Wer zum Teufel ist Sunstorm? Erst beim Lesen (natürlich auch bei der ersten Hörprobe) wird klar, dass es sich um einen der besten Sänger auf diesem Planeten handelt. Joe Lynn Turner ist ja nun mit Sicherheit kein unbeschriebenes Blatt mehr, hat er doch, anfänglich mit Fandango noch auf anderen Pfaden wandelnd, mit Deep Purple, Rainbow, Yngwie Malmsteen, zusammen mit Glenn Hughes und natürlich Solo Musikgeschichte geschrieben. Nach seinem ersten Solo-Album „Rescue You“ war ursprünglich geplant ein zweites Album folgen zu lassen, wurde aber aufgrund seiner Arbeit für Deep Purple auf Eis gelegt. Einige der Songs geisterten auf diversen Tapes und im Internet herum und erst als Frontiers-Boss Serafino Perugino seinem Label Manager Mario de Riso dieses Material einmal vorspielte, wurde das Interesse an diesen Songs wieder größer. Durch das Signing von JLT bei Frontiers sollte dieser Traum in Erfüllung gehen und Herr Turner stand einer Veröffentlichung positiv gegenüber. Allerdings war eine Voraussetzung, dass das Material nicht in seiner ursprünglichen Form auf den Markt kommt, sondern neu eingespielt, um den Songs den nötigen aktuellen Touch zu verpassen ohne jedoch die Wurzeln der Songs zu verlieren. Zusammen mit Dennis Ward (Bass & Produzent), Uwe Reitenauer (Gitarre), Chris Schmidt (Drums) und Keyboarder Jochen Weyer wurden die Songs, teilweise komponiert von Jim Peterik, Dann Huff oder John Parr, dann neu eingespielt. Heraus gekommen ist ein reinrassiges Melodicrock Album mit dem nötigen 80er Touch und einem zeitgemäßen Sound. Warum diese Songs solange im Untergrund schlummerten bleibt wohl ewig ein Rätsel, denn wäre dieses Material Mitte der 80er veröffentlicht worden, wäre ein Charteinstieg garantiert gewesen. Alleine die Hooks solcher Songs wie „Fame and fortune“, Strength over time“ und „Heart over mind“ sind klassisches Futter für die AOR-Fraktion. Auch stimmlich ist das mit Sicherheit eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre, die Herr Turner hier abliefert. Laut eigener Aussage lagert noch einiges an Material in seiner Schublade, das geradezu nach einer zeitgemäßen Veröffentlichung lechzt und somit das Kapitel Sunstorm sicherlich keine Eintagsfliege bleibt. Harren wir der Dinge und erfreuen uns erst mal an diesem sagenhaften Album.
Fazit: Klassisches Material von einem der besten Sänger weltweit.
Tracklist:
Lineup:
1. Keep tonight
2. Fame and fortune
3. Heart over mind
4. This is my heart
5. Strength over time
6. Another you
7. Fist full of heat
8. Love’s gone wrong
9. Night moves
10. Danger of love
11. Making up for lost time
12. Arms of love
7.5 Punkte von Christoph (am 08.10.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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