Schon wieder eine Dame am Mikro! Aber hey, endlich auch mal wieder etwas „deftigeres“. Bei Enter Chaos handelt es sich nämlich um die Ex-Frontfrau von Immemorial, was ja soviel heißt, dass sich diese Powerdame irgendwo zwischen Rachel (Sinister) und Angela (Arch Enemy) verirrt hat. Ja, die Stimme knallt.
Nach dem Debüt „Dreamworker“ von 2002 dürfte bzw. sollte einigen diese Band schon bekannt vorkommen. Schließlich haben sie in vielen Ländern nur positive Berichte erhalten und durften sogar beim letztjährigen Metalmania Festival zusammen mit u.a. Samael und Vader auftreten. Wer sie trotzdem noch nicht kennt, dem möchte ich dies hier ein bissl verkürzt darstellen: Enter Chaos startete im Januar 2002 zunächst als eine reine Projektband aus den Mitgliedern von Immemorial, Devilyn, Behemoth, Trauma und vieler andere polnischen Bands. Tja, mittlerweile scheint sich dieses Projekt zu einer festen Band entwickelt zu haben, was ja nicht nur durch das Debütwerk bestätigt wurde. Zurzeit gibt es folgendes Line-Up: Marta Martex – voc. (ex-Immemorial), L. Rambo – dr. (ex-Moon, Damnation, Demise), Ozz – guit. (Demise), Zenek – guit. (Dar Senai), D. – guit. (Azarath, ex-Cenotaph), Seb-Off – guit. und B. Low – bas. Wollen wir mal hoffen, dass sich diese Gruppe mit ihren etlichen anderen Bands und Projekten nicht mal verirrt (auf jeden Fall wäre es lustig mal alle Bands auf einem gemeinsamen Festival live zu erleben, da hätten einige bestimmt eine Menge zu tun).
Zur Musik: Es ist purer Death Metal, mit brachial-aggressiven Vocals der auch mal hier und da durch Melodien überzeugen kann und sowohl mit Geballer-Attacken, als auch im Midtempo-Bereich qualitativ überzeugen kann. Hatte ich noch beim Debüt den Eindruck, dass auch Vader als Vergleich gezogen werden kann, so ist es bei „Aura Sense“ eher die Ausnahme einen solchen Vergleiche zu ziehen. Hier könnte man eine bunte Mischung aus Ami-Death-, Schweden-Death, Polska-Death als auch Britis-Death/Grind – Combos ziehen!!! Ab und zu gibt es auch eine Art Industrial Metal Samples, die zwar schon passen, aber irgendwie doch für ein typisches Death Metal Album mich eher abschrecken. Vor allem die zusätzliche „alternativ“ Version von „Baby the Handgun“ (welches im Original überzeugen kann) nervt total. Was soll das? Können die Bands so etwas nicht für irgendwelche Projekte oder Bonus-CDs verwenden, wenn es überhaupt sein muss? Klar, es ist schön sich zu outen und viele Richtungen zu mögen, aber warum muss dies dann auch noch auf ein solches Album? Für meine Begriffe schadet es nur dem Gesamteindruck dieser eigentlichen Death Metal Attacke.
Fazit: Cooler Death Metal, der aber an sich nicht ganz neu ist, aber die coolen Vocals sind eine Sache für sich. Im Klartext: Schwedischer Melodic-Deathmetal trifft auf den typischen Amideath, wobei hier noch eine enorme Dosis polnischer und englischer Death/Grind-Schule hineingemischt wird. 7.0 Punkte von Arturek (am 19.02.2004)
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