Von vielen gehasst, von vielen vergöttert. Nein, dies wird kein Review für eine Onkelz-Scheibe. Hier soll es um das Zweitwerk der deutschen Black Metal Band DER WEG EINER FREIHEIT gehen. "Unstille" ist der herrlich unkonventionelle Titel dieses neuen Albums, welches wie gewohnt über Viva Hate Records erschienen ist.
Mit ihrem Debüt und der Nachfolge-EP "Agonie" haben sich DWEF seit ihrem noch sehr jungen Bestehen eine Vielzahl an Fans erarbeitet und natürlich, wie sollte es im Black Metal auch anders sein, eine mindestens genauso große Zahl an Gegnern. Schauen wir uns "Unstille" doch einmal an: Das Cover des Albums ziert ein undefinierbares Konstrukt, welches mit dem ungewöhnlichen Unwort des Titels konform geht.
´Zeichen´ macht den Anfang und strotzt gleich mit 12 Minuten Spielzeit. Nach einem ruhigen Anfang bricht der typisch-atmosphärische DWEF-Sound los. Die melodischen und getragenen Riffs, gepaart mit dem störischen Drumming und dann noch die leicht karthatischen Vocals, welche die hörenswerten Texte herauskeifen. Wer hier jetzt schon wieder wettert, das DER WEG EINER FREIHEIT total kacke sind und ja sowieso nur ein Hype, der sollte mal überlegen, ob einem das Aussehen einer Band oder deren Können an den Instrumenten, respektive das Songwriting wichtiger ist. Als nächstes folgt ´Lichtmensch´. Und dieser Track gewinnt schon jetzt mal eben kurz den Preis für den besten Songtitel des Jahres! Einfach schön und erhaben. Was man vom Song nur im Bereich der Erhabenheit behaupten kann, denn schön ist hier mal gar nichts. Man hat das Gefühl, dass das Tempo noch einmal angezogen wurde, um diesen Song auf eine neue Geschwindigkeitsebene zu bringen. Im krassen Gegensatz dazu steht der folgende Song ´Nachtsam´, welcher mit gediegenen Akustik-Klängen anfängt, um sich langsam ins Midtempo zu steigern. Ein sehr eingängiger und atmospährischer Song, der ganz ohne Gesang auskommt. ´Zu Grunde´ gibt dann wieder Gas und bereitet den Weg für den nächsten, sehr abwechslungsreichen Song ´Vergängnis´: Ruhiger Anfang, langsame Steigerung bis hin zur Raserei. Zusammen mit dem ähnlich aufgebauten Abschluss-Song ´Zerfall´, sind dies die Songs die alles beinhalten, was DWEF ausmacht.
Was nach gut 46 Minuten bleibt, ist die pure Freude darüber, dass DER WEG EINER FREIHEIT einerseits genau da weitermachen, wo sie aufgehört haben und andererseits ihren Stil perfektioniert haben. Somit ist "Unstille" klar das bis dato perfekte Album dieser noch jungen Band. Und es lässt auch erahnen, dann noch einiges in DER WEG EINER FREIHEIT steckt.
musikalischer Background des Verfassers Death Metal (vor allem Brutal), Black Metal, (Gore)Grind(core), Crust
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