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Eigenproduktion Carpe Noctem (Polen) "Whirl Of Hate" MCD

Carpe Noctem - Whirl Of Hate MCD  


Label: Eigenproduktion  (2048 verwandte Reviews)
Veröffentlichung: 2001   (158 verwandte Reviews)
Spieldauer: 16:56
Musikstil: Melodic Black/Death/Thrash   (482 verwandte Reviews)
Musikbeschreibung: MELODIC BLACK METAL
Homepage: http://


Weitere Infos zu Carpe Noctem:
REVIEWS:
Carpe Noctem Whirl Of Hate
Mehr über Carpe Noctem in der Metalopedia
Diskussion zum Review
im Forum

Höchstwahrscheinlich haben einige auch schon vor Entstehen der Gothic-, Gruft- und Blackmetalszene das berühmte und allgemein bekannte Zitat von Horaz (Oden l, 11,8) „Carpe diem“ (für Nichtlateiner: „Nutze den Tag“, freier „Genieße den Augenblick“) zu „Carpe noctem“ umgewandelt, aber richtig eingebürgert hat sich das erst seit Entstehen oben genannter Szenen. Einige polnische Blackmetaller haben nun anscheinend so sehr Gefallen an diesen zwei Worten gefunden, dass sie sich dann CARPE NOCTEM als Bandnamen ausgesucht haben.

Aus Poznań (Posen) stammt diese Schwarzmetallformation, einer großen polnischen Stadt an der mittleren Warthe, die sich trotz der Messehallen und moderneren, imposanten Bauten nicht zu verstecken braucht, sondern unter anderem auch eine verträumte und ruhige Dominsel, eine wunderschöne Altstadt, viele Seen, ein Renaissancerathaus und nicht zuletzt auch eine gesunde Metalszene bietet.

Verstecken müssen sich auch CARPE NOCTEM nicht. Eher im Gegenteil...Diese geniale melodische Blackmetalband wurde von Dawid (Gitarre) und Mintaj (Maciej, Schlagzeug) im Winter 1998/1999 gegründet. Im September 2000 stieß dann der durch die schon länger agierende und berühmte heidnisch-folkloristische Gruppe PERUNWIT bekannte Sänger Wilczan hinzu. Wenn man bedenkt, dass die Gruppe erst seit knapp drei Jahren existiert und schon einige Wechsel im Lineup hinter sich hat, dann verwundert die hohe Qualität des vorliegenden Werkes umso mehr.

CARPE NOCTEMS „WHIRL OF HATE“ stellt für mich eines der Highlights des Jahres 2001 im Bereich des (melodischen) Blackmetals dar. Schon bevor man die Scheibe in den CD-Player befördert, wird man angenehm überrascht, kann doch die Gruppe auch in optischer Hinsicht überzeugen. Cover und Schriftzug sind schwarzweiß, traditionell, originell, schlicht und sehr ästhetisch gehalten.

Direkte Vergleich fallen mir bei CARPE NOCTEM nicht ein, höchstens im Bezug auf die Stimme, die etwas an die Vocals bei älteren MOONSPELL zu blackmetallisch angehauchten Zeiten („Under The Moonspell“, „Wolfheart“) erinnert. Sie ist angenehm tief, relativ gut verständlich, und eher kontrolliert dominant, denn kreischend aggressiv. Vor Allem aber ist sie super produziert und weder zu sehr in den Hintergrund, noch zu sehr in den Vordergrund geraten. Überhaupt ist die gesamte Aufnahme für eine Blackmetal-Untergrund-Band aus Polen ziemlich gelungen und lässt keine Wünsche offen.

CARPE NOCTEM spielen Blackmetal (oder von mir aus auch Darkmetal) der melodischeren Art, allerdings gibt es auch einige schnelle und aggressive Parts, die dann etwas oldschool-mäßig klingen. Gestützt wird die Musik primär auf die superbe Leadgitarrenarbeit , die sehr stark im klassischen Heavy Metal verwurzelt ist und auf das zwar gemäßigte aber sehr gute und raffinierte Schlagzeugspiel, einen sehr hohen und wichtigen Anteil hat jedoch auch das Keyboard, welches bei dieser Band jedoch überhaupt nicht „billig“, und gnerell etwas anders als von vielen Genrekollegen gewohnt klingt. Es ist NIE auch nur etwas nervend, nicht zu dominant und geht absolut im Rest der Musik auf, ist ein gleichberechtigter und notwendiger Teil von der Musik. Bemerkenswert sind die originellen Rhythmus- und Geschwindigkeitswechsel sowie der superbe Sänger. Aggressive Parts gehen Hand in Hand mit harmonischen langsameren Passagen.

Diese Band ist im Gegensatz zu manchen Blackmetalkollegen erwachsen und reif, und scheut sich nicht Manns genug zu sein und ihre eigene Vision des (Black-)Metals zu leben. Wie sich das offenbart? Man setzt sich einerseits selbstbewusst über diejenigen weg, die meinen, Satanismus und Metalspirit könnten nicht mit schönen, beinahe schon „süßlichen“ Melodien und positiver Ausstrahlung einhergehen, driftet andererseits aber auch zu keinem Augenblick (!)in kitschige und langweilige Gefilde ab, sondern kann auf dieser Mini-CD konstant ein hohes und ansprechendes Niveau halten. Die Band ist sich ihrer Fähigkeiten und Ideale bewusst, und präsentiert uns stolz eine etwas andere Sichtweise innerhalb des (melodischeren) Schwarzmetalls. Der Kampfgeist, der Siegeswille und letztendlich auch die Lebensfreude (auch wenn jetzt manche lachen werden, aber sonst hätte man sich ja doch auch schon längst abknallen können...) werden in eine positive, harmonische, packende und martialische Grundstimmung gepackt, die trotz der melancholischen und düsteren Momente dominiert. Jedoch hat sie NICHTS mit irgendwelchen naiven Albernheiten oder Ähnlichem zu tun – damit das klar ist.

Diese Mini-CD macht Lust auf mehr, und so hoffe ich denn auch auf einen möglichst bald erscheinenden Longplayer....

Nette Infos:

WWW.SONNSEIT.DE.VU
Versand

MP3 auf : www.twierdza.de.vua



 
10.0 Punkte von Børge (am 02.10.2001)
 
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