Herrjemine, wieso müssen diese schwergewichtigen Doom-Bands bloß immer gleich Alben aufnehmen, die jenseits der siebzig Minuten Spielzeit liegen? ZATOKREV sind zwar keine reine Doom-Band, die Einflüsse sind auf ihrem neuen Album "The Bat, The Wheel And A Long Road To Nowhere" aber nicht von der Hand zu weisen.
Der gar nicht so kleine und auch nicht wirklich feine Unterschied liegt bei den Herren nämlich darin, dass sie sich neben ihren fetten und tiefgestimmten Gitarren auch gerne des schwarzmetallischen Gesangs bedienen, Gitarrenarbeit aus dem Sludge- oder Stoner-Bereich einfließen lassen und ab und zu auch noch mal beim Post Hardcore oder auch Post Rock vorbeischauen. Ja, selbst einen total zugekifften und mächtig übelgelaunten Neil Young vermag ich bei den Einflüssen herauszuhören. Das klingt zwar insgesamt ziemlich wild, doch ZATOKREV schaffen es wirklich überzeugend, all diese Einflüsse miteinander zu einem dichten Klangteppich zu verweben, der nicht wie von der x-ten Doom/Sludge/Garagencombo verzapft daherkommt. Rezension vorbei? Noch nicht ganz. Denn da wäre ja noch die Sache mit der Spielzeit. Vielleicht bin ich nicht standfest genug für solch einen klanglichen Brocken, doch muss ich gestehen, dass sich über die gesamte Länge des Albums doch die ein oder andere Länge einzuschleichen weiß. "Zwanzig Minuten weniger, hätten's auch getan", blinkt nach dem ersten Hördurchlauf unweigerlich in meinem Großhirn auf. Das tut der guten Qualität von "The Bat, The Wheel And A Long Road To Nowhere" aber lange keinen Abbruch und macht in gewisser Weise sogar gespannt auf die nächste Scheibe von ZATOKREV. Vielleicht gibt es die mit noch etwas pointierterem Songwriting aber ähnlichem Sound. Dann wird es richtig interessant!
Tracklist:
Lineup:
1. Goddamn Lights
2. 9
3. Rodeo With Snakes
4. Medium
5. The Wheel
6. Feel The Fire pt. I
7. Feel The Fire pt. II
8. The Bat
9. Angels Of Cross
7.0 Punkte von Gorlokk (am 08.08.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Prog Rock/Metal, Post Rock/Metal/Hardcore, Djent, Swedish/Melodic Death, Folklore/Neofolk, Black Metal, Neo-Thrash, Pagan Metal, Düster-Rock u.v.m.
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