Stratovarius (Finnland) "Stratovarius" CD
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Den beiden sehr mäßigen Elements-Veröffentlichungen folgte eine unbeschreibliche Posse um die Band. Kaum ein Tag verging ohne neue Personalmeldung vom finnischen Metal Flagschiff. Timo Tolkkis gesundheitlichen Probleme schienen in kürzester Zeit das zu demontieren, was sich Stratovarius in vielen Jahren mit fantastischen Alben wie Fourth Dimension, Episode oder Infinite erarbeitet hatten.
Das neue Album ist schlicht Stratovarius betitelt – typischerweise wie ein Debüt-Album. Vielleicht gar nicht mal so verkehrt, denn dieses Album markiert in gewisser Hinsicht eine Art Neuanfang. Man hat nicht nur das Label gewechselt, sondern kehrt qualitativ auch wieder zu alter Klasse zurück. Stratovarius ist eine CD, die schon beim ersten Hören Spaß macht und viel Abwechslung bietet. Musikalisch präsentieren sich die Finnen von einer ungewohnt vielfältigen Seite und mit Mut, in einem gewissen Rahmen auch einmal etwas anderes zu probieren.
Maniac Dance zum Beispiel fängt wie ein Klingelton an, erinnert dabei an dieses unsägliche „No Limit“-Dance-Gedudel bis die volle Gitarrenbreitseite einschlägt und mit dem symbolschwangeren „This year has been a nightmare“ der Gesang einsetzt. Vielleicht etwas zu lang geraten, doch ein sauberer Ohrwurm und würdiger Opener.
Mit Fight!!! gibt es einen typischen Strato-Song: Schnell vorgetragen mit einem einfachen, aber effektiven Refrain.
„Just Carry On“, „Gypsy in Me“ und „„Leave the Tribe“ sind die Gute-Laune-Stücke des Albums und ein deutlicher Fingerzeig zu, Schaffen der Band in den 90ern.
„Back to Madness“ überrascht mit einem plötzlichen Break und dem Übergang zu konträrem Operngesang und klassischer Instrumentierung. Ungewöhnlich!
„Götterdämmerung (Zenith of Power)“ , ein schweres Stück im Mid-Tempo-Bereich, sorgte im Vorfeld bereits für Aufregung, weil es ursprünglich „Hitler“ heißen sollte. Der Song selbst ist leider nicht so aufregend wie die ihm vorgelagerte Diskussion. Eine Ballade darf natürlich nicht fehlen und so sorgt das gefühlvolle und träumerische „The Land of Ice and Snow“ für Entspannung. Das stampfende „United“ fällt vor allem durch die stark betonten Keyboards und den pathetischen Charakter auf.
Insgesamt ein gutes Album, das (leider) nicht an alte Glanztaten herankommt und das trotz der verhältnissmäßig vielförmigen Stimmungen nach wie vor die prägenden Merkmale des Stratovarius-Sounds enthält.
7.0 Punkte von LEX (am 22.08.2005)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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