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 Iggy Pop (USA) "Iggy Pop - Open up and bleed" Buch

Iggy Pop - Iggy Pop - Open up and bleed - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
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einfach Genial!!
 
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Label: Heyne Verlag  (24 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2010   (1362 verwandte Reviews)
Spieldauer: 523S
Musikstil: Diverse/Stilübergreifend   (844 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Das bewegnde Leben einer Punklegende in Buchstaben
Homepage: http://www.iggypop.com/
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Weitere Infos zu Iggy Pop:
REVIEWS:
Iggy Pop Iggy Pop - Open Up And Bleed
Iggy Pop Original Album Classics: New Values, Soldier, Party
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Der Heyne Hardcore Verlag bringt seit geraumer Zeit vermehrt Deutschsprachige Übersetzungen von englischsprachigen Biographien auf den Markt. So auch das von Musikjournalist Paul Trynka hervorragend recherchierte und in Worte gefasste Leben des „Godfather of Punk“: Iggy Pop. „Iggy Pop - Open Up and Bleed“ heißt das Werk und wirft einen sehr offenen und schonungslosen Blick auf das bewegte Leben des ehemaligen Stooges Frontmanns.
Paul Trynka hat es geschafft, das exzessive Leben von James Newell Osterberg, aka Iggy Pop, der nach eigenen Aussagen gerne Charles Manson sein wollte, in eine äußerst lebhafte Niederschrift zu verfassen. Und wenn man den Ausführungen in „Iggy Pop - Open Up and Bleed“ glauben schenkt, ist ihm sogar die (nicht immer) friedfertige Seite gelungen:

Das Leben von Iggy Pop ist zweifelsohne der Inbegriff von Sex, Drugs & Rock’n Roll; natürlich alles im totalen Überschuss konsumiert. Aber nicht nur darauf, sonder auch auf die Karriere der Stooges geht Trynka in der Biographie äußerst tiefgründig ein. Über 250(!) Interviews hat er dazu geführt, nur um hier die schonungslose Wahrheit über eine DER Wegbereiter der Punkszene zu offenbaren. „Iggy Pop - Open Up and Bleed“ liest sich dabei über weite teile wie ein Roman, der alle Verderbtheiten an die Oberfläche spült die ein Mensch während des Lebens auf der Überholspur durchmacht: Sex mit minderjährigen, Selbstverstümmelung, psychiatrische Störungen, Drogenmissbrauch, Untreue, Verrat, Gewalt, Tod.
Der distanzierte trockene, aber trotzdem sehr lebhafte Schreibstil der dabei an den Tag gelegt wird, wird dem Mysterium Iggy Pop vollauf gerecht und hievt den Leser mitten in die Szenerie. Kostprobe gefällig? :

[...] Wer hätte gedacht, dass es so weit kommen würde?Es war alles andere als großartig, es war wie im Krieg. Scott Asheton kauerte hinter seinem Ridebecken, das wenig Schutz bot vor dem Geschosshagel, der in seine Richtung prasselte. Von seiner Position am hinteren Bühnenrand hatte er einen hervorragenden Überblick über das, was da im Licht der Scheinwerfer auf ihn zuflog - Whiskeyflaschen, Rumflaschen, schwere schwarze Champagnerflaschen, Gläser, Münzen und brennende Zigaretten. Und da Asheton über sehr gute Augen verfügte, war er in der Lage, seinen Aufpasser John Cole auf die Graspäckchen aufmerksam zu machen, die ebenfalls von Zeit zu Zeit auf der Bühne landeten, damit dieser die Drogen einsammelte und in Scotts Bassdrum deponierte. Er schaute zu Iggy, seinem Sänger und früheren Drogenkumpel, und war zunehmend genervt darüber, dass dieser, wann immer er das Publikum mit einer neuen Hasstirade aufpeitschte, sich bevorzugt in der Nähe des Schlagzeugs aufstellte, was dazu führte, dass die Geschosse in Scotts Richtung geflogen kamen. Er machte Iggy allerdings keine Vorwürfe, schließlich war dessen Zustand noch trostloser als sein eigener....[...]

Iggy, der Unzerstörbare, der sich wie ein Staubsauger alles an Drogen reinzog, was ihm vor die Nase kam. Iggy, der im Verlauf der letzten Monate schon mehrfach von seinem Tourmanager bewusstlos auf die Bühne geworfen und vor zwei Tagen von einer Horde Rocker zusammengeschlagen worden war und sie trotzdem aufgefordert hatte, im Michigan Palace vorbeizukommen. Geistig und körperlich schien er am Ende, aus eigener Schuld und der seiner Umgebung. Ihm war nicht mehr als ein Bruchteil der einstigen Lebenskraft und des strahlend guten Aussehens geblieben. [...]


Trynka geht methodisch und chronologisch durch die Ereignisse in Iggy Pop’s Leben, beginnend mit ersten Band, den Iguanas – die auch Namensgeber für "Iggy" waren. Weiter über die sehr ausführlich beleuchtete Karriere der Stooges Dies ist auch der umfassendste und spannendste Teil des Buches. Selbst der Gig im Palace Michigan 1974 wird derart gekonnt erzählt, das man das Gefühl bekommt mittendrin in der Szenerie zu sein.
Der danach eingeläutete Totalabsturz von Iggy Pop ist dann sicher der erschütternste Teil der Zeitreise. Erst als ein gewisser David Bowie, übrigens Iggys steter Mentor, die Szenerie betritt und Iggy Pop’s Geschichte mit seiner Wiederauferstehung (oder sollte man es Reinkarnation nennen?) weitergeht wird das Buch etwas gemäßigter. Das ist sicher auch der Wandlung des Protagonisten geschuldet, der seine Solokarriere in Angriff nahm und sich nach eigenen Worten zufolge Anfang der Achtziger zu einem "eitlen Junkie" gewandelt hat. Nachdem er mit Bowies Hilfe 1986 seine erste Hit-Single mit "Real Wild Child" landete folgt eine lange Periode der Konsolidierung. Und mit ihm der lahmste Teil des Buches, wenngleich es interessant zu verfolgen ist, wie ein Skandalumwitterter Musiker versucht Akzeptanz zu erhaschen. Aber nichtsdestotrotz interessant....

Mittlerweile ist mir ein Blick in die englische Fassung gelungen, so das ich mit Fug und recht behaupten kann, das die Übersetzer hier ganze Arbeit geleistet haben und eine absolut Überzeugende Übersetzung hinbekommen haben. Lediglich ein paar mehr Bilder hätten es sein können.

FAZIT „Iggy Pop - Open Up and Bleed“ eine teils sehr unterhaltsame, teils schockierende Zeitreise durch das sehr bewegte Leben eines der größten Punkrocker unserer Zeit und für alle interessierten -vom Stooges Fan bis zum Punkrocker- eine Pflichtlektüre. Klasse Buch.



 
Tracklist: Lineup:
• Taschenbuch: 528 Seiten
• Verlag: Heyne Verlag
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3453675665
• ISBN-13: 978-3453675667
• Originaltitel: Iggy Pop - Open up and bleed

 

 
9.0 Punkte von Blizzard (am 11.05.2010)
 
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