Besucher Online
 
Statistik für März 2016
Visits: 107522
PageImpressions: 925005
Statistik und Mediadaten

Banner Werbung bei Metalglory
 
Reviews () alphabetisch:         0..9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 Alestorm (Schottland) "Leviathan" MCD

Alestorm - Leviathan - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Sehr Gut!
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufempfehlung!


Label: Napalm Records  (241 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 9.1.2009   (1359 verwandte Reviews)
Spieldauer: 17:43
Musikstil: Heavy/Power Metal   (1874 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Nautic Fantasy Metal
Homepage: http://www.alestorm.net
 Leserwertung
0 von 10 Punkten
bei 0 Stimmen
 

Um selbst abzustimmen bitte einloggen!


Weitere Infos zu Alestorm:
REVIEWS:
Alestorm Captain Morgans Revenge
Alestorm Leviathan
Alestorm Back Through Time
Alestorm Sunset On The Golden Age
Mehr über Alestorm in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Was macht ALESTORM eigentlich so geil? Eine gute Frage, die gar nicht mal so leicht zu beantworten ist. Sind es sägende Heavy Metal Gitarren? Nein, gewiss nicht, denn der Gitarren klingen eher dürftig, und ausgefeilte, womöglich noch harmonische Läufe sucht man vergebens. Dann ist es vielleicht der tolle Sänger? Nein, nein, also ganz gewiss kann das doch nicht an diesem Sänger liegen. Singen kann man das eh nicht nennen, der spricht eher laut mit kehliger Stimme so dolle er kann ins Mikrofon. Genau genommen ist das der schlechteste Sänger, den ich seit Ewigkeiten ertragen musste. Ist es die tolle Keyboarduntermalung? Was, dieses Nightwish-Gedudel für Arme soll den Reiz ausmachen; völliger Quatsch; zusammen mit dem Ziehharmonika-Gequäke wollte ich beim ersten Hören die Keys ganz weit weg in die Wüste jagen. Ich hab's! Dann ist es doch ganz bestimmt das ausgefeilte Songwriting, oder? Nein, nein und nochmals n e i n! Fast jeder Song birgt Parts, die dünn und/oder überflüssig sind. Und ansonsten ist da einfach nichts ungewöhnliches in den Songmustern. Unterm Strich sind ALESTORM nicht mal im Ansatz ernstzunehmender Rock'n'Roll. Sind ALESTORM also doch nur eine überflüssige Combo, und die Heerscharen an Fans, welche die Band seit dem Erscheinen ihres Debüts im Januar 2008 hinter sich versammelt haben irren alle? Gottverdammt, nein, ALESTORM sind einfach das grandioseste was auf die True Fantasy Seefahrt Welt seit Äonen losgelassen wurde!! Hä, aber wieso denn nur? Weil die Typen Partyalarm sind!! Die fegen wie SCOOTER durch's Altenheim!! Die preschen mit der zehnfachen Menge an Adrenalin vor, als es der Titelsong der Muppet Show in der Grundschule auslösen könnte!! Es sind einfach die geilen Piratenchöre, die von Rum, Weibern und Abenteuern künden. Die instrumentalen Zwischenparts und die Strophen halten einen nur launig hin, bis der nächste Killerrefrain erneut das infantile Toben im kleinen Metallerhirn auslöst. Und wenn zwischen den Chören aus dem Keyboard mal eine epische Soundtrackwand kommt, wird man halt träumerisch und pathetisch, und bevor man merkt, was für einem Quatsch man gerade aufsitzt, kommen auch schon die Galoppergitarren und treiben einen zusammen mit dem prügelnden Schlagzeug zum nächsten Chorus, und dann will man sowieso nur noch singen, saufen, kopulieren und auf große Fahrt gehen. Und deswegen bekommen ALESTORM für die popeligen vier Songs dieser EP auch fette 8,5 Punkte verpasst, mehr als kürzlich GRAVE DIGGER, die handwerklich und soundtechnisch deutlich professioneller zu Werke gehen; na und!? Die wecken halt nicht das Kind in mir!

