen ganz allein für sich!
Nichts desto trotz, beim Track „Napola“ kann man sich einfach dem Gedanken nicht entziehen, dass dieser auch aus einer alten Katatonia/October Tide-Ära hätte stammen können oder bei „False Flag“ so einiges an alte Amon Amarth meets My Dying Bride erinnert. „Nerve Agent“ wiederum zeigt einmal mehr, was wirklich tiefe Growls bedeuten. Alles megadepressiv und aggressiv wie es eben damals im Underground auch gewesen ist. Einfach death-doomig und eben cool. Doch mit dem letzten Track „Morphium“ ist ein abruptes und viel zu schnelles Ende von „Warfare machines“ festzustellen, was für meine Begriffe Fragen nach sich zieht. Es fehlt einfach noch ein gewisser, besonderer und impulsiver Abschluss.
Fazit: Erneut ein besonderer Tipp für all diejenigen, die auf aggressiven Doom stehen und auf jegliche Klischees sowie irgendwelche Trends kacken. Es ist echt traurig, dass diese Band weiterhin so unterbewertet ist. Ein sehr ereignisreiches und effektvolles Album, welches jedoch diesmal leider VIEL zu kurz geraten ist.
Hammertracks und daher Anspieltipps: "Napola“ und "False Flag"!!!
Tracklist:
Lineup:
1. Krematorium
2. Carpet Bombing
3. Manoeuvre East
4. Napola
5. MG-34
6. False Flag
7. Nerve Agent
8. Morphium
8.0 Punkte von Arturek (am 12.11.2007)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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