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 Leichenwetter (Deutschland) "Letzte Worte" CD

Leichenwetter - Letzte Worte CD  
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
einfach Gut
 
Kaufwertung für Euch:
Kaufenswert


Label: Metal Axe Records  (12 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2005   (1096 verwandte Reviews)
Spieldauer: 1:00:
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Poetic Gothic Metal
Homepage: http://www.leichenwetter.com
 Leserwertung
9 von 10 Punkten
bei 1 Stimme
 

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Weitere Infos zu Leichenwetter:
REVIEWS:
Leichenwetter Letzte Worte
Leichenwetter Klage
Leichenwetter Zeitmaschine
Mehr über Leichenwetter in der Metalopedia
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im Forum

LEICHENWETTER – ein atmosphärischer Name voller Düsternis, Nebelschwaden, Kälte, grau in grau – es ist unheimlich, LEICHENWETTER eben. Der Name des Albums „Letzte Worte“ wirkt denauso bedrohlich und düster.
Und dazu passend das Booklet morbide gestaltet, alles in Grautönen gehalten, kommt es ausser dem Namenszug völlig ohne Farbe aus. Friedhofsstimmung mit den Grabsteinen der alten deutschen Dichter. Und das hat einen ganz bestimmten Grund: LEICHENWETTER bedienen sich der Texte der alten deutschen Meister der Lyric. z.B. Annette von Droste-Hülshoff, Hesse, Goethe, Heine usw.
Das lässt sehr neugierig auf die Umsetzung der Vertonung werden.
Das Line-up macht deutlich, LEICHENWETTER machen handgemachte Musik.
Numen – Gesang, Rudiator – Elektrik, Dawe – Gitarre & Gesang, Cpt. Loft – Bass, RaweN – Schlagwerk. Bereits 1998 veröffentlichte die Band mit „Nachtwerke“ ihr Debütalbum. 2001 folgte die EP „Schönheit ist rauh“ und 2003 das Album „Urworte“. Auf einigen Samplern sind Songs von LEICHENWETTER ebenso vertreten.

„Letzte Worte“ so heisst nun das aktuelle Album der Band.
„Nur dich“ (Else Lasker-Schüler) beginnt mit stampfenden Rhythmus und der dazu passenden Zeile „mein Herz pocht...“ Auffallend die dunklen Gitarrenriffs, die rockig – rotzig gespielt werden.
Der Text von Annette von Droste-Hülshoff „Letzte Worte“ ist voller Tragik und Sehnsucht, wie aus dem Hintergrund oder Himmel kommend, interpretiert. Somit wird dem Text Tiefe und noch mehr Ausdruck verliehen.
„Verführer“ (Hermann Hesse) wirkt durch die LEICHENWETTER-Interpretation richtig schön irre und wirkt bedrückend, gleichzeitig jedoch von unerfüllter Sehnsucht getrieben. Passend wird Sprechgesang mit grollendem und dann wieder weich und einschmeichelnden Instrumenten und Gesang kombiniert.
„Mutter“ (Albrecht Haushofer) erzählt die Geschichte einer jeden Mutter, die ihren Sohn ins eigene Leben entlässt. Die Strophen werden mit einem Hauch Zärtlichkeit in der Stimme gesungen. Im Gegensatz dazu der richtig hart interpretierte Refrain, rein gesanglich und auch instrumental. Harte Metalklänge, die die eigene Stimmung des Sohnes ausdrücken. Der Text wurde sehr ausdrucksvoll umgesetzt.
Goethes „Grenzen der Menschheit“ wird sehr melancholisch in eine schöne Komposition eingebettet. Dieser Text passt eigentlich in jedes Zeitalter und kann durchaus zum Nachdenken über das Sein und Tun anregen.
Auch das folgende „Mondnacht“ (Joseph von Eichendorff) gefällt in der musikalischen Umsetzung. Die Thetralik wird durch Gesang und Instrumentierung gleichermassen getragen.
Das wohl bekannteste Werk von Heinrich Heine, „Die schlesischen Weber“, ist auch bei LEICHENWETTER der wohl am bestens umgesetzte Song. Meine Deutschlehrerin hätte sich sicher gefreut, dieses Thema uns durch solch eine musikalische Umsetzung näher zu bringen. Die in diesem Song enthaltenen „Deutschland, Deutschland...“-Rufe haben laut LEICHENWETTER rein gar nichts mit einer rechtsradikalen Weltanschauung zu tun. Das glaube ich gerne. Es passt einfach nur sehr gut ins Gesamtbild des Textes.
„Weltende“ ist sehr dramatisch, mit viel Weltschmerz komponiert. Flüsternder Gesang zu von zart bis krachend eingesetzten Instrumenten gibt dem Gedicht von Else Lasker-Schüler einen passenden Rahmen.
Auch das folgende „Im Nebel“ von Hermann Hesse wird dem Text entsprechend wirkungsvoll umgesetzt. Die raschen Tempiwechsel geben dem Song einen ganz eigenen Charakter.
Das „Schnitterlied“ von einem unbekannten Autor passt sich harmonisch in die Folge der bisherigen Lyrics ein. Düster, bedrohlich in Musik und Text, dazu chorale Gesänge und Hardcoregeknüppel, eine absolut umhauende Mischung.
Franz Werfels „ Dort und hier“ bildet den grandiosen Abschluss des offiziellen Albums.

Als Bonus gibt es noch die Club/Radio-Mix-Version von „Verführer“und „Nur dich“als Allisone-Remix. Die Cover-Version von „Jenseits von Eden“ (Nino d`Angelo) bekommt der Hörer zum Abschluss präsentiert.
Alles in Allem ein sehr interessantes Album, das Liebhaber von feinen Lyrics unserer alten Dichter und Freunde der Weltuntergangsstimmung gleichermassen ansprechen wird.
Poetic-Gothic-Metal einer besonderen Qualität, ein absolut hörenswertes Album.
 
7.0 Punkte von Manuela (am 05.03.2005)
 
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