Die nordhessischen Power-Metaller SQUEALER sind mir seit Anfang der 90er durch viele Konzertbesuche und einige wirklich gute CD's bekannt. Reden wir über SQUEALER, dann fällt automatisch auch irgendwann der Name EDGUY. Der frühere SQUEALER-Sänger und AFM-Labelgründer Andy "Henner" Allendörfer hat damals den Fuldaer Jungs ihren ersten Plattenvertrag gegeben. Darüberhinaus bearbeitet der ehemalige SQUEALER-Bassist Tobias "Eggi" Exxel seit 1997 erfolgreich die Viersaitige bei Fuldas Metalheroes Nummer 1. Doch zurück zum Thema: in 2002 erhielt man die Chance, JUDAS PRIEST auf deren Europa-Tournee zu supporten. Die Anfrage kam von den Engländern selbst, die von der "Under The Cross" CD, mit der sich die Jungs seinerzeit um eine Einzelshow beworben hatten, sehr beeindruckt waren. Alles schien in der Folgezeit wie am Schnürchen zu laufen, der Nachfolger von "Under The Cross" sollte Anfang 2005 erscheinen. Bis zum 16. Januar 2005, dem schwärzesten Tag in der Bandgeschichte. Auf der Fahrt zu einem Überraschungs-Gig für einen Freund verunglückt Henner im Alter von 38 Jahren tödlich. Nach einigen Monaten Pause entschließen sich die verbliebenen Bandmitglieder, die Arbeit weiterzuführen. Als neuen Sänger konnte man den gerade bei GRIP INC. ausgestiegenen Gus Chambers verpflichten. Die Umbenennung in SQUEALER a.d. erfolgte, um den Beginn eines neuen Kapitels zu markieren.
Auf dem neuen Album wechseln Licht und Schatten, die starken Momente sind jedoch in der Überzahl. Überzeugen kann mich der satte Thrasher "Infanticide", der aufgrund des Gesangs von Gus ebenso leichte Ähnlichkeiten zu seinem früheren Arbeitgeber aufweist ebenso wie der zwischen Power Metal und Thrash Metal pendelnde Song "Devil's Blackbone". Auf "Confrontation Street" finden sich im Vergleich zu früheren Alben deutlich weniger Melodien, dafür umso mehr mächtige Gitarren- und Schlagzeug-Wände, was der Band aus meiner Sicht ein bißchen etwas von ihrer Identität nimmt. Schön anzuhören sind die melodischen Power Metal Nummern "Kamikaze Nation" und "New Sun Rising", bei denen Gus zur Abwechslung auch mal cleane Gesangsparts vom Stapel läßt. Die bereits positiv hervorgehobenen "Infanticide" und "Kamikaze Nation" sind auch gnädigerweise die beiden einzigen Tracks, die mir in voller Länge vorliegen. Richtig fies klingen "Silent Mandarin" und "Eat My Sin", die brutal durch Slowmotion-Gefilde grooven und somit eine dunkle Stimmung erzeugen. "Blood Red Halo" rockt mit griffigem Refrain ganz gut los, bevor zum Ende der rote Faden verloren zu gehen scheint. Songs hingegen wie "Black Tongue", "Left Bleeding" "Faith Or Fury" bewegen sich leider in der Schnittmenge von hektisch bis unspektakulär, so daß ich hier keine ausdrückliche Empfehlung aussprechen kann.
Tracklist:
Lineup:
01. Black Tongue
02. Infanticide
03. Devils Backbone
04. Kamikaze Nation
05. Punishment Of Luxury
06. Eat My Sin
07. Blood Red Halo
08. New Sun Rising
09. Left Bleeding (By Love)
10. Faith Or Fury
11. Silent Mandarin (Unit 731)
musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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1. Ensiferum "Victory Songs"
2. Gernotshagen "Märe aus wäldernen Hallen"
3. Troopers "Bestialisch"
4. Turisas "The Varangian Way"
5. Witchburner "Blood Of Witches"
6. Excrementory Grindfuckers "Bitte nicht vor den Gästen"
X Alltime-Klassix Top6
1. Slayer "Reign In Blood"
2. Metallica "Master Of Puppets"
3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
5. Overkill "Taking Over"
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