The Gathering (Niederlande) "Sleepy Buildings – A Semi Acoustic Evening" CD
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Vor einiger Zeit beschäftigte ein ganz besonderer Event Fans und Presse gleichermaßen: Die wohl jedem Surfer bekannte Band The Gathering trat am 21. und 22. August 2003 im Lux Kino der niederländischen Stadt Nimwegen auf. Glücklich schätzten sich die, die an einem dieser Abende dabei gewesen waren. Alle anderen vor Neid mittlerweile ziemliche blassen Fans der Holländer dürfen sich nun wenigstens mit dem Live Mitschnitt des Konzertes begnügen. Das Besondere an diesem Auftritt war, dass alle Songs in einer bisher nie da gewesenen Version gespielt wurden. Die Band verzichtete weitestgehend auf elektronische Instrumente und bot die vierzehn enthaltenen Stücke in rauchiger Clubatmosphäre mit dem Charm einer Chanson Band dar. Dies verleiht den ohnehin schon sehr gefühlvollen Kompositionen von The Gathering einen zusätzlichen Hauch Melancholie, und allein das macht „Sleepy Buildings“ hörenswert.
Die Band macht einen Rundumschlag über ihre gesamte Schaffensperiode. Ganz alter Stoff und Songs aus den ersten beiden Alben mit Anneke werden vielen Fans der neuen, experimentellen The Gathering sicher fremd sein. Es sind aber natürlich auch genügend aktuelle Tracks von der „How to measure a planet“ und der „If_then_else“ dabei. Lediglich der Überhammer „Nighttime Birds“ kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz. Wo steckt zum Beispiel der geniale Titelsong dieses Albums? Insgesamt ist dieser Silberling eine sehr runde Sache und eine ideale Hintergrundmusik, um an einem kalten Winterabend in der Badewanne zu entspannen.
Über die Holländer selbst muss man sicherlich nicht mehr viele Worte verlieren. Ein paar sollen es dennoch sein. The Gathering begannen vor vielen Jahren als Düstercombo. Im Kielwasser von Paradise Lost versuchte man sich sehr passabel an langsamen, epischen Doom Death Granaten. Mit dem Einstieg von Anneke van Giersbergen und der Hammerscheibe „Mandylion“ wechselten The Gathering in etwas melodischere, aber immer noch sehr melancholische Gefilde. Der aus dieser Zeit stammende Song „Strange Machines“ wird noch heute vehement bei Live Konzerten von den Fans gefordert. Das folgende „Nighttime Birds“ schlug in dieselbe Kerbe und ist mein persönlicher Favorit. „How to measure a planet“ führte Anneke und ihre Mannen dann erstmals in elektronischere Welten. „If_than_else“ prägte dann erstmalig den Sound, den die Band selbst als „Trip Rock“ bezeichnet und der wohl die Zukunft für die Holländer darstellt. Zumindest lassen das die Veröffentlichung von „Sleepy Buildings“ und die neue Scheibe „Souvenirs“, von der auf dem vorliegenden Produkt nichts zu hören ist, vermuten.
Bleibt mir nur noch das Auflisten der Tracks und natürlich die Benotung:
Locked away
Saturnine
Amity
The mirror waters
Red is a slow colour
Sleepy buildings
Travel
Shring
In motion part II
Stonegarden
My electricity
Eléanor
Marooned
Like fountains 8.0 Punkte von Christian (am 02.02.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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