Herfst (Belgien) "The Deathcult Pt.I - An Oath in Darkness EP" CD
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Herft aus Belgien spielen Black/Death mit viel Melodie(welche auch schon mal kleine Haken und Ösen aufweist) und bringen, nach ihrem 2009er Album, dem ersten Longplayer "Necrotica", nun eine EP unters Volk. Das Teil hört auf den Namen "The Deathcult Pt. 1 - An Oath In Darkness" und hat etwas mehr als 30 Minuten melodischen Black/Death Metal zu bieten(von der Band selbst als Nekromantic Metal bezeichnet). Die 4 Songs plus Intro weisen ein relativ ausgewogenes Verhältnis zwischen Black und Death Metal auf. Vermischt werden die beiden Stile aber nur bedingt, sondern eher in Sequenzen aufgeteilt. Mal streift man den schwarzen Kittel über und mal kommt man mit Todesstahl um die Ecke, Dabei wird immer viel Wert auf Melodie gelegt, welche auch schon mal einen Hauch Symphonic á la Dimmu Borgir in sich trägt. Besonders in "Tonight it Descends" und "Code Noir" kommt dies zur Geltung. An der einen oder anderen Stelle wird mir dann aber auch etwas zu viel geklimpert, was manchmal etwa störend wirkt. Liegt für mich an der Grenze zwischen gerade noch erträglich und nervig.
Das der 5er schon seit über einer Dekade unterwegs ist kann man allerdings hören, ihre Instrumente beherrschen die Jungs definitiv. Vor allem an Drumkit und Gitarre wird ein klasse Job abgeliefert. Von schön groovend bis hin zu Blastbeats auf dem einen und staighten Riffing bis hin zu feinen Solis auf dem anderen Instrument. Auch was das Songwriting angeht kann man nicht meckern. In der halben Stunde ist eine Menge Abwechslung drin, was das Ganze zu einer kurzweiligen Angelegenheit macht. Allerdings glaube ich auch das die Truppe noch mehr kann. Vocal-technisch gibt es neben den Black Metal typischen Gekreische und den Death Growls auch etwas Klargesang zu hören, welcher einen leicht epischen, Chorus mäßigen Touch aufweist und ähnlich klingt wie bei Pagan Bands.
Die Produktion ist für eine in Eigenregie entstandene Platte eigentlich ganz gut, klingt an manchen Stellen aber etwas zu verwaschen und leicht überlagernd. Ein Manko ist auch die geringe Eigenständigkeit. Sicher machen die Jungs irgendwo ihr eigenes Gebräu aus den vorhandenen Zutaten, reihen dabei aber nur alles schon mal Gehörte aneinander und senken somit den eigenen Wiedererkennungswert.
Fazit: "The Deathcult..." ist eine Scheibe, welche in einer halben Stunde viel Abwechslung zu bieten hat, aber dem Potential der Band nicht gerecht wird. Die Guten musikalischen Fähigkeiten der Musiker und gutes Songwriting allein reichen heutzutage nicht aus um ganz oben mitzuspielen. Für "nur" einen halbstündigen Lückenfüller ist es aber zu gut. Trotz der Abzüge kann ich deshalb, ohne schlechtes Gewissen, 7/10 Punkte raus tun.
Anspieltipp: nehmt euch die Zeit und hört die ganze Scheibe
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Diskographie:
The Fall(Demo) - 2001
Life´s Enddisign EP - 2005
Necrotica - 2010
The Deathcult - Part.I - An Oath in Darkness - 2012
Lineup:
Matthieu - vocals
Bram - guitars
Christophe - gituars
Kurt - bass
Ruben - drums
| Tracklist: |
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Lineup: |
01. Prologue - An Oath In Darkness (Intro)
02. Tonight It Descends
03. The Thing In The Mirror
04. Eyeless - Soulless
05. Code Noir
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7.0 Punkte von gelal (am 19.06.2012)
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