Bei ”Maiestrit” handelt es nicht um einen einfachen Re-Release, sondern um eine komplette und überarbeitete Neueinspielung des NEGURA BUNGET-Klassikers “Maiastru Sfetnic” aus dem Jahr 2000. In diesem Fall über Sinn und Unsinn von Neueunspielungen zu diskutieren erübrigt sich, den “Maiestrit” macht Sinn, ist doch das grimmigste Kapitel der gesamten NEGURA BUNGET-Historie schon für damalige Verhältnisse mit einem unterirdischen Sound ausgestattet gewesen. Ein produktionstechnischer Totalausfall, welcher die musikalische Qualität dieses Albums kaum zur Geltung kommen lässt.
“Maiestrit” ist die dunkle, undurchdringliche Ursuppe, die bereits den Geist des Außergewöhnlichen versprüht, die NEGURA BUNGET zu den folgenden kreativen und künstlerisch einzigartigen Quantensprüngen “n´Crugu Bradului” (2002) und “Om” (2006) leiten sollte. “Maiastru Sfetnic” war schon zur Zeit seiner Entstehung so unnachahmlich dicht, so atmosphärisch und erhaben und es ist gut, dass es in Form von “Maiestrit” dieser Tage seine Auferstehung feiert, welche diesem Opus nicht zuletzt durch den fantastischen Sound, die Aufmerksam zuteil werden lässt, die es schon im Jahr 2000 verdient gehabt hätte. NEGURA BUNGET lassen einen Teil der eigenen Geschichte in einem, ihr gebührenden Glanze neu erstrahlen und hinterlassen damit gleichzeitig ein einzigartiges musikalisches Erbe.
Es scheint in der Ironie des Schicksals zu liegen, dass das kreative Trio um Hupogrammos, Sol Faur und Negru ausgerechnet während der Arbeiten an ihrem eigenen Vermächtnis auseinanderbrach und seither getrennte Wege geht, Hupogrammos und Sol Faur mit Dordeduh, während Negru das Erbe von NEGURA BUNGET fortführen wird.
Es spricht für die Charaktäre der Musiker und den tiefen gegenseitigen Respekt voreinander, dass man dem Album die Tatsache, dass es die beteiligten Fraktionen sogar getrennt voneinander fertigstellten, zu keinem Zeitpunkt anhört. “Maiestrit” ist von einem unbändigen Spirit und dem Willen nach der Vollendung eines gemeinsam gelebten Kapitels durchzogen, der einerseits durch den Split erloschen ist und dennoch im musikalischen Erbe der “alten” NEGURA BUNGET weiterlebt.
“Maiestrit” ist zweifelsohne auch all jenen ans Herz zu legen, die das Original bereits besitzen, zumal es durch die zwei semiakustischen Instrumentalversionen der beiden Stücke “A-Vint In Abis” und “Plecaciunea Mortii” bereichert wurde.
Optisch in Szene gesetzt wird die künstlerische Hinterlassenschaft von Hupogrammos, Sol Faur und Negru sowohl im Digipack, als auch in einer aufwendigen, auf 1000 Exemplare limitierten Kunstbuch-Edition, welche zusätzlich “Maiastru Sfetnic” auf einer weiteren CD enthält.
musikalischer Background des Verfassers Punk, Metal, Black & Death Metal... Heute höre ich alles, sofern es mich in irgend einer Art und Weise berühren kann...
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