Immortal Rites (Deutschland) "Art of devolution" CD
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Immortal Rites kommen aus Deutschland und machen melodischen Death Metal. Soweit erst mal nichts sonderlich Beeindruckendes. Diese Scheibe hebt sich doch durch die vielen Einflüsse und die Eigenständigkeit im musikalischen Stil der Band ziemlich vom Einheitsbrei der In Flames Klone ab. Stellenweise erinnern sie mich an Dimmu Borgir, aber dann wieder gehen meine Gedanken in Richtung Amon Amarth. Doch die genannten Bands haben auf keinen Fall Pate gestanden, sondern sind nur als Prisen von Gewürzen zu sehen, die in diesem Topf brodeln. Auch Bloodbath Anleihen finden sich stellenweise in den Midtempo- Stampfernummern. Dann geht’s wieder in Richtung Hypocrisy. Mannomann, ich höre mal lieber auf mit den Bands, die mir so durch den Kopf schießen und versuche mal die Mucke zu beschreiben. Die Drums variieren zwischen Blastbeat und Midtempo. Das ganze sehr gitarrenlastig und mit Gesang, der an Peter Tägtgren zu Abducted Zeiten erinnert, also zwischen Screams und Growls wechselt. Die Gitarren klingen echt geil, weil gewaltige und absolut stimmige Riffkonstruktionen, die auch bei alten True Metallern passen würden, über den Hörer hereinbrechen. Natürlich kommen hier und da auch mal Erinnerungen an In Flames zu „The Jester Race“ Zeiten auf, doch dies meine ich eher als Kompliment und nicht als Kopieranklage. Nicht so gut gefallen mir die langsameren Nummern, wie „Unitd Scars Anthem“. Die cleanen Vocals in Verbindung mit den Screams wollen bei mir nicht so richtig zünden.
Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde das Teil von Alex Krull (Atrocity) im Mastersound Studio. Der Sound ist dementsprechend glasklar und absolut fett. Hier gibt’s nix zu meckern. Alex Krull hat neben Liv Kristine (ex Theatre of Tragedy) sogar einige Gastvocals beigesteuert. Diese weiblichen Vocals in „Mirror Reflections“ kommen auch ziemlich geil rüber, wobei mir der Song auch zu langsam und zu melodisch ist. Das hat echt nix mehr mit Death Metal zu tun. Beim folgenden Song „Hallucinations Overture“ wird dagegen schon wieder schönes Todesblei gegossen, sodass eine kleine Verschnaufpause schon zu verkraften ist.
Fazit: Auf dieser CD fließt viel zusammen und sie kann sicherlich diejenigen trösten, die sich über die neue Neigung von In Flames für Computergedudel nicht freuen. Als „Nachfolger“ oder so was sind Immortal Rites aber nicht zu sehen, was sie sicher auch überhaupt nicht wollen. Zu eigenständig ist ihre Art der Musik und sie verdient es als etwas Selbständiges gesehen zu werden und nicht ständig für Vergleiche herangezogen zu werden. Für Grindfreaks ist das hier nix. Leute, die noch ein Restgespür für Melodie, Abwechslung und gut arrangierte Songs haben, sollten hier mal ein Ohr riskieren. Es lohnt sich.
8.0 Punkte von Karsten (am 08.04.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Death, Grind und alles was auf -core endet ! :-) Aber auch vieles andere ist willkommen...
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