3,5 Jahre ist es inzwischen her, dass Hannovers Kult-Deather Ihren ersten Output in Form des 4-Track-Demos „Rising from the depths“ rausgehauen haben. Jetzt endlich liegt mit „Fragments of Insanity“ der erste vollständige Longplayer der Band vor, pickepackevoll mit old-schooligem Death-/Thrash-Metal-Futter, was jedem Genre-Fan runtergehen müsste wie Öl.
Der zu „Rising from the depths“ – Zeiten noch überdeutliche BOLT THROWER-Einfluss (es gibt sicher schlechtere Referenzen) ist inzwischen einer breiteren Ausrichtung des Songmaterials gewichen. Klar, das Organ von Front-Gurgler Matze klingt nach wie vor wie eine raüdige Mischung aus Chris Barnes (ex-CANNIBAL CORPSE, SIX FEET UNDER) und Dave Ingram (ex-BENEDICTION, ex-BOLT THROWER).
Das Songwriting hingegen ist diesmal weitaus eigenständiger und vor allem vielseitiger ausgefallen. Während man bei Klasse-Songs wie „Upon the Altar“ und „Bone eating parasite“ in Thrash-Metal bzw. Deathgrind-Gefilden rumpflügt, fährt man mit „Spiral of Blood“ und „The Crowning“ schon recht anspruchsvolle, melodische Songs auf. Der Rausschmeisser „Regiment of Worms“ kommt sogar als schleppendes Doom-Monster daher. Höhepunkt der Scheibe ist für mich zweifelsohne der Opener „Human Downfall“, bei dem man es prima verstanden hat, Brutalität, Melodie und den eigenen technischen Anspruch zu einem genialen Song zu verschmelzen.
Leider bemerkt man gerade bei den komplexeren Stücken hier und da noch einige Ungereimtheiten. Mit dem nötigen Feinschliff beim Songwriting und etwas flüssigerer Spieltechnik wird man die Kritikpunkte aber sicherlich künftig noch ausmerzen können. Fakt ist: Es befindet sich unter den zwölf Stücken nicht ein einziger Ausfall auf der Scheibe, die eine Menge Spaß und Lust auf den nächsten Live-Gig der Band macht. Das Scheibchen könnt Ihr auf der o. a. übrigens sehr amüsanten Homepage der Band für einen 10er (inkl. Versand) ordern.
7.0 Punkte von Schneider (am 06.12.2005)
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musikalischer Background des Verfassers 80`s Metal, Old School Thrash, Brutal & Technical Death, Metalcore, Hardcore, Mathcore, Hardrock, Melodic Rock/AOR, Prog-Metal
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