Ansprechend fand ich zunächst einmal das Cover der hier vorliegenden CD von “Seasick”. Das Teil heißt „Bestie Mensch“ und das Cover zeigt, wie ihr sehen könnt, diesen beim Abschlachten von Walen. Eine Horde Vollidioten steht Knietief in Blut und sticht mit allem, was Mama im Küchenschrank hat auf die an den Strand gescheuchten Tiere ein. Hehe, wie passend! Dafür kriegen wir bestimmt noch mal die Rechnung präsentiert, aber das ist ein anderes Thema.
Die Band existiert seit 1992 und entstand aus den Trümmern von „Deep End“ und „Breadless Art“. Das derzeitige Line-up besteht aus Kette (Voc.), Crissi (Bass), Mingo (Git.), Nussi (Dr.). Über die Jahre hinweg veröffentlichten sie bereits ein Demo (1994), eine CD (1998) und zwei 7“ EPs (2000 & 2002).
Musikalisch würde ich sie zunächst mal als Punk einstufen. Jedoch als einen ziemlichen rüpeligen Ableger dieser Kategorie. Schneller rotziger Punk, der manchmal schon in Grindcore übergeht. Auf der CD sind 10 reguläre Songs, welche bis auf einen („Human madness“) deutsche Texte haben. Zusätzlich gibt es noch 3 Bonustracks in Englisch. Inhaltlich geht es um Politik, Perspektivlosigkeit, die Dummheit mancher Mitmenschen und solche Sachen. Das zeigt sich schon bei den Namen der Songs wie z.B.: „Was ist ein Menschenleben wert?“, „Bis das Blut gefriert“, „Endstation Hass“ und „Nazi Bastard“.
Trotz der vielen guten Zutaten werde ich irgendwie nicht so richtig warm mit der Scheibe. Der Sound ist wirklich nicht berauschend und musikalisch wirkt irgendwie alles zu uninspiriert. Wäre es eine Garagen-Teenie-Punk Band, die sich mal den Frust von der Seele kotzen will, wäre dieses eine beachtliche Scheibe. Angesichts der Tatsache, dass die Musiker seit über zehn Jahren aktiv sind und auch vorher schon in anderen Bands Erfahrungen sammeln konnten, reicht es einfach nicht. Ich habe schon um längen bessere Demos gehört, von Bands, die gerade mal 2 Jahre zusammen waren und alles selbst zusammengeschustert haben.
Fazit: Sorry, ist zwar irgendwie Punkcore, aber wie ich schon sagte: Die Zutaten, Absichten und Einstellung sind gut, aber das Resultat kann mich nicht überzeugen.
4.0 Punkte von Arturek (am 01.03.2004)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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