Nump war für mich bisher noch gar kein Begriff, obwohl die Jungs schon ein Album veröffentlicht haben, welches sehr gute Kritiken eingefahren hatte. Reflections ist nun das 2. Album der Würzburger Alternativ Metaller.
Den Stil der Band zu beschreiben ist alles andere als einfach, denn Nump bewegen sich mit Reflections in einer Grauzone zwischen Rock und Metal. Es ist weder Fisch noch Fleisch aber trotzdem sehr schmackhaft!
Was heißt schmackhaft, der Sound ist einfach genial! Anders kann ich es nicht beschreiben. Seien es die fetten Gitarren, welche, egal ob gezupft, rockend, oder Fear Factory artig, einfach nur scheiss geil klingen. Das hypnotische Drumming sorgt zudem dazu das die Songs einen ganz besonderen „Drive“ bekommen, ohne allerdings den Faden zu verlieren, was bei den verschachtelten Songstrukturen auch sehr wichtig ist, denn Nump lassen eine ganze Menge Alternative und Progressive Elemente einfließen, was die Musik intelligent, abwechslungsreich und oft überraschend macht, da man nicht sofort erahnen kann was gleich wieder für eine Melodie kommen wird. Trotzdem zündet die Platte schon spätestens beim 2. hören.
Als wäre das noch nicht genug ist die Band auch noch durch Sänger Christian mit einem wirklichen Ausnahmesänger gesegnet, welcher mich zum Teil stark an „Poets of the Fall“ erinnert aber trotzdem noch sehr eigenständig wirkt. Seien es ruhigere Songs wie „Depression“, rockigere wie z.B. „Inside“, härtere wie das Nu-Metal artige „Fuck Perfection“, das akustische „Who are you“ oder das progressivere „Bridge to Light“, der gute Mann kann wirklich sehr viel und das ganze erschreckend gut. Die Band hängt dem natürlich in keinster Weise hinterher.
Auch besonders erwähnen sollte man das tolle Songwriting, welches nicht einfach nur dahinplätschert, sondern den Songs eine Seele verleiht. In der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit.
Bei allen Lobeshymnen gibt es aber auch ein wenig zu bemängeln. Wenn die Songs eine härtere Linie einschlagen schwächelt der Gesang ein wenig hinterher. Allerdings merkt man das nur, wenn man wirklich darauf achtet. Die Produktion ist gut geworden, hätte aber auch noch ein wenig besser sein können. Zudem ist die Platte an einigen Stellen doch etwas eigenwillig, was dann beim hören ein wenig „kantig“ wirkt, wie z.B. der Übergang zwischen „Depressions“ und „Fuck Perfection“. Leider mangelt es auch an einem Song, welcher die Band einfach unsterblich machen würde. Die Songs sind zwar alle super, aber es fehlt einfach DER geniale Ausnahmesong.
Wer darüber hinwegsehen kann, erhält eine wirklich klasse und vor allem abwechslungsreiche Alternativ-Metal/Rock CD.
Fazit
5 Buchstaben: SUPER!
Wer intelligenten Rock UND Metal mag kommt an dieser Scheibe nicht vorbei. Also gleich mal auf der Myspace Seite der Jungs reinhören (http://www.myspace.com/nump1) und bei gefallen die CD ordern. Diese ist übrigens mit 55min Spielzeit angenehm lang und kommt im tollen Digipack daher. (Das freut auch mal den Rezesenten, wenn er nicht nur ne Papphülle bekommt! ;-)
Ohne Frage 9 Punkte.
Anspieltipp: „Judgement Day“ und „Bridge to Light“
Lineup
Vocals: Christian
Guitar: Thorsten
Guitar: Sebastian
Bass: Kai
Drums: Jochen
Tracklist:
Lineup:
1. Bridge to the light
2. Inside
3. Interlude
4. So rough
5. Depressions
6. Fuck perfections
7. Insomnia
8. Kiss by a muse
9. Who are you?
10. Judgement day
11. Hope
12. Pitying space
9.0 Punkte von Lavalampe (am 18.09.2008)
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Thrash, Rock aller Epochen, Deathmetal, Pagan und Mittelalterrock sowie Posthardcore und Metalcore
X Aktuelle Top6
1. Nump "Reflections"
2. Fear My Thoughts "Isolation"
3. Exodus "The Atrocity Exhibition....Exhibit A"
4. Sodom "Sodom"
5. Volbeat "Guitar Gangsters And Cadillac Blood"
6. Shinedown "The Sound of Madness"
X Alltime-Klassix Top6
1. Blind Guardian "Nightfall in Middle Earth"
2. Exodus "The Atrocity Exhibition....Exhibit A"
3. Boysetsfire "After the Eulogy"
4. Volbeat "Rock the Rebel/Metal the Devil"
5. Iron Maiden "A matter of life and death"
6. Shinedown "Leave a Whisper"
[ Seit dem 18.09.08 wurde der Artikel 2420 mal gelesen ]