Morgain (Slowakei) "Abandoned in the forest of weariness" CD
|
|
|
Weitere Infos zu Morgain: |
|
Abandoned in the forest of weariness (The call of the fairie) ist bereits das vierte Album der slowakischen Band Morgain. Seit dem Vorgänger „Rhymes in the forest of weariness “ sind allerdings drei lange Jahre vergangen. Wesentlichste Änderung im Sound der Band ist die zunehmende Geschwindigkeit in ihren Songs, so dass das „Doom“ in der angegebenen Schubladisierung „Hypnotic Gothic Doom Metal“ meiner Meinung nach entfallen sollte. Alles andere bescheibt die Musik der Osteuropäer aber treffend.
Ich selbst nehme das mal so hin mit der Veränderung. Beurteilen kann ich es nicht, denn „Abandoned...“ ist mein erster Kontakt mit den sieben Akteuren. So richtig begeistern kann mich der Gothic Metal mit seinem Wechselspiel von klarem Frauengesang mit einem angenehmen tiefen Timbre und einer aggressiven aber dennoch melodischen Männerstimme nicht. Das liegt vor allen Dingen an den Male Vocals. Diese arten hier und da in ziemlich uninspiriertes Gegröhle aus und nerven über weite Strecken. Für meinen Geschmack hält sich die Gitarre zudem viel zu sehr bedeckt. Bei Musik dieser Art frage ich mich immer wieder, warum überhaupt ein elektrischer Sechssaiter verwendet wird. Die etwas undurchsichtige Produktion macht den Zugang zum Album nicht leichter. Welche Zielgruppe eben diesen suchen soll, ist mir auch noch nicht so ganz klar. Für Metaller dürfte die Scheibe nicht hart genug sein. Gothic Tunten werden sich mit den recht komplexen Arrangements etwas schwer tun.
Beim Songwriting haben sich Morgain nämlich durchaus Mühe gegeben. Die Stücke enthalten ein paar interessante Rhythmuswechsel. Und die Band experimentiert mit einigen kuriosen Sounds und Instrumenten. So kommen beispielsweise eine Mundharmonika und ein Akkordeon zum Einsatz. Das gefällt mir auch sehr gut. Leider funktionieren die Strukturen oftmals nicht und die Melodieführungen sind mir hier und da allzu simpel. Hört euch mal „World is buried“ als Beweis dafür an. Auch ein Song wie das zähe „Vampirian blues“ haut mich nicht vom Hocker.
Dass die Slowaken etwas auf der Pfanne haben, zeigen sie bei dem sehr atmosphärischen „Following the shadows“ und dem gefühlvollen „Dying“. Wer der Band nach meinem ganzen Gemecker doch noch eine Chance geben will, sollte sich diese beiden Stücke als Anspieltipps merken.
5.5 Punkte von Christian (am 13.06.2004)
|
|
Druckversion des Artikels: |
 |
|
Artikel an Kumpel versenden: |
 |
|
|
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
|
|
|
|
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
|
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
|
|
|
|
|
|
|
[ Seit dem 13.06.04 wurde der Artikel 4409 mal gelesen ]
|