Underoath (USA) "(Disambiguation)" CD
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Das Besondere an Underoath war für mich schon immer diese unzugängliche Art, mit der ihr völlig eigenständiger Extremcore aus den Boxen dröhnte . Das sich daran auch bei ihrem aktuellen Longplayer "Ø (Disambiguation)" nichts ändern wird, dürfte klar sein und so holt die christlich motivierte Band ein weiteres mal zum Schlag gegen alle gängigen Musikstandards aus.
Wer noch nie etwas von der Band gehört hat, kann sich ihren Sound am besten als eine Mischung aus breitflächigem Postcore, etwas durchgedrehtem Mathcore und brachialen Krachattacken vorstellen. Dissonante Riffs und wildes Schreien treffen auf atmosphärische Cleanpassagen und melancholische Melodien. Gewissermaßen Chaos mit Struktur, welche einzig durch die unverwechselbaren Vocals von Spencer Chamberlain aufrecht erhalten wird. Seine klare Stimme schafft es in ihrer unheimlich intensiven Art Songs wie dem tolle "Paper Lungs" einen Hauch von Eingängigkeit zu verleihen. Leicht verdaulich ist die Scheibe deswegen aber noch lange nicht. Ich glaube sogar das "Ø (Disambiguation)" noch einen Tick länger zur Entfaltung braucht, als sein Vorgänger "Lost in the Sound of Separation". Das liegt wahrscheinlich darin begründet, dass sich Underoath diesmal vor allem in langsameren, atmosphärischen Gefilden bewegen. Treibende Harcoreausbrüche sind hingegen seltener geworden, auch wenn sie nach wie vor zu finden sind und mit ungeheurer Wucht daher kommen.
Kritiker werden zwar behaupten, dass Underoath schon Besseres abgeliefert haben und dass sie sich nicht mehr weiter entwickeln, aber sind wir doch mal ehrlich: Songs wie "My Deteriorating Incline" oder "In Completion" verschmelzen pure Emotionen wie Wut, Zweifel oder Hoffnung zu einem musikalischen Hochgenuss. Und wozu sollten sich Underoath auf Teufel komm raus neu erfinden, wenn es in ihrem bisherigen Klangkosmos noch so unendlich viel zu entdecken gibt?
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. In Division
2. Catch Myself Catching Myself
3. Paper Lung
4. Illuminator
5. Driftwood
6. A Divine Eradication
7. Who Will Guard The Guardians
8. Reversal
9. Vacant Mouth
10. My Deteriorating Incline
11. In Completion
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8.0 Punkte von Metalrocky (am 20.11.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Vor allem deutschsprachiger Black Metal! Ansonsten bin ich offen für alles.
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