Persuader (Schweden) "When Eden burns" CD
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Es kam wie es kommen musste: Jens Karlsson ist im Anschreiben der Persuader Promo Firma nicht mehr der Frontmann der jungen Schwedischen Formation, sondern „Savage Circus Sänger“. Das ist sachlich ja nicht falsch, aber als totaler Fan des Persuader Debüts hätte ich mir selbstverständlich gewünscht, dass der Hansi Kürch Soundalike seine Schwerpunkte anders setzt. Das Leben ist kein Wunschkonzert, so dass wir mit dem leben müssen, was uns die Wirren des Business zugestehen. Und das ist in diesem Fall gar nicht mal so schlecht.
Auf den ersten Blick betrachtet ist bei Persuader nämlich alles beim Alten geblieben. Die Rhythmusgruppe drück weiter mit Macht auf den Power Knopf. Die Äxte schleudern uns harmonische Riffs und melodisch anspruchsvolle Soli entgegen. Der Gesang wird in den geilen Refrains von vollen Chören unterstützt und bietet uns ansonsten Blind Guardian Zitate an allen Ecken und Ende. „Slaves of labour“ beispielsweise erscheint wie eine moderne und härtere Version von „Theatre of pain“. Hier fragt man sich schon mal allein angesichts der schwachen Blind Guardian Single „Fly“, warum die Krefelder derart starke Songs nicht mehr hinbekommen. Insgesamt haben sich Persuader im Vergleich zum furiosen Debüt etwas zurück genommen. Die noch von „Evolution purgatory“ bekannten ungezügelten Ausbrüche werden vom Hirnschmalz im Songwriting etwas ausgebremst. Das funktioniert nicht immer. Der Titelsong beispielsweise wirkt aufgesetzt. Dafür funktionieren das atmosphärische „The return“ oder „R.S-Knights“ mit seinem Ohrwurmrefrain und dem erstklassigen Gitarrensolo prächtig. Am besten repräsentiert eigentlich „Judas immortal“ die Entwicklung der Band: Anfangs versprüht dieser Song den Charme des Debüts, doch nach und nach entwickelt er sich zu einem gut durchdachten Metal Kracher, der sich fast schon auf Morgana LeFay Niveau befindet. Dennoch ist mein Anspieltipp das melancholische „Doomsday news“, ein wirkliches Sahnestück.
Persuader haben ein wenig von der unbändigen Energie des Debüts eingebüßt. Damit geht ein Bruchstück ihrer Einzigartigkeit verloren, und so kann „When Eden burns“ bei mir nicht ähnlich hoch punkten. Ich ziehe das Album aber in jedem Fall dem konstruierten Savage Circus Produkt vor. Was hat chickenfires da rausgehauen? Scheiße, so hoch kann ich leider nicht ran gehen. Damit ist auch klar, welchen Stellenwert „Dreamland Manor“ bei mir hat: locker noch mal einen halben weniger als „When Eden burns“.
8.5 Punkte von Christian (am 29.05.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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