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 Dark Lunacy (Italien) "Devoid" CD

Dark Lunacy - Devoid CD  


Label: Metal Blade  (302 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2001   (158 verwandte Reviews)
Spieldauer: 69:00
Musikstil: Death Metal   (1820 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: DEATH METAL
Homepage: http://www.darklunacy.com
Weitere Links: http://www.metalblade.de


Weitere Infos zu Dark Lunacy:
REVIEWS:
Dark Lunacy Devoid
Dark Lunacy The Diarist
Mehr über Dark Lunacy in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Kreativität und Eigenständigkeit- das sind Begriffe, mit welchen man heute leider nur noch die Minderheit an erscheinenden CDs betiteln kann, da mittlerweile bekanntlich häufig eher auf gute Nachahmung gesetzt wird. Bei DARK LUNACY allerdings ist weit und breit keine Spur von geklauten Ideen zu finden. Was man von DEVOID, dem Debüt der 4 Italiener erwarten kann, ist erstklassiger (recht technischer) Death Metal in Symbiose mit Klassik. Und Klassik bedeutet in diesem Fall keineswegs die Verwendung einer einzigen Violine, die sich ab und an bei Bedarf meldet, nein, hier kommen eine ganze Menge weiterer Instrumente zum tragen. Es werden beispielsweise mehrere Geigen, Bratschen, Celli und ein Glockenspiel verwendet und sogar ein Chor findet seinen Platz. Hier ist eine geniale Harmonie zwischen Aggressivität und wunderbaren, klassischen Melodien zu finden, die einen von Anfang an begeistert und in seinen Bann zieht. Schon mit „Dolls“, dem ersten Song auf DEVOID, bekommt man gehörig gesagt, was Eigenständigkeit bedeuten kann. Eine Violinenmelodie leitet diesen Titel ein und schafft es sofort, sich im Hörerohr einzunisten. Alsbald setzen dann auch verzerrte Gitarren, treibendes Drumming und Death-Metal-typisches Gegrunze ein, was das Klassische für kurze Zeit ablöst, bevor die Kombination beider Charaktere das wunderbare Zusammenpassen vermittelt. Zwischendurch wird mit eindringlichen Flüsterpassagen bedrohliche Stimmung erzeugt, bevor die vom Anfang bekannte Melodie diesen Songs nach 7:08 Minuten wieder beendet.
Doch zunächst soll auch das sehr wohl auffallende Coverartwork und die Bookletgestaltung nicht vernachlässigt werden. Hätte man mir diese CD ohne Angaben des Bandnamens unter die Nase gehalten, so wäre ich kaum auf den Gedanken gekommen, eine Metal-Scheibe in den Händen zu halten, geschweige denn eine von der härteren Sorte. Und genauso interessant wie mit der Gestaltung des Covers mit altem Notenpapier etc. wird auch im Booklet fortgefahren. Besonders fallen die Songtitel auf, welche in russischen Buchstaben gedruckt wurden, jedoch die eigentlich Englischen Titel gut erkennen lassen, also keine russischen Wörter ergeben...
Mit dem zweiten Song, „Stalingrad“ wurde, wie ich finde, ein Highlight auf dieser Platte geschaffen, wenn auch insgesamt alle Songs eine sehr hohe Qualität aufzuweisen haben. Mit diesem Stück werden die Ängste und Gefühle eines Mannes beschrieben und verarbeitet, der die furchtbare Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg als Soldat miterlebte. Positiv auffallend ist, dass hierbei allerdings keine Partei ergriffen wird, sodass es offen bleibt, ob der Soldat Deutscher oder Russischer Armee angehörte. Der Song ist mit schmerzhaften, traurigen aber auch hoffnungsvollen Melodiebögen ausgestattet, und auch den Text lohnt es zu lesen, wodurch dieser Song noch zusätzlich an Tiefsinnigkeit gewinnt.
Insgesamt gesehen verwenden die Italiener bekannte Russische Melodien (wie beispielweise in „Forlorn“), stimmungsvolle Chorpassagen und eigen Komponiertes und kombinieren dies mit erstaunlicher Leichtigkeit mit typischen Death Metal-Faktoren.
Dann hat diese eigenwillige Platte etwas zu bieten, was man selten antrifft. Und zwar ist der Titelsong ein Instrumental und zudem noch so gestaltet, dass er fast schon als eine Art Intro für den darauf folgenden Song gezählt werden kann. Diese Idee wirkt sich allerdings nicht eine Sekunde negativ auf die Gesamtstimmung aus, sondern unterstützt diese noch in gutem Maße.
Weiter gehts mit einem zu Anfang sehr ruhigen Stück welches großteils mit Flüstern und leisen Instrumenten ausgestattet ist. Dieser Song wirkt auf mich gleichermaßen bedrohlich wie auffordernd und gleichzeitig beruhigend. Er besitzt eine gute Atmosphäre. Am Ende von „Time For Decay“ geht’s noch mal, verglichen mit dem Anfang des Stückes, ein klein wenig heftiger zur Sache, ohne jedoch die anfängliche Intensität zu verlieren. Als schließlichen Abschluss der Platte tönt „Take My Cry“ aus den Boxen, welches einen recht passenden und harmonischen Abschluss von DEVOID darstellt. Obwohl dieser Song keinesfalls einer von der ruhigeren Sorte ist, wie man es von vielen CDs kennt, sondern noch einmal eher richtig zur Sache geht.
Insgesamt kann ich diese abwechslungsreiche Platte also nur ausdrücklich loben und einfach kurz und ergreifend nur weiterempfehlen. Selbst Solchem sei zumindest das Reinhören dieses Albums ans Herz gelegt, der sonst eher weniger mit Death Metal am Hut hat, da das Resultat wirklich bewundernswert ist.


Dark Lunacy:
Via Gandhi 21
43100 Parma (Italy)
enomys@netclub.

 
10.0 Punkte von Björn Springorum (am 28.02.2002)
 
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