Attika 7 ist die neue "Supergoup" um Sänger und Gitarrist Evan Seinfeld(ex-Biohazard), Lead-Gitarrist und Songwriter Rusty Coones, welcher auch als Motorad-Schrauber aus der US Serie "Sons Of Anarchy" bekannt ist, dem Static X Gründer Tony Campos(Bass), welcher außerdem noch bei Soulfly und Prong tätig ist und dem Drummer Dustin Schoenhofer(u.a. Walls Of Jericho).
Das Debüt der "Supergroup" nennt sich "Blood Of My Enemies" und kommt mit einem richtig fetten Groove um die Ecke. In nicht ganz 50 Minuten werden hier 13 "Rocker" durch die Boxen gejagt. Natürlich dürfen da auch nicht die ein oder anderen Motorrad Klänge fehlen. Aber auch andere Samples wie etwas Gewehrfeuer oder Glockengeläut gibt es zu verzeichnen. Hauptsächlich geht es aber natürlich um die Mucke, welcher ein idealer Sound für alle Biker sein dürfte; die mit ihren Shoppern und Cruisern unterwegs sind. Der erste Song des Albums "Crackerman" beginnt erst mal anders als erwartet. Die ersten Sekunden des Stücks erinnern eher an ein Black oder Viking Metal Thema als an Hardrock. Allerdings ist der "Spuk" nach 14 Sekunden vorbei und der Motorradsound holt dich direkt in die Rockerspur. Der Song ist dunkel, Bass lastig und kommt variabel daher. Starker Opener. "Serial Killer" beginnt dann mit einer leichten Blues Attitüde und trägt einen Hauch Rotz der Marke Motörhead in sich. Die Band versteht es geschickt ihren Hardrock auf die Spitze zu treiben und so auf einem schmalen Grad zwischen harten Heavy Riffs und Hard Rock mit viel Melodie zu wandern. Besonders schön, wie ich finde, kommt dies beim fetten "Devil´s Daughter" zu tragen.
Was auch sehr gefällig ist; ist die Abwechslung, welche nicht nur übers gesamte Album, sondern auch in den Songs selbst immer wieder geschickt eingebracht wird. Obwohl die Songs alle ähnlich gestrickt sind gelingt es Sie immer anders klingen zu lassen. Auf dem Album kann ich keinen Song ausmachen den man als unpassend oder gar als Ausfall bezeichnen könnte. Sicher kann man die Einflüsse welche die Band Mitglieder wohl oder übel mitbringen nicht weg reden. Aber was soll´s, wenn ich Songs wie die oben bereits Erwähnten, oder Nummern wie den treibenden und schweren "All Or Nothing", den mit sehr geilem Bass versehenden "No Redemption" oder auch das mit feinem Riffing daher kommende Titelstück "Blood Of My Enemies" höre, dann muss ich sagen die Truppe hat aus ihren Einflüssen einfach nur noch mehr rausgeholt und einem relativ eigenständigem Sound kreiert.
Feines Riffing, fette Drums und einen noch fetteren Bass, eine Lead Gitarre die nicht zu dominant ist und der sehr gefällige, und vor allem sehr passende Gesang von Evan machen dieses Album zu einer kurzweiligen Angelegenheit. Die Produktion setzt dann alles auch noch richtig gut in Szene und verleiht dem Ganzen eine gehörige Portion Druck.
Fazit: Auch wenn "Blood Of My Enemies" den Hardrock nicht revolutioniert und die Einflüsse der Protagonisten nicht zu überhören sind, haben Attika 7 doch ein kurzweiliges Album geschaffen welches den Rockern unter euch Freude bereiten dürfte. Ein Klasse Sound für eure nächste Garagenparty! 8/10 Punkte
Übrigens werden Attika 7 in der ersten Season der neuen Motorrad-Doku-Serie „The Devil’s Ride“ auftreten, die zurzeit in den USA auf dem Discovery Channel läuft. Die Show gewährt einen Einblick in die Welt der Motorradclubs und zeigt Mitglieder der Laffing Devils aus San Diego. Neben dem Auftritt der Band in der neuesten Episode werden Songs von Attika 7 auch in weiteren Folgen der Staffel zu hören sein.
Anspieltipp: Crackerman, Serial Killer, Devil´s Daugther, All Or Nothing, No Redemption, Blood Of My Enemies
Evan Seinfeld - Vocals/Guitars
Rusty Coones - Lead Guitars
Tony Campos - Bass
Dustin Schoenhofer - Drums
Tracklist:
Lineup:
01. Crackerman
02. Serial Killer
03. Devil´s Daugther
04. Greed And Power
05. All Or Nothing
06. Lockdown
07. Hard Cold Truth
08. No Redemption
09. Blood Of My Enemies
10. Living In Oppression
11. Dying Slowly
12. Hellbound
13. War
8.0 Punkte von gelal (am 21.07.2012)
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