Seit dem Weggang von Tarja bei Nightwish klafft im Symphonic Gothic Metal Genre eine große Lücke, was Bands mit weiblichem Operngesang angeht. AMBERIAN DAWN aus Finnland schicken sich an, diese Lücke gekonnt auszufüllen, und legen mit ihrem zweiten Album „The Clouds Of Northland Thunder“ ordentlich nach. Wo das Debütwerk „River Of Tuoni“ noch an der kurzen Spielzeit krankte, und die Songs etwas „gebremst“ daher kamen, kann man jetzt gut und gerne von einer satten Steigerung reden.
„The Clouds Of Northland Thunder“ stellt diesmal weniger Frontfrau Heidi Parviainen in den Mittelpunkt, sondern mehr die Songs, was dem Werk tatsächlich zugute kommt. Nicht, dass Frau Parviainen sich nicht sehen lassen kann, vielmehr ist es das Songwriting, was jetzt im Vordergrund steht. Gleich zu Anfang schlagen die Finnen mit „Incubus“ den richtigen Weg ein. Symphonische, bombastische Klänge untermalen den glasklaren Gesang von Heidi. Super gelungen ist auch „Kokko – Eagle Of Fire“. Eingängiger Refrain, tolle Melodie – insgesamt eine sehr radiotaugliche Nummer, die einfach toll ins Ohr geht. In diesem Stil sind auch die meisten anderen Songs des Albums gehalten. „Morning Star“ und „Sons Of Seven Stars“ sind aufgrund des dezenten, aber dennoch präsenten Keyboard Einsatzes noch hervorzuheben.
Auf Dauer hätte es aber doch etwas weniger opernlastig sein können. Nach fünf / sechs Tracks fängt der gewollt hymnische und epische Gesang leider an, zu nerven, was aber zum Glück von der großartigen Instrumentalarbeit aufgefangen wird. Fans wissen aber, worauf sie sich hier einlassen und werden mit AMBERIAN DAWN einen würdigen Nachfolger der alten Nightwish finden. Im direkten Vergleich mit „River Of Tuoni“ ist das Zweitwerk von AMBERIAN DAWN sicher ein Gewinn, was Kompositionen, und Professionalität angeht.
Fazit: Die Steigerung ist da, und das muss man den Finnen wirklich zu Gute halten: Kompaktes und Abwechslungsreiches Album für Symphonic-Gothic Metal Fans.
Tracklist:
Lineup:
1. He Sleeps In A Grove
2. Incubus
3. Kokko - Eagle Of Fire
4. Willow Of Tears
5. Shallow Waters
6. Lost Soul
7. Sons Of Seven Stars
8. Saga
9. Snowmaiden
10. Lionheart
11. Morning Star
12. Birth Of The Harp
7.0 Punkte von Shylock (am 26.07.2009)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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