Inhalt:
Ich bin kein Rassist, ich hasse alle Menschen gleich, erklärt Officer Dave Brown dem Mann von Internal Affairs. Brown ist ein richtig mieser Typ. Er säuft im Dienst, wirft Pillen ein wie Schokodrops, droht, prügelt und bricht Gesetze, wie es ihm gerade passt. Aber als Cop hält er die Straßen von LA frei von kriminellem Ungeziefer, damit seine beiden Töchter und viele andere brave Bürger in Sicherheit leben können. So war es immer schon und das ist auch völlig ok - in seinen Augen. Doch eines verdammten Tages flimmern die Bilder, wie Brown einen Verdächtigen fast totschlägt, über alle TV-Sender. Eine der vielen Videokameras in der Stadt hat alles dokumentiert. Und was das krisengeschüttelte LA Police Department gerade gar nicht brauchen kann, ist ein prügelnder Cop…
Review:
Rampart ist die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur Oren Moverman und Woody Harrelson. Ihr erster Film The Messenger brachte Harrelson die 2. Oscar-Nominierung seiner Karriere ein. Diesmal verstärkt außerdem einer der wichtigsten Krimiautoren Amerikas das Dreamteam: James Ellroy (L.A. Confidential, Schwarze Dahlie) hat mit Moverman das Drehbuch verfasst. Außerdem konnte der Regisseur mit so fantastischen Schauspielern wie Sigourney Weaver, Anne Heche, Robin Wright, Steve Buscemi, Cynthia Nixon und Hollywood-Veteran Ned Beatty einen All-Star-Cast selbst für kleine Nebenrollen gewinnen.
Trotzdem ist Rampart eine One-Man-Show. Grenzgänger Woody Harrelson lotet die extreme Hauptfigur bis in die düstersten Winkel ihrer kaputten Seele aus und schafft es gleichzeitig, diesem brutalen Cop eine tiefe Menschlichkeit zu verleihen. Für eine der herausragenden und mitreißenden Leistungen seiner Karriere wurde der Schauspieler dafür auch mit höchstem Kritikerlob von allen Seiten bedacht.
Der Film basiert auf dem sogenannten Rampart-Skandal. Diese Korruptionsaffäre hat das Los Angeles Police Department in den späten 1990er Jahren erschüttert. Es waren über 70 Polizisten in Amtverletzungen verwickelt
Nun meine Kritik:
Das Woody Harrelson ein genialer Schauspieler ist, dürfte wohl auch dem Letzten seit Rollen wie in „Larry Flint“ klar geworden sein. Um es vorweg zu nehmen, auch in dieser Rolle als Bad Cop“ brilliert er. Leider kann er aber, so gerne man seinem Spiel auch zuschaut, diesen Film nicht retten.
Auch den anderen Darstellern, der Film ist bis in die letzte Nebenrolle (Steve Buscemi, Sigourney Weaver, Ben Foster, etc.) superb besetzt, ist da überhaupt nichts vorzuwerfen. Leider fehlt dem Film die Richtung und eindeutige Linie, was letztendlich dem Drehbuch anzukreiden ist. Die Handlung ist meist episodenhaft aneinandergereiht wirkt äußerst unvollständig. Man hat den Eindruck, dass keine Episode vollständig zu Ende erzählt ist. Somit ist ständig ein Bruch im Film. Der Film springt zwischen den Genres Thriller und Familien-Drama hin und her, gibt aber keiner der Facetten wirklich Zeit sich zu entwickeln. Einfach Schade! Von daher, leider Verschwendung von erstklassigen Darstellern und überragender Schauspielkunst.
Tracklist:
Lineup:
Dt. DD5.1,
DTS5.1, Eng. DD5.1
2,35:1/16:9
Deutsch
Inhalt Bonusmaterial:
Making of
Sh*t Dave Brown says
Interviews mit Cast & Crew
Kinotrailer
Trailershow
5.0 Punkte von StefanM (am 01.08.2012)
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