Helfahrt (Deutschland) "Sturmgewalt" CD
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Bei HELFAHRT handelt es sich um eine 1999 gegründete 5-köpfige Band die durch professionelle Musik überzeugen kann. Kein Wunder, spielen doch die meisten bei HELFAHRT noch in anderen Projekten mit. Zu nennen wären da Sycronomica und Nebelmythen.
Zusätzlich trug die namhafte Unterstützung die sich HELFAHRT an die Seite holten sicherlich positiv zum Schaffensprozess des Albums bei. Gemastert und abgemischt von René Berthiaume (Equilibrium), im Intro Gesangsunterstützung von der großartigen Gaby Koss (ex-Haggard), Covergestaltung und Artwork wurden von Helge Stang (ebenfalls Equilibrium) übernommen.
HELFAHRTs Musik begeistert vor allem deswegen, weil sie gekonnt Schnelligkeit mit Melodie verbinden und dabei durchaus kreativ zu Werke gehen.
Nach einem schönen Intro und Gaby Koss´ gesanglichem Einsatz startet gleich der 2. Song "Markomannenzorn" wuchtig bretternd und schön straight energisch durch. Gleich zu Beginn wird hier der Abwechslungsreichtum denn sie das komplette Album über halten werden bewiesen. Schnelles Drumming, der kehlige Gesang und dazu eine prägnante Gitarrenmelodie die mit ihrem vordergründigen Spiel den Takt anzugeben scheint.
Nach einer kurzen Flötenmelodie befindet man sich auch schon im 3. Lied "Im Moor", welches nahezu übergangslos an den Vorgänger angegliedert wurde. "Im Moor" greift Schnelligkeit und Melodie auf eine raffinierte Art und Weise erneut auf und auch textlich kann man beide Lieder wohl einen. Vom Schlachtengetümmel findet sich der Krieger (?) in einer seltsamen Zwischenwelt wieder..
Sich nun an die einstigen glorreichen Taten erinnernd begleitet der Hörer die tapferen Recken in "Lewwer duad üs slaav", (dem absolut stärksten Stück des Albums!) in die Vergangenheit
Ein ruhiger Anfang, Akustikgitarre, Flöte (?) und Maultrommel lassen schließlich kaum das Gewitter erahnen welches sich im Folgenden Liedverlauf über des Hörers Ohren ergießen wird... Die vorgegebene ruhig-sachte Melodie wird von der E-Gitarre aufgegriffen und das Getrommel erinnert schon mal an Mithotyn! Kurz und knapp formuliert: Perfekt!
Und es wird weiter gebrettert! Im 5. Lied scheinen sie sich endgültig "warmgespielt" zu haben und es geht anständig schnell zur Sache; nette Doublebass, dazu der prägnante Gesang und der Gitarrenteppich, der sich unter die Kompositionen legt. Hammer!
Der Titeltrack "Sturmgewalt" braust natürlich derb-ungehalten daher und erinnert schon irgendwie sehr an Helrunars "Gratr" von deren gleichnamigen Debüt (Siehe ab 2:50 Min. !)...
"Zu spätem Schein" (Lied 7) kann man sich eine kurze akustische Pause gönnen, nach der "For your calm" (Lied 8) ganz unentspannt laut und schnell wieder den bisher eingeschlagenen Weg verfolgt. Und wie lautet der Text sogleich: "For your calm I am the storm To the drowning I am water In the desert I am life"...
Nach einem starken "Donars Groll" verflüchtigen sich auch die eindringlich Klänge im Äther und geben Gehör frei für einen akustischen Ausklang der sich in der Nacht verliert...
Fazit: Eine klasse Album von fünf talentierten Musiker denen es wahrlich gelungen ist eine "Sturmgewalt" zu vertonen! Auf der kommenden Mini-Tour kann es ihnen hoffentlich gelingen auch live zu überzeugen, denn vom 3.11. bis zum 11.11. werden sie Helheim auf ihrer "Viking Warrior Crusade Tour 2006" würdig unterstützen.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Ein Sturm zieht herbei
2. Markomannenzorn
3. Im Moor
4. Lewwer duad üs slaav
5. Luznacht
6. Sturmgewalt
7. Zu spätem Schein
8. For your calm
9. Donars Groll
10. Der letzte Weg
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8.0 Punkte von Steffi (am 02.10.2006)
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musikalischer Background des Verfassers (Fast) alles aus dem breit gefächerten Bereich des Pagan/Viking Metal. Gerne deftigen Schwarzmetall; nen bissl Death und Doom. Hauptsache ist es knallt und überzeugt mich!
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