Pagan Angel (Deutschland) "Demons to some..." CD
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"Metal aus Steinfurt" prangert es auf der Homepage der 5 Engelchen aus dem Münsterland. Und genau das macht diese Scheibe auch aus: Metal. So erfrischend direkt und unkommerziell ausgelegt, daß es eine Freude ist diese Scheibe anzuhören. Dabei erinnert das Intro mit Orgel und kirchenähnlicher Atmosphäre und dem Prediger mit seiner "Demons to some, Angels to others"- Zeile eher an eine Gruft-Rock-Band.
Mit einem Death Metal-Kotzer und heftigsten Gitarrenriffs wird spätestens mit Track 2 "Pagan Angel" klar, daß diese Band richtigen Metal spielt. Besonders interessant finde ich die Tatsache, daß sich das erste Riff dieses Stücks sehr stark nach einem alten (logischerweise schneller gespielten) Candlemass-Riff anhört. "The Emptiness" zeigt das Quintet dann vor seiner thrashigeren Seite. Zusammen mit heftigen, schnellen Gitarrensalven und einer grandiosen Melodielinie wird der Track zu einen heftigen Nackenbrecher. Mit einem sehr ruhigen Gitarrensolo fängt dann "Schwarzes Blut", der vierte Stück der CD an. Durch den deutschen Fantasy-Text (nein ! keine Drachen und nackte Helden) und zwischendurch gezielt eingestreuten Schlachtgeräuschen bekommt diese Speed-Granate eine besondere Note und beweist, daß Pagan Angel nicht nur sinnlos aufs Gaspedal treten können, sondern auch in puncto künstlerischem Ausdruck Klasse besitzen. "Goddess of Pain" ist durch den extrem eingängigen, hymnenhaften Refrain die nächste Überraschung und präsentiert die Steinfurter erneut von einer anderen Seite.
Als letztes möchte ich noch den abschließenden 10-Minüter "Warlord Titan" herausheben, eine Metapher für Selbsterkenntnis und individuelles Denken, beschrieben anhand der Entstehung der Engel. Wie aus dem bisherigen Verlauf der CD auch nicht anders zu erwarten war, gelingt es Pagan Angel nahezu perfekt textliche Elemente mit passender Musik und Geräusche zu kombinieren. Eine lange und intensive Auseinandersetzung mit dem beim ersten Anhören etwas deplaziert wirkenden Stück, verdeutlicht erst die künstlerische Klasse, die zur Umsetzung dieses Konzeptes notwendig ist und die Pagan Angel ohne Zweifel besitzt. 41 äußerst abwechslungsreiche Minuten ohne Ausrutscher und mit einigen Höhepunkten. Macht 8,5 Punkte und die Gewißheit, daß sich im teutonischen Underground geniale Bands tummeln.
Tracklist:
1.) Intro
2.) Pagan Angel
3.) The Emptiness
4.) Schwarzes Blut
5.) Leave Me Alone
6.) Goddess Of Pain
7.) Revenge
8.) Warlord Titan
Die Band:
Jens Reina Schiffers – Gitarre
Christoph Küper – Drums
Marcel Dreckmann – Stimme
Stefan Keller – Fundamentalist
Christian Demter – Gitarre
8.5 Punkte von LEX (am 10.10.2001)
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musikalischer Background des Verfassers True-und Power-Metal, Viking/Pagan/Folk-Metal, Osteuropa und Exoten in jeglicher Form, Genreübergreifendes, auch mal Thrash oder Death und Black in melodischer Ausprägung sowie ein wenig Gothic und Punk.
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