Thy Majestie (Italien) "Hastings 1066" CD
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Wir drehen das Rad der Zeit 936 Jahre zurück. Wir schreiben das Jahr 1066.
Am 28.Septemper landete Wilhelm der Eroberer mit einer Invasionsflotte bei Pevensey in Südengland. Er hatte Bogenschützen, Infanterie und sogar Kavallerie über den Kanal gebracht. Die Nachricht von der Landung erreichte den damaligen König von England, Harold Godwinson, kurz nach dem Sieg bei Stamford Bridge im Norden, wo er eine plündernde Wikingerarmee zurückgeschlagen hatte. Innerhalb von 14 Tagen marschierte Harold mit seinen Kriegern nach Süden, um seinen Thron zu verteidigen. Am Abend des 13. Oktober lagerte er auf Caldbec Hill außerhalb von Hastings und am 14. Oktober stießen die beiden Heere am Ort der heutigen Battle Abbey zusammen. Das normannische Reiterheer unter Wilhelm dem Eroberer schlug die zu Fuß kämpfenden Angelsachsen. Deren König Harald fiel im Kampf, und Wilhelm errang die Krone. Diese Schlacht gilt in der britischen Geschichtsschreibung als die letzte erfolgreiche Eroberung Englands. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund der nunmehr dritten Scheibe der Italo-Power-Metaller von Thy Majestie. Wie schon das textliche Konzept zeigt, unterscheidet sich diese Band von Rhapsody. Geschichtlicher Hintergrund statt fantastischer Schlachten. Trotzdem müssen die orthographisch falsch geschriebenen Thy Majestie in eine Reihe mit anderen Vertretern ihres Landes eingeordnet werden. „Hastings 1066“ ist bestimmt nicht schlecht, nur wer grundsätzlich eine Abneigung gegen den italienisch geprägten Power-Metal hat und die dortigen Bands dieses Sektors als Klone von Rhapsody, White Skull oder Labyrinth abtut, der wird auch an dieser Scheibe wenig Freude finden. Bemerkenswert ist trotzdem, dass es die Band geschafft hat in einem völlig übersättigten Sektor doch noch einen Pfad zu finden, der noch nicht ganz platt getrampelt wurde. Das Weglassen von Soundeffekten wie Kriegsgeschrei und scheppernden Schwertern sowie der Einsatz orchestraler Momente wie Streicher verleiht „Hastings 1066“ eine gewisse Eigenständigkeit. Dazu gesellen sich teilweise sehr progressive – weit weg von Trallalla-Melodien - Elemente , die zumindest bei den ersten Durchläufen recht sperrig wirken und somit ein Garant für längeres Hörvergnügen sind. Sucht Ihr einen melodischen, atmosphärischen Rollenspiel-Soundtrack, der auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird ? Dann schlagt hier zu.
1. Rerum Memoira
2. The King and the Warrior
3. Intro
4. Echoes of War
5. The Sight of Telham Hill
6. Incipit Bellum
7. Intro
8. The Scream of Taillefer
9. Intro
10. Anger of Fate
11. Intro
12. The Pride of Housecarl
13. Through the Bridge of Spears
14. Demons on the Crown
Dario Grillo: Gesang
Maurizio Malta: Gitarre
Giovanni Santini: Gitarre
Dario D`Alessando: Bass
Giuseppe Bondi: Keyboards
Claudio Diprima: Schlagzeug
7.5 Punkte von LEX (am 19.09.2002)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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