Die NeoThrasher Ektomorf kommen dieser Tage mit einem neuen Album um die Ecke, welches die Ungarn mal von einer anderen Seite als gewohnt zeigt.
Mit „The Acoustic“ hat man eine Platte eingespielt, welche „fast“ ohne Strom auskommt und dennoch richtig heavy klingt. Verarbeitet werden Cover-Versionen (Lynyrd Skynyrd´s "Simple Man" und Johnny Cash´s "Folsom Prison Blues") und eigene Klassiker im neuen Gewand ("I Know Them", "Redemption", "Who Can I Trust", "Stigmatized" und "I´m In Hate"). Zusätzlich gibt es 5 neue Songs, welche speziell für dieses Album gemacht wurden. Akustische und Halbakustische Gitarren, Schlagzeug und die kratzig raue Stimme Zoltán´s bestimmen die Musik auf dem Album. Selbiger kommt das eine oder andere Mal gar clean daher, was gar nicht mal so verkehrt klingt. So z.B. beim LynSkyn Cover „Simple Man“. Ektomorf verstehen es dabei ziemlich gut, wie ich finde, dem Song eine gewisse eigene Note zu verpassen und dennoch den LynSkyn Spirit zu erhalten. Ähnlich verhält es sich bei Johnny Cash´s „Folsom Prison Blues“. Der Song beginnt mit einem kurzen Einspieler der Original Vinyl Version und wird dann in einer sehr coolen Art und Weise; mit leicht „dreckigem“ Gesang vorgetragen. Animiert direkt zur Ansage „play it again man“.
Die Ektomorf Klassiker in ihrer Akustik-Version sind zwar logischer Weise „weicher“ als die Originale, aber deshalb nicht weniger „aggressiv“ und zeigen, nicht zuletzt durch Zoltán´s Schrei-Gesang, wie „brutal“ Akustik sein kann. Bei „Again“ wird dann komplett „nur“ gesungen. Eine ruhige Nummer mit leicht melancholischem Unterton und relativ eingängig. Hier gibt es dann eine der wenigen deutlicheren Stromgitarren in Form eines kleinen Solis.
Auch „Through Your Eyes“ geht in eine ähnliche Richtung, wird zum Ende aber „hoch gezogen“ und klingt richtig aggressiv aus. Das kurze „Fate“ kommt dann mit leichtem Bob Dylan Flair daher und könnte auch als Lagerfeuer Musik herhalten. „Who Can I Trust“, welches auf dem Outcast Album ja schon akustisch dargeboten wurde, gefällt mir hier; mit dem orientalisch angehauchtem Intro noch eine Spur besser.
Produktion und Mix geben keinen Anlass zu meckern und setzten „Acoustic“ wunderbar in Szene.
Fazit: Mit Acoustic fügen die Ungarischen NeoThrasher ihrer Diskografie nicht nur „Das etwas andere“ Album hinzu, sondern beweisen eindrucksvoll das sie mehr als „nur Krach“ machen können. Wer Ektomorf mal von gefühlvoller Seite kennenlernen möchte, sollte hier unbedingt zuschlagen. 9/10 Punkte
Hangok – 1996
Ektomorf – 1998
Kalyi Jag – 2000
I Scream Up To The Sky – 2002
Felüvöltök az Égbe – 2002
Destroy – 2004
Instinct – 2005
Outcast – 2006
What Doesn´t Kill me… - 2009
Redemption – 2010
The Acoustic - 2012
Lineup:
Zoltán Farkas - Vocals/Guitar
Michael Rank - Guitar
Szabolcs Murvai - Bass
Robert Jaksa – Drums
Tracklist:
Lineup:
01. I Know Them
02. I´m In Hate
03. Be Free
04. Redemption
05. Simple Man
06. To Smoulder
07. Folsom Prison Blues
08. Again
09. Through Your Eyes
10. Fate
11. Stigmatized
12. Who Can I Trust
9.0 Punkte von gelal (am 09.02.2012)
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