Man ist ja mittlerweile durchaus gewöhnt das öfter mal was aus Italien den Weg zu uns findet. Auch abseits von Power Metal, hoffentlich hat sich dieses Klischee bald vollends ausgelutscht.
Mit LAHMIA gibt es Melodic Death Metal pur. Zwei Demos gab es bereits , sind mir aber beide nicht bekannt. Aufjeden Fall gibt es 2012 das Debut ’Into the abyss’.
Da keinerlei Info beilag, gab es weder große Erwartungen noch automatische Abneigungen, die eventuell durch Ablenkungen entstehen hätten können. Und was sagt man? Eingängig vom ersten Durchlauf an. LAHMIA konnten sich mit ’Into the abyss’ sofort einen Platz in meinem Langzeitgedächtnis erspielen.
Es ist zwar nicht sonderlich leicht sich durch die ganzen Strukturen zu finden, da geht's von Melo Death hin zum Thrash (der neueren Gangart), ein paar cleane Vocals, fast schon depri-mäßige Refrains die dann wieder von kräftigen Growls zerissen werden.
Sie werden sicher nicht jeden vom ersten Ton an sofort überzeugen,
aber LAHMIA muss man dafür attestieren ein Album mit Langzeitfreude in die Rillen geklopft zu haben. Es wächst mit jedem Durchlauf und gefällt immer besser.
Abwechslungsreich, mal eingängig, mal etwas sperriger, mal derbe drauf, mal episch-melancholisch. Vollgespickt mit Melodien und Vocals die nie langweilig oder eintönig werden. Und bei all der Mischkulanz die hier fabriziert wird, behält man dennoch immer das Wesentliche im Augen: Den Song an sich!
Für mich eine Top-Überraschung im Melodic Death Metal Sektor! Keine ausgelatschten Pfade, keine 1000x gehörten gleichen Gitarrenläufen. Zwar bedient man sich an der Fülle von Möglichkeiten die einem dieses Genre bietet, schafft es aber so abwechslungsreich und frisch das Ganze zu arrangieren das es eine wahre Freude ist.
Ein Muss für jeden Melodic Death Metal Fan, der nicht den x-ten Aufguss von Dark Tranquillity und Konsorten hören will!
Tracklist:
Lineup:
01 – Drag me to hell
02 – Nightfall
03 – Silent through the screaming crowd
04 – The tunnel
05 – Into the abyss
06 – Glass eyed child
07 – Grinding dreams
08 – Strength from my wounds
09 – My crown
10 – Ab aeterno (outro)
8.0 Punkte von Meaningless (am 13.09.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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