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 Lacuna Coil (Italien) "Comalies" CD

Lacuna Coil - Comalies - Klicke zum Vergroessern Zum vergrößern anklicken!
 


Label: Century Media  (400 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2002   (299 verwandte Reviews)
Spieldauer: 51:49
Musikstil: Gothic (Rock/Metal)   (627 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: Gothic Rock
Homepage: http://lacunacoil.it
Weitere Links: http://www.centurymedia.de


Weitere Infos zu Lacuna Coil:
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Mehr über Lacuna Coil in der Metalopedia
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Lacuna Coil - Comalies

Es ist Donnerstag kurz nach Mitternacht. Endlich kann ich die neue Lacuna Coil CD "Comalies" in die Anlage schieben. Wird ja auch höchste Zeit, denke ich, denn immerhin steht am Samstag ein Interview mit Frontfrau Cristina Scabbia an. Dummerweise ist es schon ein wenig spät und konzentriertes Zuhören nicht mehr wirklich eine Option. Also stelle ich den Sleep-Timer meines CD Players auf zwanzig Minuten ein und haue mich in die Koje. Hölle, was kommt da aus den Boxen? Was für ein Hammersound. Was für Mördermelodien. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Für die Italiener steht das verflixte dritte Album an, und dieser Problematik mit so einer Antwort zu begegnen grenzt fast schon an Dreistigkeit. "Comalies" ist ein schier endloses Sammelsurium an Stimmungen, Emotionen und seelischen Impressionen, gekleidet in ein nahezu perfektes, erneut von Waldemar Sorychta geschmiedetes Klangkostüm. Aggression, Sinnlichkeit, Verzweiflung, Sehnsucht, Trauer, Erregung und Lebenslust geben sich stimmig verbunden die Klinke in die Hand und werden dabei getragen von äußerst heavy produzierten Gitarren und dem besten Drumsound, den ich je gehört habe. Schon beim ersten Song fällt auf, dass die Band auf gar keinen Fall in die Schublade Gothic Metal zu stecken ist. Überhaupt tut man sich einmal mehr schwer, diese Combo zu kategorisieren, doch wozu soll das auch gut sein? Lacuna Coil präsentieren uns eine Mischung aus Rock, Metal, Gothic und klassischen Einflüssen, und ihnen gelingt das Kunststück, diese Elemente ihn jedem ihrer Stücke zu verbinden. Dabei ist die epische Tiefe ihres Songwritings mindestens genau so beeindruckend wie die Steigerung ihres musikalischen Könnens. Auch hier möchte ich als aller erstes auf das Schlagzeug verweisen, denn das interessante und variable Spiel Christiano Mozzatis gefällt mir sehr. Die größte Anstrengung hat anscheinend Sänger Andrea hinter sich, dessen tiefe raue Vocals deutlich an Umfang und Variabilität gewonnen haben. Und über allem thront natürlich die Stimme Cristinas, die ihrer mittlerweile doch recht großen Konkurrenz ausdrucksstarker weiblicher Sängerinnen mit dieser Vorstellung einiges zu denken geben wird. Doch betrachten wir die Songs mal im einzelnen:

Das epische Monument Swamped ist der ideale Opener für diese furiose CD. Cristina schwebt im Hintergrund über dem spannungsgeladenen Gesang von Andrea, der gleich zu Beginn zeigt, was er in den letzten Monaten gelernt hat. Getragen wird der Song von einem fetten Hammerriff und überrascht am Ende gar mit durchdachten Breaks. Heaven's a lie erscheint vorab als Single, wälzt sich fast schon schleppend in den Gehörgang und besticht durch einen eingängigen Gesang. Die großartige Strophe von Daylight Dancer reißt sofort mit. Der Song hat eine äußerst interessante Melodieführung und der Dialog von Andrea und Cristina funktioniert hier erstmals so richtig perfekt. Humane ist ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst etwas verspielt und beinahe gleichgültig zieht die Musik den Hörer sehr bald nach unten, gibt ihm zwei Takte später aber neue Hoffnung, nur um sie ihm sofort wieder zu nehmen. Nach diesem vierfachen Feuerwerk kommt mit Self deception, der übrigens auch auf der Single enthalten sein wird, der erste kleine Hänger. Die gezupften E-Gitarren hat man sicherlich schon einmal auf einer anderen Scheibe gehört, und die gestampften Achtel hauen auch nicht sonderlich vom Hocker. Nachdem sich mit Aeon ein kurzes Interludium präsentiert hat, zeigt sich die Band in Tight Rope sehr modern. Ein schweres Riff wird umspielt von hypnotischen Soundkaskaden, in denen sich verträumt die Stimmen von Andrea und Cristina räkeln. Nervenzerreißende Streicherklänge leiten das wunderschöne The Ghost Woman and the Hunter ein. Hier präsentieren uns Lacuna Coil einen sehr balladesken Track, und Cristina führt uns diesmal ganz allein in eine Welt voller Sehnsucht und Verlangen. Unspoken geht sehr leicht ins Ohr und erinnert mich ein wenig an ein atmosphärisches Stück Popmusik der Marke T'pau oder aha. Auch bei Entwined geht es eher ruhiger zu. Die Komposition lebt von seinem herzzerreißenden Refrain, bis Gitarren und Schlagzeug wütend zurückschlagen. Andrea hat sich einige Zeit etwas zurückgehalten, nun meldet er sich in The Prophet Said wieder zurück. Doch der Song wirkt aufgrund seiner mal wieder gestoppten Achtel, einem etwas wirren Drumming und wenig einfallsreichen Gesangslinien etwas langweilig. Angel's Punishment ist zweifelsohne das experimentellste Stück, für das ich auf das Interview verweisen möchte, wo einiges darüber zu lesen ist. Den Abschluss bildet der ausgeklügelte Titeltrack, der noch einmal alle Register zieht. Cristina beginnt zunächst sehr zurückhaltend auf italienisch, mit dem Gesang von Andrea in englischer Sprache gewinnt die Musik an Drive, was Cristina gleichmütig in der gleichen Sprache beantwortet. Sehr eindringlich und hypnotisierend findet ein Album seinen Abschluss, das Lacuna Coil einen großen Schritt weiter nach vorne bringen wird.

Unterm Strich ziehe ich für zwei nicht sonderlich herausragende Stücke jeweils einen halben Punkt ab. Es bleiben neun wohlverdiente Schulterklopfer für "Comalies", das sich jeder in das Regal stellen sollte, der auf abwechslungsreichen, atmosphärischen Heavy Metal mit Düsterschlagseite steht. Ab dem 23. September könnt ihr den Italienern finanziell unter die Arme greifen, und ich freue mich schon auf die Tour mit Sentenced.

 
Tracklist: Lineup:
1. Swamped
2. Heaven`s a lie
3. Daylight dancer
4. Humane
5. Self deception
6. Aeon
7. Tight rope
8. The ghost woman and the hunter
9. Unspoken
10. Entwined
11. The prophet said
12. Angel`s punishment
13. Comalies

 

 
9.0 Punkte von Christian (am 03.09.2002)
 
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6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"

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