frames (Deutschland) "In Via" CD
|
|
|
Mit Frames hatte ich ja schon vor einigen Tagen ein Interview für Metalglory führen dürfen. Nun rückt die Veröffentlichung von "In Via" immer näher und ich bin mir mittlerweile sicher, dass sie damit in der Post Rock-Szene für einigen Wirbel sorgen werden. Zumindest ist mir das Album bisher nicht langweilig geworden. Im Gegenteil: Ich höre es nachwievor mit Begeisterung! Wirklich Klasse! Aber genug der euphorischen Worte - lest einfach selbst, was euch erwartet!
Eröffnet wird das Album vom verträumten Klavierspiel des Intros "Entrance", welches den Auftakt zu den ersten Riffkaskaden von "Departure" bietet. Diese werden von dezenten Streicherklängen begleidet, welche sich wunderbar in den Sound einfügen. Der Song fesselt von Anfang an und überrascht schließlich mit einem Auzug aus dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse, welches später im abschließenden "Coda" wieder aufgegriffen wird. Auch wenn es auf dem Rest des Albums Instrumental zugeht, so schaffen es die Lieder dennoch, eine Geschichte zu erzählen. Gespannt lauscht man den Noten, welche sich nach und nach zu Klanglandschaften türmen und vor dem geistigen Auge ein Meer an Bildern entstehen lassen. Frames haben wahrlich nichts verlernt, sondern ihr Handwerk weiter verfeinert und mit Bravour die Meisterprüfung bestanden! Auf "In Via" klingt alles noch einen bisschen durchdachter und reifer, aber auch nachdenklicher als beim Vorgänger. Die Streicher werden akzentuierter und dafür umso passender verwendet. Auch die bandtypische Eingängigkeit der Hauptmotive ist weiterhin erhalten geblieben.
Neben dem Feintuning an alten Stärken, sind jedoch auch Änderungen an der musikalischen Ausrichtung zu erkennen. Zum einen wurde der 70er Prog-Anteil wesentlich reduziert. Fühlte man sich bei "Mosaik" noch gelegentlich an die alten Helden des Genres erinnert, so bleiben solche Vergleiche diesmal nahezu aus. Außerdem fällt die düstere Grundstimmung auf, welche das Album wesentlich dunkler als den letzten Longplayer erscheinen lässt.
Es freut mich ungemein, welche Entwicklung Frames mit ihrem Schaffen demonstrieren. Mit ihrer Debüt-EP schufen sie sich eine eigene Ecke im Post Rock-Universum, welche sie auf "Mosaik" noch weiter mit mit Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert anreicherten und nun konsequent verfeinern und mit neuen Impulsen versehen. "In Via" bietet Musik für die Seele und wird somit zu einem unheimlich intensiven Hörerlebnis. Man sollte es unbedingt im Ganzen genießen, von daher ist das hervorheben einzelner Titel eigentlich sinnlos. Wer sich jedoch langsam an die Band herantasten möchte, sollte es zum Einstieg mit dem spannungsgeladenen „Eris“ und dem kontrastreichen „End of a Decade“ versuchen. Das dürfte auf jeden Fall (ebenso wie der Rest des Albums) einen bleibenden Eindruck hinterlassen!
| Tracklist: |
|
Lineup: |
1. Entrance
2. Departure
3. Encounter
4. Calm Wisdom
5. Stir
6. Reflections
7. Eris
8. Don´t stay here
9. End of a Decade
10. Coda
|
|
|
9.0 Punkte von Metalrocky (am 18.04.2012)
|
|
Deine Meinung ist gefragt: |
 |
|
Druckversion des Artikels: |
 |
|
Artikel an Kumpel versenden: |
 |
|
|
musikalischer Background des Verfassers Vor allem deutschsprachiger Black Metal! Ansonsten bin ich offen für alles.
|
|
|
|
X Aktuelle Top6
1. Dir En Grey "Vulgar"
2. Deathgaze "Creature"
3. Lunar Aurora "Hoagascht"
4. 12012 "12012"
5. Animo Aeger "Fieber"
6. Endstille "Infektion 1813"
|
X Alltime-Klassix Top6
1. Dir En Grey "The Marrow of a Bone"
2. Dir En Grey "Withering do Death"
3. Dornenreich "Her von welken Nächten"
4. Nocte Obducta "Nektar Teil 2"
5. Grabnebelfürsten "Schwarz gegen weiß"
6. Nocte Obducta "Nektar Teil 1"
|
|
|
|
|
|
|
[ Seit dem 18.04.12 wurde der Artikel 752 mal gelesen ]
|