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Classics Burzum (Norwegen) "Filosofem" CD

Burzum - Filosofem CD  


Label: Misantrophy Records  (4 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 1996   (7 verwandte Reviews)
Spieldauer: 68:34
Musikstil: Black Metal   (1392 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: BLACK METAL
Homepage: http://burzum.com
Weitere Links: http://cymophane.com


Weitere Infos zu Burzum:
REVIEWS:
Burzum Det Som Engang Var
Burzum Filosofem
Burzum Hvis Lyset Tar Oss
INTERVIEWS:
Burzum - Interview Von Www.burzum.org
Mehr über Burzum in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Filosofem ist in vieler Hinsicht ein Wendepunkt in der Geschichte BURZUMs. Zum einen war es das letzte Album, welches vor Vargs Inhaftierung aufgenommen wurde und zum anderen zeigt es eine Abkehr vom bisherigen BURZUM Stil.
Und dennoch ist es ein großartiges Album geworden welches, meiner Ansicht nach wie kein anderes je erschienenes Album, vor Monotonie geradezu berstet.
Schon das erste Lied "Dunkelheit" (hier noch von einem "Lied" zu sprechen ist fast unmöglich!) reißt den Hörer in die Tiefe, wirkt hypnotisch und zieht den Hörer in seinen Bann. Das ganze Stück besteht aus einem einzigen, schleppenden Takt, was eine Art schwebendes Gefühl im Hörer hervorruft. Minimale Keyboardtupfer unterlegen das verzerrte Gitarrenspiel Grishnackhs, dessen Stimme auf dieser Platte ebenfalls sehr verzerrt und mit Hall unterlegt daherkommt (Kein Vergleich mehr zu den ersten Platten). Konnte man die ersten BURZUM Alben schon fast nicht mit BLACK METAL bezeichnen, hier ist es unmöglich. Es ist ganz einfach BURZUM, mehr kann (und braucht) man dazu nicht zu sagen!
Schon in diesem ersten Stück fühlt man die Verzweiflung und den Schmerz der von dieser Platte ausgeht, das genial trocken klingende Schlagzeug (das haben bis heute nur Besatt ähnlich gut hinbekommen) versetzt den Hörer in einen tranceartigen Zustand, der den Rest der Platte vorhält. Doch es ist noch lange nicht vorbei...der nächste Song, "Jesus' Tod" beginnt mit sägenden, klirrenden Gittarren und alsbald setzt ein Uptempo-Doublebasstakt ein, welcher wiederum das ganze Lied vorhält und kein einziges Mal das Tempo ändert. DAS ist Monotonie! Der Text dieses Liedes ist meiner Meinung nach der beste aller bisherigen BURZUM Texte, hier kommt Vargs' unerreichte lyrische Brillianz zum Vorschein von der sich viele Bands noch eine Scheibe abschneiden könnten/müssten! Bei diesem Lied wird die Bezeichnung BLACK METAL der Musik noch am ehesten gerecht, treffen hier doch nordisch-sägende Gittarren und ein holperndes Schlagzeug aufeinander. Durch das hohe Tempo dieses Stückes wirkt das nächste Lied, "Erblicket die Töchter des Firmaments" umso schleppender. Ähnlich dem ersten Stück walzt das extrem langsame Tempo alles nieder was sich ihm in den Weg stellt und begräbt es in einer Welle aus Leere, Verzweiflung und Kälte unter sich, aus der es kein Entrinnen gibt. Der nachdenkliche Text des Stückes lässt mich jedesmal aufs neue traurig und melancholisch werden, so feinfühlig sind die Zeilen verfasst.
Nach diesen drei Liedern endet die erste Hälfte des Albums und mit dem nächsten Song "Gebrechlichkeit 1" beginnt die experimentelle Phase BURZUMs zu wirken. Sphärische Keys, eine schrammelnde Gitarre und herausgeschriene Wortfetzen Vargs' bestimmen dieses Stück welches, wie der Rest des Albums, ohne Schlagzeug auskommt. Man kann Sätze wie "Let me take you away" erahnen, leider ist zu diesem Lied kein Text dabei. Nach den ersten drei Liedern wirkt dieses Werk auf eine seltsame Art beruhigend, offenbart sich in diesem Stück eine Art Gelassenheit und lässt nach dem zornigen Grundton der ersten Stücke eine innere Ruhe aufkommen, welche bis zum Ende des Albums, das mit "Gebrechlichkeit 2" endet, vorhält.
Bis dato könnte man gar nichts anderes als die Höchstnote zücken, wenn da nicht Lied Nummer 5 "Rundgang um die transzendentale Saule der Singularität" wäre. Mit knapp 30 Minuten Spielzeit das längste Stück der Platte enthält es meiner Ansicht nach belangloses Synthiegeplänkel, welches nach spätestens 5 Minuten todlangweilig wird und null Abwechslung bietet. Hier kann ich beim besten Willen keinen tieferen Sinn erkennen und das obwohl mir selbst die späteren Synthiewerke BURZUMs ausgesprochen gut gefielen. Dieses Stück hätte man getrost weglassen können, es stört den Gesamteindruck ein wenig.
Doch bis auf diese "Schwachstelle" ist dieses Album ausgesprochen genial, wenn auch auf eine andere Weise wie die ersten Werke des Counts, das hier vorhandene Songmaterial wirkt nicht nur wegen der sehr rauen und gitarrenorientierten Produktion reifer und abgeklärter. Man darf sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn Varg nicht inhaftiert worden wäre und weiterhin die Möglichkeit gehabt hätte, mit herkömmlichem Instrumentarium zu musizieren und komponieren!
Bleibt noch anzumerken das wir es bei diesem Album mit dem, meiner Meinung nach, besten Schlagzeugsound der Black Metal Geschichte zu tun haben. So einmalig trocken und wummernd klang noch kein Drumkit vor und nach diesem Werk! Ob mir dieses Album besser gefällt als andere BURZUm Werke kann ich beim besten Willen nicht sagen da jedes BURZUJM Album auf seien eigene Weise genial und einzigartig ist. So auch dieses, an Monotonie kaum zu übertreffendes Meisterwerk: "...life has no meaning..."

 
8.5 Punkte von Björn Springorum (am 15.02.2002)
 
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musikalischer Background des Verfassers
Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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4. Ulver "Bergtatt"
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6. Yann Tiersen "Die fabelhafte Welt der Amelie"

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