Nun zu den Songs: Der Titeltrack "Leviathan" dreht sich natürlich um das sagenhafte Seeungeheuer, dessen Hort von ein paar unverfrorenen Seeräubern ausgeräumt werden soll. Dazu gibt es a bisserl pompösen Keyboard-Orchester Bombast, und ansonsten jede Menge Alarm, mit treibenden Gitarren und jeder Menge grölender Seeleute, denen sich anzuschließen jede lauschende Seele einfach trachten muss. Und eigentlich machen sogar die Keyboard und Gitarrensolo Passagen Laune, doch das geilste ist eben das Gegröle. Dann kommt Track 2, "Wolves Of The Sea", und der geht gleich zu Beginn mit einem fetten Piratenchorus in die Vollen; und alles wie gehabt: Man hat drei Sekunden Zeit sich über den Mut zum Grölen auf diese simple Melodie zu wundern (die J.B.O. wie ernste, freudlose Progmetaller erscheinen lässt), in den nächsten drei Sekunden ext man dann sein Bier leer (aargh, oder verbrennt sich am Bronchialtee, den man leider trinkt) und weitere drei Sekunden später grölt man lauthals das "Hei, hei hei" und "Ho, ho ho" des Chorus mit, der gottseidank ca. 50 mal im Song wiederholt wird; yeah "We will steal the show, Jolly Rogers go". Heiser geht es dem Song Nummer 3 entgegen, "Weiber und Wein". Hey cool, die Schotten krakeelen auf deutsch, und mann, mann, mann, das ist ja einfach die eingedeutschte Version von "Wenches & Mead" des Debüts, wie praktisch, dann kann ich ja sofort mitsingen: "Ein Weib an der Seite, ein' Krug an der Hand. Das bringt jeden um den Verstand. So sitz ich hier mit Weib und sing'. Und trinke bis ich trunken bin. Ich will mehr Weiber, mehr Weiber und Wein. Viele Weiber, ja das muss sein." Na wie geil ist das denn. Manchmal sind die schönen Dinge so einfach. Im Abschlusstrack "Heavy Metal Pirates" geht es dann nach lyrisch bester True-Klischee Manier weiter durch nautische Gefilde ("Our cutlasses are true"). In diesem Song spielt das Schifffahrtsklavier eine frech debile Anlehnung an "What should we do with a drunken sailor", die im ersten Moment schon etwas peinlich, doch ab dem zweiten Moment auch schon wieder cool wirkt und die freudige Degeneration des Resthirns noch beschleunigt. Tja, und irgendwie erweckt die Instrumentierung dann doch ein ganz spezielles Feeling.

Was freu ich mich schon auf die gemeinsame Tour mit GRAVE DIGGER, obwohl ich jede Wette eingehe, dass das Soundgetöse von ALESTORM bestimmt wieder genau so matschig wird wie in Wacken. Aber das ist ja auch so was von scheißegal, solange ich die Texte zusammen mit einem großen Haufen weiterer Verrückter mitgrölen darf, und ich erwarte viele, viele Fans, die hauptsächlich wegen ALESTORM das Konzert besuchen. Aber bis es soweit ist, schmeiße ich noch einmal "Leviathan" rein, hänge mich mit einer Hand an mein Hochbett, und mit der anderen Proste ich den schottischen Metalmatrosen zu, die mich daran erinnern, warum ich damals von NENA auf HELLOWEEN und RUNNING WILD umgestiegen bin (während ich mir einzubilden versuche, in meiner Teetasse wäre Grog). Cheers!!

 
Tracklist: Lineup:
01. Leviathan (6:04)
02. Wolves Of The Sea (3:33)
03. Weiber Und Wein (3:43)
04. Heavy Metal Pirates (4:23)
 
Gesang, Keyboards: Christopher Bowes
Bass: Dani Evans
Bass: Brendan Casey
Gitarre (Tracks 1+2): Lasse Lammert
Gitarre (Tracks 3+4): Gavin Harper
Schlagzeug: Migo Wagner
Schlagzeug: Ian Wilson

 
8.5 Punkte von chicken (am 20.01.2009)
 
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:

Deine Meinung zu dem Review:

benachrichtigt mich, wenn auf meinen Beitrag eine Antwort geschrieben wurde.
 
