Nachdem ich bereits das letzte Album der schwedischen Exil-Spanier von URBANDUX besprechen durfte und dieses durchaus zu überzeugen wusste, freut es mich, zu hören, dass die Herren auf ihrem neuesten Output „11:11“ anscheinend nicht nur die Qualität halten konnten, sondern sogar noch ein wenig steigern konnten.
„11:11“ bewegt sich wie schon der Vorgänger in einer eingängig-rockigen Sphäre aus Melodic Rock, mit leichtem Alternative-Einschlag und einem Schuss progressiver Ideen. Ab und zu sind sich die vier Mannen zum Glück auch nicht zu schade, kräftig am Rand des Modern Metals zu kratzen und so finden noch immer einige sehr fette Riffs ihren Weg in die melodischen Rocksongs. Bei „Supernatural“ z.B. wird man stellenweise sogar richtig aggressiv und setzt durch kleinere Ausbrüche wie diese gekonnt Akzente in den elf Songs des Albums.
Die Produktion kann sich ohne Weiteres hören lassen, „11:11“ drückt mit dynamischem und gut abgemischten Sound aus den Boxen. Ruft man sich ins Gedächtnis, dass Jens Bogren hier seine Finger im Spiel hatte (PARADISE LOST, SOILWORK, OPETH) erscheint dies jedoch auch nicht mehr wie eine Überraschung.
Man muss URBANDUX also zugute halten, dass sie es geschafft haben, auf den Stärken ihres vorherigen Albums aufzubauen und den Ohrwurm-Faktor sogar noch einen Tick zu intensivieren. Natürlich ist nicht jeder Song auf „11:11“ ein potentieller Hit, Tracks wie der starke Opener „Swan Song“, das melancholisch anmutende „Where the Blind lead“ oder der instrumental stellenweise an TOOL erinnernde Titeltrack „11:11“ wissen aber schnell von den Schweden/Spaniern zu überzeugen.
Ich kann eigentlich nur ein Fazit ziehen, wie ich es bereits beim Vorgänger „The Aftermath“ abgegeben habe: URBANDUX legen auch mit „11:11“ ein gutes Album hin, das es spielend schafft, melodischen Rock mit dicken Riffs und eingängigen Vocals zu verbinden und dazu noch einen Tick mehr von seinen Songs zu überzeugen, als es der Vorgänger ohnehin schon tat.
Lineup:
DemonZ – Vocals
JP – Guitars
Adde Larsson – Drums
Richard M - Bass
Tracklist:
Lineup:
1. Swan Song
2. Supernatural
3. The Devil Inside
4. Where the Blind lead
5. The Getaway
6. 11:11
7. In Cierto
8. Shine on
9. Love to Suffer
10. So real
11. Adios, Goodbye
7.5 Punkte von Gorlokk (am 02.02.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Death, Modern Prog-Rock/Metal, Pagan Metal, Folklore/Neofolk, Black Metal, Neo-Thrash, Düster-Rock und noch viel mehr
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