Nein, bevor man mich scheltet, hier liegt kein Schreibfehler vor, diese Band heißt wirklich so! Zumindest bei der Namensgebung war man also schon einmal kreativ und kann im Gedächtnis haften bleiben. Immerhin, denn der Rest des hier dargebotenem kann sich nur sehr bedingt im Gehörgang festsetzen, schade. Aber alles der Reihe nach.
Hinter „Blaqk Audio“ verbergen sich Jade Puget und Davey Havok, besser bekannt als Mitglieder der Punkband AFI, die mit „Bright Black Heaven“ bereits den Nachfolger ihres Debütalbums „CexCells“ vorlegen. Wer nun etwas musikalisch Nahestehendes erwartet, der wird allerdings enttäuscht werden, denn mit diesem Projekt werden gänzlich andere Wege beschritten. Kurz und knapp ließe sich die Musik als eine poppigere Version von 80er-Bands wie Depeche Mode, Camouflage, Alphaville usw. charakterisieren. Satte, leider etwas statisch wirkende Drums aus der Maschine, lässige Synthie-Flächen und ein bisweilen etwas exaltiert hoher Gesang. Rhythmen und Melodien, zu denen sich durchweg gut tanzen lässt und deren leichte Strukturen sehr eingängig sind.
So, und an was erinnert uns das nun im Endeffekt? Richtig, an etwa zweitausend gleichklingende Bands, und das ist der große Knackpunkt hier. Mir bieten sich hier nur wenig wirkliche Höhepunkte, und auch der Pop-Einschlag ist mir gelegentlich doch etwas zu stark. Das Album wirkt, als wurde es mit dem Hintergedanken produziert, dass möglichst jeder Song täglich mehrmals im Radio auf und ab laufen kann, und so verliert die Scheibe auch so ziemlich alles an Eigenständigkeit und geht im Einheitsgedudel vollständig unter.
Fazit: Als Hintergrundbeschallung oder für heitere Clubnächte nicht verkehrt, aber sobald der letzte Song verklungen ist, ist die Erinnerung daran auch schon wieder aus dem Gedächtnis.
Tracklist:
Lineup:
01. Cold War
02. Fade To White
03. Faith Healter
04. Deconstructing Gods
05. Everybody's Friends
06. Let's Be Honest
07. With Your Arms Around You
08. Bliss
09. Bon Voyeurs
10. The Witness
11. Say Red
12. Ill-Lit Ships
3.5 Punkte von Laughing Moon (am 16.09.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Dark Metal, Gothic Rock/Metal, Folk
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