Gong! So schlicht und wirkungsvoll der erste Ton, so klassisch schwer geht es hier zur Sache- mit Doom aus Peru, unter Schweden´s I Hate-Label. REINO ERMITANO klingen kurz gesagt stark nach alten Black Sabbath oder Saint Vitus auf Spanisch. Ihr viertes Album, „Veneración Del Fuego“ ist seit Mai auf dem Markt, und ich möchte nicht verpassen, diese wirklich interessante Scheibe zumindest Genrefreunden als slow-motion-Sommersoundtrack ans Herz zu legen.
Diese Mischung aus klassischem Doom, gepaart mit dem klaren spanischen Gesang von Frontfrau Tania, Folk-/traditionellen Elementen aus dem Amazonas-Regenwald oder den Anden hat etwas entspanntes und exotisches, das einen sogar auf der abendlichen heimischen Terrasse in andere Gefilde entführen kann. Die Songs sind einfach, aber wirkungsvoll gestrickt und auf ihre Art sehr eindringlich, was vor allem an der ausdrucksstarken, beschwörenden Stimme liegt. Inhaltlich geht es schließlich auch um existentielle Dinge wie die Zerstörung der alten Welt und ihrer Kulturen durch ökonomische Interessen oder die spanische Eroberung des Inka-Reiches.
REINO ERMINANO ziehen ihre Sache gekonnt und ohne Kompromisse durch. Um zu einer noch höheren Bewertung zu kommen, sind sich die Melodien und Gesangslinien allerdings auf Dauer doch zu ähnlich. Ein wenig mehr Abwechslung, wie sie z.B. der exotische Ausnahmesong „Sangre India“ bietet, würde sich hier gut machen. Mehr gibt es aber auch nicht zu meckern, und ein wirklich sehenswertes, mystisches Cover gibt’s noch dazu.
Fazit: Wer traditionellen Doom mag und einer Prise Exotik nicht abgeneigt ist, findet hier ein stimmiges, überzeugendes Album, das sich von Anfang bis Ende gut hören lässt- und zu dem man mit Sicherheit immer mal wieder greift. 7,5 Punkte!
Anspieltips: „Quimera“, „Sobre las Ruinas“, „Sangre India“
Tracklist:
Lineup:
1.Quimera
2. El Sueno del Condor
3. Sobre las Ruinas
4. Desangrándote
5.Cuando la Luz te Encuentre
6. Soy el Lobo
7. El Rito
8. Vente al Fuego
9. Sangre India
10.Cadáver, Semilla, Renacer
7.5 Punkte von IlonA (am 01.07.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Gothic-, Death-, Doommetal, Rock´n´Roll, 70s...und was mich sonst bewegt von J.S. Bach bis Blackmetal.
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