Leute haltet euch fest! Die Monomanie greift wieder um sich!!! Ja es ist wieder soweit, gut eineinhalb Jahre nach "Viva Hades" gibt es schon wieder einen neuen Leckerbissen der Hamburger Rockformation MONO INC. Sie legen mit "After The War" ihr 6. Studio Album vor und langsam frage ich mich wo die Truppe ihre Kreativität und Energie hernimmt. Seit 2007 kommen die Alben im Jahres Rhythmus um die Ecke und das ohne zu stagnieren oder einen Qualitätsverlust zu erfahren. MONO INC. scheinen nicht nur für "Monomanie" anfällig zu sein sondern auch für Arbeitswut. Anders kann ich mir nicht erklären, wie sie es in den letzten Jahren geschafft haben auf so hohem Niveau unterwegs zu sein. Nicht nur das man immer wieder neues Material fertigstellt, nein zwischen den VÖ wird auch noch ausgiebig getourt.
Auch diesmal wird es wieder so sein, neben den Festivals die während der VÖ Phase anstehen, geht´s ab Oktober direkt mit der After The War Tour weiter.
Doch nun zur Scheibe. Was soll ich großartig sagen? "After The War" macht genau da weiter wo "Viva Hades" aufgehört hat. Konnte man "Viva..." in die Zeit der französischen Revolution ansiedeln, so ist man hier in der näheren Vergangenheit/Gegenwart unterwegs. Direkt beim Eröffnungsstück "My Worst Enemy" fällt mir wieder auf was die Truppe doch für ein gutes Händchen für eingängige Melodien hat und wie geschickt Samples und Instrumente verwoben werden. Schon bei der Songeinleitung mit Windgeräuschen, MP Feuer und Akkordeon, wird dem Album Thema die passende Atmosphäre verliehen. Der Song selbst wird von einem treibendem Riff, Kathas Schlagwerk und einer elektronischen Melodie bestimmt. Letztere ist zwar deutlich zu hören, drängt sich aber nicht auf und so bleibt die Nummer ein typischer, treibender MONO INC. Rocker. "No More Fear" ist dann eine balladeske Nummer die mich ein wenig an die ruhigen Momente auf "Viva Hades" erinnert. Mit dem Titelgeber und als Single bereits erschienenen "After The War" gibt es dann den ersten Hit für die Clubs. Eingängig und mit großem Mitsingpotential versehen sollte er kein Problem haben die Tanzflächen zu füllen. So zieht sich das abwechselnd durchs ganze Album und bleibt trotz aller Ähnlichkeiten, die immer wieder auszumachen sind(auch zum Vorgänger Album), dennoch eine kurzweilige Angelegenheit. Mit "Arabia" gibt es eine Nummer die zusätzlich noch etwas "pepp" in das Album bringt. Wie der Titel schon vermuten lässt, hat dieser Song einen orientalischen Touch und Katha kann mit ihre zauberhaften Stimme(ich bin immer wieder hin und weg wenn sie höre) diesen noch exzellent verstärken. Auch dieser Song geht in die Beine und wird die Tanzflächen füllen, keine Frage! Ganz starke Nummer!
Ich könnte jetzt zu jedem Song was schreiben, aber lasst euch am besten Selbst überraschen.
Auf "After The War" gibt es jedenfalls alles was das Herz eines "Monomanisten" begehrt.
Treibende Rocker wie "My Worst Enemy" oder "From The Ashes", Clubhits wie "After The War" oder "Arabia" und balladeske Stücke wie "No More Fear" oder das sehr Gefühlvolle "My Songs Wear Black". Zum Schluss möchte ich noch das Albumabschließende "The Long Way Home" erwähnen. Wie schon auf dem Vorgänger schließt auch dieses Album mit einem Instrumental und auch hier steht dieser mit dem Opener in Verbindung. Hier wird wiederum die Stimmung des Album Themas perfekt eingefangen und das Akkordeon bringt, wie schon am Beginn der Scheibe, auch hier wieder einen Schuss zusätzliches Gefühl mit rein.
