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 Battle Of Empires (Türkei) "Fetih 1453" Film DVD

Battle Of Empires - Fetih 1453 - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 
So bewertet Metalglory
Grundbewertung des Werkes:
Unterdurchschnittlich
 
Kaufwertung für Euch:
nur für Maniacs und Puristen


Label: Pandastorm Pictures  (65 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2.10.2012   (1528 verwandte Reviews)
Spieldauer: 156:0
Musikstil: keine Angabe   (1140 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Actionfilm/ Pseudo-Historienfilm
Homepage: http://www.pandastorm.com/
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Weitere Infos zu Battle Of Empires:
REVIEWS:
Battle Of Empires Fetih 1453
Mehr über Battle Of Empires in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Filme aus der Türkei sind in Deutschland zumeist unbekannt, bzw. erlang die türkische Filmindustrie weltweit bisher eher Berühmtheit durch in den Siebzigern und Achtzigern produzierte Action- und Sci-Fi-Filme. Deren "Höhepunkte" dürfen in den Bestenlisten der schlechtesten Filme/Szenen aller Zeiten bei youtube nie fehlen und so handelt es sich wohl um eine zweifelhafte Berühmtheit und Ehre. Mit "Battle Of Empires - Fetih 1453" erscheint nun aber der aktuelle und zudem teuerste türkische Film aller Zeiten auch hierzulande auf DVD und Bluray und soll als Aushängeschild für das neue türkische Blockbuster-Kino herhalten.

Geschildert wird in 156 Minuten die Geschichte von Sultan Mehmed II, der sich nach dem Tod seines Vaters anschickt, zu vollenden, was dieser nie geschafft hat: das Osmanische Reich zu einem Imperium auszubauen. Dorn im Auge ist dem Sultan die Stadt Konstantinopel und ihr christlicher Kaiser, die den Weg zu weiteren Gebieten blockieren, auf die Mehmed ebenfalls Herrschaftsanspruch erhebt. Mit der Hilfe seines treuen Gefährten Hassan, dem Ingenieur Urban und dessen hübscher Tochter Era schmiedet der junge Herrscher Pläne zur Eroberung der Stadt und muss sich dabei sowohl vor seinem eigenen Volk als auch vor vielen potentiellen Feinden oder Verbündeten beweisen.

Auch wenn die mehr als zweieinhalb Stunden des Films natürlich noch ein paar Kleinigkeiten und Plotdetails verarbeiten, muss sich "Battle Of Empires" doch als Kritik gefallen lassen, dass hier eine unglaublich stringente Handlung ohne große Überraschungen, Wendungen oder Spannungsmomente geliefert wird. Selbst der einzige Rückschlag für den Sultan - als dieser aufgrund der langen Belagerungszeit langsam zu verzweifeln droht - lässt den Zuschauer relativ kalt. Da überrascht es nicht, dass es dann auch nur den Auftritt eines vorher nicht vorgestellten aber trotzdem immens auf den Sultan wirkenden Nebencharakters bedarf, um die Zweifel des Heerführers hinwegzuwischen und die Kraft für den letzten Schlag mobilisieren zu lassen. Dieser plumpe Handlungskatalysator ist jedoch das Paradebeispiel für ein großes Problem des Films: Dramatik und Spannung gehen "Battle Of Empires" größtenteils ab, was den den Zuschauer über die lange Spielzeit ermüden lässt. Stattdessen soll reichlich Action, plakativ inszenierter Heroismus und visuelle Opulenz über die sowohl flachen Charaktere als auch oberflächlichen Beziehungen dieser untereinander hinwegtäuschen. Da wundert es nicht, dass einige nur angeschnitte oder unzureichend behandelte Themen (Familie des Sultans, Religionskonflikt zwischen Moslems, katholischen und orthodoxen Christen, Rolle der Frau in der türkischen Gesellschaft bzw. auch im Krieg) zu eigentlich überflüssigen Szenen führen, die weder Handlung noch Charaktere nennenswert voranbringen. Logische Fehler lassen wir einmal komplett unerwähnt.

