Nach einem wunderbaren Konzert im Musikzentrum in Hannover am 10.10.09, bei dem eben Odeville mit ihren Songs von „i am tourist“ für den australischen Musiker Hugo Race & The True Spirit eröffnen durften und ich sie dadurch das erste Mal überhaupt zu Gesicht bekommen habe, samt dem Bandnamen versteht sich, habe ich nun das Vergnügen mir dieses Debütalbum im Digipak anzutun. Vergnügen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Wie schon beim Konzert, ist es nicht sonderlich leicht diese „Sphären“ in Worte zu fassen. Was diese Jungs aus Stade/Hamburg in ihrem fast siebzigminütigem Werk fabrizieren, ist einfach nicht die normale Welt, die man eben täglich um die Ohren gehauen bekommt bzw. auch mal so nebenbei laufen lassen kann (und sollte). „i am tourist“ braucht Zeit und daher auf jeden Fall mehrere Durchläufe. Um dies euch ein wenig näher zu beschreiben, komme ich auf die Einflüsse bzw. Vergleiche zu sprechen. Auch unter den Aspekten, dass man hier natürlich einige Bands als Einfluss nennen könnte und ob es nun wirklich was bringt diese auch nennen zu müssen. Da es sich hier jedoch um eine sozusagen neue Band handelt, wäre es meiner Meinung wiederum nicht sonderlich schlimm zu sagen, dass Fans von Isis, Neurosis, Klimt 1918, Dredg, Oceansize, Porcupine Tree, Toll und Konsorten voll und ganz auf ihre Kosten kommen, wenn sie sich auf die „Reise“ durch dieses Album begeben.
Alternative, Prog, Emo, Shoagaze, Postcore und der übliche Rock, wobei alles sehr ehrlich und auch noch hier und da äußerst melancholisch daherkommt – findet ihr in diesem Album wieder. Aber auch für Elektroexperimente/Samples sind sich diese Jungs nicht zu schade. Das einzige was ein wenig fehlen könnte, sind variable Vocalsparts. Ich will damit nicht andeuten, dass es unbedingt immer Growls sein müssen, die sich mit cleanen Parts abwechseln, aber etwas mehr Abwechslung auf dieser Ebene, würde diesem Album noch das besondere Etwas verleihen.
Anspieltipps: Das gesamte Album – mehrmals hintereinander!
Fazit: …sehr interessant! Man sollte sich Zeit für dieses ereignisreiche Werk nehmen. Eine angenehme Produktion und schönes Coverartwork runden dieses immer wieder neu zu entdeckende Album ab.
Tracklist:
Lineup:
I. amber
II. the ghosteater
III. summerset
IV. pilotics
V. lberate THE LEXICOGRAPHER
VI. Wintersonnenwende
VII. symmetry OF YOUR DEAD ROOTS
VIII. dune
IX. taken refuge IN THE CENTER OF THE MOB
X. i am the abyss AND YOU´LL BE ABSORBED
XI. collect dead pets FROM THE STREET LIKE SHELLS FROM THE BEACH
8.0 Punkte von Arturek (am 18.11.2009)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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