BLAKE, das ist eine neue finnische Band, bestehend aus vier jungen Musikern. Sie selbst sehen sich als ganz normale Rockband: sie fanden zusammen, merkten, daß sie gut harmonierten und so gründeten sie in Helsinki diese Band. Die Entstehung des Namens ist etwas mysteriös. Eines Tages trafen sie in einer Bar einen charismatischen Mann - Mr. Blake. Er inspirierte sie spirituell, zeigte ihnen den richtigen Weg, ja, er wurde sogar ihr Mentor. Als die Band dann in ihrer Entwicklung so weit war, alleine ihren Weg zu gehen, verschwand Mr. Blake, ohne ein Wort des Abschiedes oder einer Erklärung. Als Tribut an diesen mysteriösen Cowboy-Sensei Mr. Blake, nannte sich die Band fortan BLAKE. Die Finnen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Philosophie des Mr. Blake in die Welt zu tragen und die Welt dadurch zu verbessern...
Das merkt man an den Texten Aaros, denn sie sind immer ein mehr oder weniger "intergalaktisches Philosophium". Der Musikstil setzt sich aus Blues, Rock und "old scool" Heavy Metal, unterlegt mit progressivem Twist, zusammen. Im Jahr 2003 entstand das erste Album "Fireroot". Kurz vor der Veröffentlichung trennten sich die Musiker und von der Urbesetzung blieb nur Aaro übrig. Das neue Line up setzt sich wie folgt zusammen:
Aaro - vocals, guitar
Kimmo - bass
Sami O - drums
Sami H - guitar
Mit "Starbringer" werden nun wiederum die Philosophie und Werte des Mr. Blake zelebriert. Titel Nr.1 "To the Stars" ist das Intro von "Starbringer" und macht Lust auf das Album. Interessant ist die Gliederung von Intro über Intermission bis hin zum Outro. Das lässt auf eine klare Linie in der Thematik schließen, eine Art Geschichte wird erzählt: die Geschichte des ruhelosen (an einen Cowboy erinnernden) Wanderers durch die Zeit.
Sänger Aaro ist die bestimmende Kraft der Songs. Auch wenn Gitarren, Bass und Schlagzeug fleißig bedient werden, die Stimme Aaros ist immer das bestimmende Element. Schön, wie diese Abstimmung zwischen Gesang und Instrumenten harmoniert. Handwerklich verstehen die Finnen bestens zu überzeugen. Es ist zu merken, daß viel Wert auf eine melodische Umsetzung der Ideen gelegt wurde. Auch wenn die Texte für mich manchmal zu abstrakt und philosophisch sind (liegt wohl daran, daß ich intergalaktische Bildungslücken habe), der Gesamteindruck der Songs ist ansprechend. Song Nr. 4 "Evil remains evil" ist ein gutes Beispiel für die melodiöse Ausrichtung des Werkes. Bei "Walk in" hören sich die Gitarrenriffs wie den 60-er Jahren entsprungen an. Der gesamte Song basiert auf diesem Rhythmus, leicht nostalgisch angehaucht, aber sehr eingängig und einprägsam.
BLAKE sagen von sich: "BLAKE ist eine Rockband die Heavy Music spielt. Wir sind definitiv keine Metal-Band, wir sind eine Heavy- Rock- Band."
Und damit haben sie recht! Spätestens bei "Circles of light" wird das sehr deutlich. "Other side", das Zwischenstück, zieht einen klaren Strich unter den ersten Teil der Geschichte. Die anschließende Coverversion vom Jethro Tull Song "Beggars farm" ist wieder deutlich härter. Allerdings wird dieser Eindruck von sehr melodischen Gitarrensoli unterbrochen. Dieser Song ist das älteste live gespielte Stück von BLAKE, weshalb es auch auf diesem Album vertreten ist. "Crawl" ist ein sehr bluesiger Song, von metallastigen Sound begleitet. Etwas härter wird es dann wieder bei "Junkie is coming". Das Outro "Dark side of the planet" ist, genau wie das Intro, sehr kurz gehalten. Es hört sich leicht düster, orakelhaft an und bildet damit einen Abschluss mit ungewissem Ausgang der Geschichte des Wanderers durch die Zeiten.
Insgesamt gesehen ist es eher ein Album zum Chillen und Abschalten. Für Freunde melodiöser Rockmusik sicher ein willkommenes Schmankerl.
5.5 Punkte von Manuela (am 06.07.2004)
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