Gesanglich geben Martins markante, dunkle und Kathas zarte Stimme den Songs natürlich wie immer das Tüpfelchen auf dem i. Aber auch die klasse Arbeit von Carl und Manuel, an Gitarre und Bass soll nicht unerwähnt bleiben. Das die Band so erfolgreich ist und immer wieder neue, klasse Musik abliefert, liegt sicher nicht zuletzt an dem beständigen Lineup. Hier scheinen sich Vier gesucht und gefunden zu haben. Die Musik und das ausgiebige Touren lässt jedenfalls eine Harmonie vermuten, von der manch andere Bands träumen.
Produktion und Mix ist wie gewohnt auf oberem Niveau und überzeugt mit sauberem, druckvollem Sound.
Fazit: "After The War" ist wieder ein Album geworden was das scheinbar unerschöpfliche Potential der Hamburger aufzeigt. Alle Trademarks der Band sind vorhanden und wieder gibt es das ein oder andere neue Element dazu. Die bewährte Mischung aus 80er Synth-Pop, Gitarren Rock und Electro funktioniert immer noch bestens.
11 "Monomanie" - Hymnen werden jeden Fan verzücken und die Zahl derer wird mit Sicherheit immer größer. "Viva Hades" zu toppen war natürlich schwer und das es nicht ganz gereicht hat, ist auch nicht tragisch. "After The War" ist dennoch genauso Pflicht wie der Vorgänger und hat sich eine Wertung von 9/10 Punkte redlich verdient.
Anspielltipp: My Worst Enemy, No More Fear, After The War, Arabia, My Songs Wear Black
Head Under Water – 2004
Temple Of Thorn – 2007
Pain, Love & Poetry – 2008
Voices Of Doom – 2009
Viva Hades – 2011
After The War - 2012
FESTIVALS
11.08.2012 MITTELBACH • Rock im Betonwerk
17.08.2012 DINKELSBÜHL • Summer Breeze Festival
18.08.2012 MARNE • Dithmarscher Rockfestival
15.09.2012 BG-SOFIA • Intro Festival
MONO INC. After The war TourTickets
Support Unzucht
02.10.2012 Kiel • Max
03.10.2012 Braunschweig • Meier Music Hall
04.10.2012 Bremen • Modernes
05.10.2012 Berlin • Huxley's neue Welt
06.10.2012 Oberhausen • Turbinenhalle
11.10.2012 Nürnberg • Hirsch
12.10.2012 A-Wien • Szene
13.10.2012 Dresden • Tante Ju
19.10.2012 Kaiserslautern • Kammgarn
20.10.2012 CH-Pratteln • Z7
21.10.2012 Frankfurt am Main • Batschkapp
22.11.2012 NL-Rotterdam • Baroeg
23.11.2012 GB-London • Underworld
24.11.2012 NL-Enschede • Atak
DARK END FESTIVALS
26.12.2012 LEIPZIG • Werk II
27.12.2012 MÜNCHEN • Backstage
28.12.2012 STUTTGART • LKA
29.12.2012 KÖLN • LMH
30.12.2012 HAMBURG • Docks
Tracklist:
Lineup:
01. My Worst Enemy
02. No More Fear
03. After The War
04. Wave No Flag
05. Arabia
06. In The End
07. From The Ashes
08. Grown
09. My Songs Wear Black
10. Forever
11. The Long Way Home
musikalischer Background des Verfassers fast alles
X Aktuelle Top6
1. Helloween "Straight Out Of Hell"
2. Porta Nigra "Fin de Siécle"
3. Obscenity "Atrophied In Anguish"
4. Dungeon Rocks "Encounter"
5. Mechanical Organic "This Global Hives Part One"
6. Obscurity "Obscurity"
X Alltime-Klassix Top6
1. Metallica "Ride the Lightning"
2. Dissection "Storm of the Light's Bane"
3. Helrunar "Sól"
4. Iron Maiden "Killers"
5. Black Sabbath "Vol.4"
6. Venom "Black Metal"
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