Du musst angemeldet und eingeloggt sein, um Deine Meinung zu dem Review zu posten!
Noch kein Account bei Metalglory?! - Anmelden!


musikalischer Background des Verfassers
Hauptsächlich Metal und 60er/70er Jahre Rock. Daneben alles Mögliche (z.B. EBM, Soundtracks, Folk, diversen Jazz Kram & Krautrock) und manches Unmögliche (z.B. Aqua, Madonna, Torfrock, Björk & Doris Day).
X   Aktuelle Top6
1. Alestorm "Leviathan"
2. Grave Digger "Ballads Of A Hangman"
3. Saxon "Into The Labyrinth"
4. Band Of Horses "Cease To Begin"
5. AC/DV "Black Ice"
6. Opeth "Watershed"
X   Alltime-Klassix Top6
1. Rush "Grace Under Pressure"
2. Böhse Onkelz "Adios"
3. ELP "Brainsalad Surgery"
4. The Fair Sex "Bite Release Bite"
5. Scooter "Encore The Whole Story"
6. Chroma Key "Dead Air For Radios"

[ Seit dem 20.01.09 wurde der Artikel 4782 mal gelesen ]
 
Einloggen bei myGlory
  Benutzername:
  Passwort:
Auto-Login
  Noch kein Account?! Anmelden!
Die aktuelle Umfrage:
Welchen Metal-Stil favorisierst Du?
  Black Metal
  Death Metal
  Gothic (Metal)
  Doom Metal
  Hard Rock
  Hauptsache Core
  Nu Metal
  Power Metal
  Progressive (Metal)
  Thrash Metal
Um selbst abzustimmen bitte einloggen!
Die neuesten Reviews:
Neue Webseite endlich online
Turbobier Das neue Festament
Foreign Diplomats Princess Flash
Deaf Havana All These Countless Nights
Chrome Molly Hoodoo Voodoo
Sunterra Reborn -EP
Dethrashion Assault Bombardment
Tschaika 21/16 Tante Crystal uff Crack am Reck
The Shiver The Darkest Hour
Yiek The Drive
Die neuesten Interviews:
J.B.O. - 03.01.2017
Running Wild - 05.10.2016
Lacrimas Profundere - 01.10.2016
Vicious Rumors - 08.07.2016
My Jerusalem - 28.06.2016
Die neuesten Artikel:
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
PURE STEEL RECORDS und KARTHAGO RECORDS haben fusioniert! - 03.01.2011
Metalforum Osthessen e.V. sucht Bands für Konzerte - 26.10.2010
Verlosung - 26.10.2010
KONZERTERLEBNISSE - 12.08.2010
Peter Steele - ein Rückblick auf sein musikalisches Vermächtnis - 21.04.2010
Die neuesten Live-Berichte:
Caliban, Suicide Silence, Any Given Day, To the Rats and Wolves - 22.12.2016
LIEDFETT, kAPEllE PEtra, elfmorgen - 2016 - 20.12.2016
Ruhrpott Metal Meeting 2016 - 15.12.2016
Die neuesten Live-Vorberichte:
Vorbericht: Svbway to Sally - Ekustik-Projekt NEON 2017 - 11.01.2017
Vorbericht: Night Of The Progfestival 2017 - 09.01.2017
Vorbericht: FAUN – MIDGART - Tour 2017 - 09.01.2017
Die neuesten Galerien:
Open Air Festival M´era Luna vom 10. bis 11.08.2013 in Hildesheim - 14.08.2013
With Full Force 2013 - 28.07.2013
Darkmoon-Festival 2013 - 24.07.2013
Die neuesten Links:
Second Roses Online Shop Frankfurt
Morgzine - An Independent Brutal Death/grind Fanzi
Deadwebzine - Extreme Metal Guide And Metal Web Pr
All Metal Lyrics
All Metal Videos

© 2004 Metalglory.de - Alle Rechte vorbehalten   |   Haftungsausschluss   |   Impressum   |   Statistiken   |   Werbung   |   Version 5.1.8