Auf geht es zur Geschichtsstunde: Die Ruffians betraten im Dezember 1983 in San Franziskos Punk Rock Palast Mabuhay Gardens die Metal Welt. Kurze Zeit später rekrutierten sie einen Ausnahmesänger namens Carl Albert,. Für die Ruffians folgten Support Slots für UFO, Alice Cooper, Dokken, Queensryche, Saxon, Y&T und Slayer. Im Januar 1985 nahm die Band im kalifornischen Sausalitos ihr Debüt Album auf. Es lief eigentlich ganz gut für die Formation, doch irgendwie zog es Carl Albert vor, mit Vicious Rumors US Power Metal Geschichte zu schreiben und verließ die Band. Über fünfzig Sänger wurden angetestet, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Die Wahl fiel auf Rich Wilde aus Alaska, mit dem man 1987 vier Songs für diverse Compilations aufnahm. Für ein weiteres Album hat es aber nicht gereicht. Die Band löste sich zwei Jahre später auf und verschwand von der Bildfläche. Bis man sie auf Wunsch zahlreicher Underground Freaks auf das Bang Your Head! 2004 einlud. Ein weiteres Jahr später erschien das „There & back“ Doppelpack auf OSM Records und die Band kam für acht Shows in fünf Ländern zurück nach Europa, die im oberkultigen Keep It True Festival gipfelten. Und nun erscheint das neue Album „Desert of tears“ bei Metal Heaven.
Ich kann den Kult um diese Band nicht ganz verstehen. Ich gehör wirklich nicht zu denen, die alles geil finden, bloß weil es alt ist und kaum jemand kennt. O.k., allein die Tatsache, dass Carl Albert einmal in der Formation gesungen hat, sichert ihnen einen Platz in jeder vernünftigen US Metal Retrospektive. Und das sicher zu recht. Mit dem sehr lauen Lüftchen „Desert of tears“ können sie jedoch keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor locken. Natürlich ist das Album professionell eingespielt. Die einzelnen Akteure verstehen ihr Handwerk. Sänger Rich Wilde liefert einen guten Job ab, die charismatischen Riffs machen in gewisser Weise Spaß und die Soli können sich hören lassen. Mehr ist aber nicht. Viel zu bieder leiern sich die elf Songs aus den Boxen. Das ist überhaupt nicht mein Ding. Ich mein, ich bin echt der letzte, der sich über Old School Attitüde beschwert. Leider spielen die Ruffians an meinem Musikgeschmack vorbei. Wer neben trockenen Riffs und gutem Gesang im Old School Metal nicht viel mehr zum Glücklichsein benötigt, wird sich hierfür sicher begeistern können. Mir ist das zu wenig. Könnte mir vorstellen, das fanatische Sammler und Historiker dennoch auf das Album abfahren. Vielleicht hätte einer von denen besser das Review geschrieben. Bei mir gibt es für die Amerikaner nichts zu holen. Die erste Edition im Slip Case enthält noch einen Bouns Track. Für den Fall, dass ihr entgegen meiner Meinung Interesse habt. Dann könnt ihr die Scheibe mal mit dem Titeltrack oder „Chosen one“ antesten.
Tracklist:
Lineup:
1. I Believe
2. Running Blind
3. Day Of The Champion
4. I Will Fly
5. Desert Of Tears
6. Darkest Of Light
7. It Ain´t Over
8. Live By The Sword
9. Chosen One
10. Soldiers Fate
11. Freedom
4.0 Punkte von Christian (am 08.10.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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