Auch wenn man "Battle Of Empires" also tiefe Charaktere oder ein gelungenes Drehbuch absprechen kann, so muss man dem Film nichtsdestotrotz einen zuweilen beeindruckenden visuellen Bombast attestieren, welcher Liebhaber von Schauwerten zumindest ein wenig für die erwähnten Defizite entschädigt. Auch wenn die Türken sicherlich noch nicht an die Special-Effects-Klasse von monumentalen Hollywood-Streifen herankommen, punkten sie mit einer gewaltigen Ausstattung und stark amerikanisch beeinflusster aber handwerklich sauberer Kameraarbeit. Fans der Optik von z.B. "Königreich der Himmel" oder "Gladiator" dürften auch an "Battle Of Empires" Gefallen finden.

Größter Kritikpunkt an "Battle Of Empires" ist jedoch die fragwürdige Vermittlung von "Historie", die hier betrieben wird. So wird der Film zwar als "Action-/Historienfilm" vermarktet und auch der Film selbst versucht sich immer wieder mit präzisen Ort- und Zeitangaben historisch zu legitimieren, viel des Inszenierten darf man aber problemlos als mindestens geschönt, wenn nicht verklärt bezeichnen. Mit scheinheiligen und auch nur nebenbei erwähnten Rechtfertigungen wie vergangene Angriffe durch Kreuzzugsritter wird nicht weniger als ein Angriffs- und Expansionskrieg des Osmanischen Reichs gerechtfertigt. Eine entsprechend stereotype Darstellung der unterschiedlichen Kulturen darf da natürlich nicht fehlen, denn während der hinterlistige Kaiser Konstantin hinter den Mauern mit seinem Volk feiert, sich halbnackte Tänzerinnen anschaut, das Volk reichlich dem Alkohol zuspricht und sich jede junge Frau einem Soldaten an den Hals wirft, gibt es bei den armen Belagerern reichlich Tote und Verletzte zu beklagen, die Soldaten gehen für ihren Sultan und Allah scharenweise in den Tod und beschweren sich höchstens mal, wenn nicht mehr gekämpft wird und untätig rumgesessen werden muss. Nach geglückter Eroberung der Stadt reitet Mehmed dann natürlich auch zivilisiert und von seinen Truppen gefeiert in die Stadt ein und verspricht dem verängstigten Volk sogar auch noch ganz schnell Religionsfreiheit und ein friedliches Leben unter neuer Herrschaft. Das Volk ist sofort überzeugt und freut sich über den vermeintlichen Befreier - von Plünderungen, Massakern oder Deportationen, was zu jener Zeit für Stadteroberungen Usus war und im Übrigen auch für die Eroberung Konstantinopels bezeugt ist, natürlich keine Spur. Dies sind nur zwei eklatante Beispiele für die wirklich schon extreme Verklärung, die hier betrieben wird und die neben dem unzureichenden Drehbuch ebenfalls einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Hier kann schlussendlich auch die bildgewaltige Inszenierung das Ruder nicht mehr rumreißen.

Die Bluray selbst ist technisch in Ordnung, wenn auch nicht makellos. Obwohl der Sound fett und mit guter räumlicher Tiefe aus dem Boxen wummert und das HD-Bild für solch monumentale Aufnahmen wie geschaffen ist, lässt das Bild zum Ende des Films etwas nach und besonders in dunkleren Szenen sind immer wieder kurz weiße Bildartefakte/Filmkorn zu sehen. Die Ausstattung kommt mit Trailer und Trailershow auch eher spärlich daher, alles in allem ist "Battle Of Empires" aber eine durchschnittlich bis überdurchschnittliche Bluray geworden. Der Film selbst kann da leider nicht mithalten.
 
Tracklist: Lineup:
Bluray
Sound: DTS-HD 5.1 Deutsch/ Türkisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Niederländisch
Bild: 1,78:1 / 1080p25 / AVC
 

 
4.5 Punkte von Gorlokk (am 07.10.2012)
 
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